Kaufberatung Arbeitsspeicher


Mehr Arbeitsspeicher in Computer oder Notebook einzusetzen ist oft ein einfacher und unkomplizierter Weg, um die Arbeitsgeschwindigkeit zu erhöhen. Denn flott und geschmeidig sind Rechner nur, wenn der Speicher nicht zu knapp bemessen ist. Der Einbau ist zudem leicht. Auch die Auswahl des richtigen RAM-Typs ist nicht schwer, wenn Sie diese Kaufberatung gelesen haben.

  1. Mehr RAM, mehr Fun
  2. Welcher darf es sein?
  3. SDR und DDR
  4. DDR2
  5. DDR3
  6. Rambus
  7. Rechentakt
  8. Dual Channel
  9. Die Bit Falle
  10. Was bedeutet CL?
  11. Wofür steht ECC?
  12. DIMM und RIMM
  13. Der Einbau

Mehr RAM, mehr Fun

Zum Arbeitsspeicher Sie wollen Ihren PC aufrüsten? Da ist es eine gute Idee mit dem Arbeitsspeicher (RAM) anzufangen. Denn mit mehr Speicher hat das System quasi mehr Luft zum Atmen. Folge: Alles läuft viel geschmeidiger und meist auch deutlich schneller. Das gilt natürlich auch für Note- und Netbook.

So muss das Betriebssystem nicht mehr diverse Routinen auf der viel langsameren Festplatte zwischenlagern, sondern hat stets alle wichtigen Funktionen umgehend parat. Genauso geht es den Programmen, auch sie können sich im fixen Speicher breitmachen und alle Aufträge zügig abarbeiten, ohne den Umweg über die langsame Festplatte nehmen zu müssen. Also, Grund genug in mehr RAM zu investieren, zumal dieser gar nicht so teuer ist.

Erleichternd kommt der einfache Einbau hinzu, die Speichersteine können selbst PC-Einsteiger ohne größere Probleme einbauen. Diese Aufrüstung ist somit gut geeignet, die Hemmschwelle vor dem PC herabzusetzen. Eine größere Hürde könnten da schon die ganzen Fachbegriffe darstellen, die einem beim RAM-Kauf um die Ohren fliegen. Doch nur die Ruhe! Wenn Sie die folgenden Kapitel dieser Kaufberatung gelesen haben, wissen Sie, worauf es ankommt und können problemlos Ihren PC oder Ihr Notebook aufrüsten. (pr)


Welcher darf es sein?

Zum Arbeitsspeicher Dass Speicher nicht gleich Speicher ist, sieht man spätestens, wenn man sich auf die Suche nach neuen Bausteinen begibt. Zig verschiedene Versionen mit nahezu ebenso vielen Bezeichnungen tummeln sich auf dem Markt. Am besten, man lässt sich davon nicht verrückt machen und greift zunächst zu dem Handbuch des Mainboards respektive des PCs oder Notebooks. Dort führen die Hersteller in aller Regel auf, welche Speicherriegel das System verwendet und wie viel RAM die Platine unterstützt. Somit kann man bereits eine ganze Reihe Speichermodule bei der Suche unberücksichtigt lassen.

Speicher ermitteln

Fehlen das Handbuch oder entsprechende Angaben darin, kann ein Blick auf die Webseite des Platinenherstellers weiterhelfen. Dazu ist es allerdings nötig, die Bezeichnung der Platine und den Hersteller zu kennen. Sind Ihnen beide unbekannt, können Sie zunächst mit einem kleinen Programm wie beispielsweise dem kostenlosen SiSoft Sandra Lite versuchen, beides herauszubekommen. Dieses Programm kann die gesamte Hardware Ihres Systems untersuchen und alle Einzelheiten detailliert auflisten. Funktioniert dieser Weg nicht, sollten Sie auf der Platine selbst nachsehen. In aller Regel hat der Hersteller seinen Namen sowie die Typenbezeichnung darauf gedruckt.

Notebookplatine

Einen Schreibtisch-Computer zu öffnen ist nicht schwer. Problematischer wird es bei einem Note- oder Netbook. Bei diesen ist es oft nicht möglich, die Platine mit wenigen Handgriffen freizulegen und damit auch nicht zu empfehlen. Bevor Sie hier selber Hand anlegen, sollten sie den Hersteller anschreiben. Eine Kontaktadresse finden Sie auf dessen Internetseite.

Sie haben alles gefunden, verstehen aber nur Bahnhof, denn die Angaben bestehen nur aus Buchstabenkürzeln und Zahlen? Dann lesen Sie die nächsten Kapitel der Kaufberatung. Dort erfahren Sie, was es damit auf sich hat.

Weitere Informationen in den Kaufberatungen zu
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Netbooks


SDR und DDR

Zum Arbeitsspeicher Einfache Datenrate und doppelte Datenrate, so könnte man beide Kürzel schlichtweg beschreiben. Gemeint ist, wie häufig pro Taktzyklus des Frontsidebus Daten in den Speicher geschrieben und ausgelesen werden können.

Einfache Datenrate

SDR (Single Data Rate) meint die einfache Datenrate. Es handelt sich bei SDR-RAM um älteren Speichertyp, der in modernen Systemen nicht mehr eingesetzt wird. Auch in günstigen Billig-PCs ist dieser Typ mittlerweile kaum noch anzutreffen. Der Speicher arbeitet mit derselben Frequenz wie der Systembus und trägt deshalb Kürzel wie PC 100 oder PC 133, wobei die Ziffern den Takt angeben.

SDR-Speicher sind untereinander kompatibel, das bedeutet ein SDR-RAM-Speicher, der für 133 Megahertz (MHz) optimiert ist, arbeitet auch in Systemen mit 100 Megahertz Takt. Umgekehrt funktioniert es allerdings nicht. Der PC wird dadurch aber nicht schneller, der Speicher passt seine Arbeitsgeschwindigkeit dem System an und schaltet somit die Geschwindigkeit herunter.

Doppelte Datenrate

DDR-RAM (Double Data Rate) kann zwei Datentransfers pro Taktzyklus abarbeiten und somit doppelt so viele Daten pro Sekunde schreiben und lesen. Dieser Speichertyp ist heute Standard. An seiner Typenbezeichnung kann man auch seinen Arbeitstakt ablesen, allerdings nur mit einem Trick. Man muss die angegeben Zahlen immer durch zwei teilen, um die Busgeschwindigkeit zu erfahren. So bedeutet das Kürzel DDR 333, dass der Bus mit 166 MHz getaktet ist. Die 333 kommt zustande, weil findige Marketingstrategen den Wert wegen des doppelten Datentransfers ebenfalls verdoppeln. DDR 400 beschreibt somit Arbeitsspeicher, der bei einem Bustakt von 200 MHz zweimal pro Zyklus Daten aufnehmen und abgeben kann.

SDR- und DDR-RAM sind nicht miteinander kompatibel und passen auch nicht in den Steckplatz der jeweils anderen Technik. Kaufberatungstipp: Es existieren auch Mainboards, die beide Speichertypen aufnehmen können, doch ist das die Ausnahme. Auf solchen Boards lässt sich aber immer nur eine der beiden RAM-Techniken verwenden, mischen ist verboten.

Speicher
(Megahertztakt)
Kanäle Bandbreite
(Gigabyte/Sekunde)
DDR 266 1 (64 Bit) 2,1
DDR 266 2 (128 Bit) 4,2
DDR 333 1 (64 Bit) 2,6
DDR 333 2 (128 Bit) 5,3
DDR 400 1 (64 Bit) 3,2
DDR 400 2 (128 Bit) 6,4


DDR2

Zum Arbeitsspeicher DDR2 ist die Nachfolgegeneration des DDR-Speichers, die mit höherem Takt arbeitet und somit mehr Daten pro Sekunde verarbeiten kann. Gleichzeitig benötigt dieser Speichertyp eine niedrigere Stromspannung, 1,8 Volt gegenüber 2,5 Volt beim DDR und 3,3 Volt beim SDR-RAM. Das kommt besonders einem Notebookakku zugute, der weniger Strom für den Speicher aufwenden muss und somit länger durchhalten kann.

Weiterer Vorteil ist die höhere Speicherdichte, die es gestattet, RAM-Bausteine mit mehr Fassungsvermögen zu produzieren. DDR2-Speicher ist beispielsweise auch mit 16 Gigabyte Fassungsvermögen auf dem Markt, bei dieser Größe aber mehr als doppelt so teuer als es zwei 8-Gigabyte-Module wären.

Passt nicht in DDR-Bänke

Trotz gleicher Baugröße ist DDR2-Speicher nicht in DDR-Speicherbänken einsetzbar. Zum einen verfügt er mit 240 Pins über mehr Kontakte als die DDR-Version, die nur 184 aufweist. Zum anderen verhindert die seitlich versetzte Aussparung zwischen den Kontaktpins den mechanischen Einsatz in den Steckplätzen.


Speicher
(Megahertztakt)
Kanäle Bandbreite
(Gigabyte/Sekunde)
DDR2 400 1 (64 Bit) 3,2
DDR2 400 2 (128 Bit) 6,4
DDR2 533 1 (64 Bit) 4,3
DDR2 533 2 (128 Bit) 8,6
DDR2 667 1 (64 Bit) 5,3
DDR2 667 2 (128 Bit) 10,6


DDR3

Zum Arbeitsspeicher Der aktuellste Speicherstandard ist DDR3. Er basiert auf weiterentwickeltem DDR2-Speicher. Hier hat man erneut die Betriebsspannung gesenkt, von 1,8 auf 1,5 Volt. Manche arbeiten auch mit nur 1,35 Volt, was Strom sparen hilft, aber keinen Einfluss auf die Leistung hat. Auch die Pin-Belegung ist verändert, so dass dieser Typ nicht in DDR- oder DDR2-Steckplätze passt. Kaufberatungstipp: Manche Mainboard-Hersteller haben aber Modelle im Programm, die sowohl Speicherbänke für DDR2-, als auch für DDR3-Chips bieten. Hier ist ein späterer Umstieg auf die schnellere Technik möglich.

Vierfacher Takt

Im Vergleich zu DDR2 lassen sich bei DRR3 acht statt vier Speicherbänke parallel ansprechen. Dadurch kommt es effektiv zu einer Vervierfachung des Arbeitstaktes. Zudem ist auch der Speichercache erhöht. Letzteres führt allerdings zu höheren Latenzzeiten (siehe Kapitel „Was bedeutet CL?“). Dadurch reduziert sich der theoretisch zu erwartende Geschwindigkeitsvorteil erheblich. Eine Vervierfachung des Taktwertes bedeutet folglich, dass ein Speicherriegel mit angegebenen 1.600 MHz Arbeitstakt intern mit 400 Megahertz rechnet.

Mit Temperatursensoren

Praktischer Vorteil von DDR3: Die Speicherriegel besitzen Temperatursensoren. Stellen diese eine Überhitzung des Systems fest, schalten sie die RAM-Bausteine einfach ab und schützen sie damit vor ungewollter Zerstörung. Das ist ein echter Vorteil für alle, die gerne am Arbeitstakt des Mainboards rumschrauben, um die letzten Leistungsreserven herauszukitzeln. Für Normalanwender hat die Temperaturfunktion demgegenüber geringeren Nutzen. Kaufberatungstipp: Um das Anspringen der Temperatursensoren zu verhindern oder hinauszuzögern, das System aber dennoch übertakten zu können, kann man auf spezielle Kühlkörper für RAM-Bausteine setzen. Diese sind getrennt erhältlich und leicht zu installieren.

Speicher
(Megahertztakt)
Kanäle Bandbreite
(Gigabyte/Sekunde)
DDR3 800 1 (64 Bit) 6,4
DDR3 800 2 (128 Bit) 12,8
DDR3 1066 1 (64 Bit) 8,5
DDR3 1066 2 (128 Bit) 17
DDR3 1333 1 (64 Bit) 10,6
DDR3 1333 2 (128 Bit) 21,2
DDR3 1600 1 (64 Bit) 12,8
DDR3 1600 2 (128 Bit) 25,6

Weitere Informationen in der Kaufberatung zu
PC-Kühlung


Rambus

Zum Arbeitsspeicher Rambus (DRD-RAM: Direct Rambus Dynamic RAM) kam vor einigen Jahren als leistungsfähigere Konkurrenz zu SDR-RAM auf den Markt, konnte sich aber wegen hoher Preise nicht richtig durchsetzen. Das Erscheinen des flotten SDR-Nachfolgers DDR-RAM drängte diese Technik dann in eine kleine Marktnische.

Rambus arbeitet mit höherem Takt als SDR-RAM besitzt aber nur halb so viele Kanäle (Bits) zur Datenübertragung: 32 statt 64 bei SDR-RAM. Alte Versionen haben gar nur 16 Kanäle zur Verfügung. So wird der Vorteil des höheren Arbeitstakts durch den Flaschenhals der geringen Bandbreite zur Übertragung nahezu wieder zunichtegemacht.

Nur paarweise einsetzbar

Betagten 16-Bit-Chips hängt zudem der Nachteil an, dass man sie immer nur paarweise einsetzen kann. Das bedeutet, wer sein System um 512 Megabyte Speicher aufrüsten möchte, muss dafür zu zwei 256-Megabyte-Chips greifen und wertvolle Steckplätze blockieren. Möchte man den Speicher später ein weiteres Mal aufstocken, sind meist schon alle Plätze belegt, so dass man den alten Speicher herausnehmen und komplett ersetzen muss. Die alten Chips kann man dann meist nur noch wegwerfen, ein Jammer! Speicherriegel mit 32-Bit lassen sich demgegenüber auch einzeln nachrüsten. Kaufberatungstipp: Mischen Sie 32-Bit-Speicher nicht mit 16-Bit-Chips. Das kann zu Problemen führen.

Mit doppeltem Takt

Genau wie DDR-RAM kann auch Rambus zwei Datentransfers pro Taktzyklus bewältigen, was auch hier die Marketingabteilungen dazu bewogen hat, sämtliche Angaben hochzurechnen. Ein mit 1.200 MHz angegebener Speicherbaustein werkelt folglich mit 600 MHz.

Kaufberatungstipp: In nicht benutzen Rambus-Steckplätzen steckt immer ein leeres Speichermodul, ein so genanntes C-RIMM. Es stellt sicher, dass der Datenfluss nicht unterbrochen wird. Fehlt solch ein Modul, verweigert der PC den Start. Für den Speicherausbau nehmen Sie es einfach heraus und ersetzen es mit dem neuen Baustein.


Rechentakt

Zum Arbeitsspeicher RAM-Bausteine arbeiten alle mit einem nativen Rechentakt, der sich aus einer Verdopplung, respektive Vervierfachung des Arbeitstaktes ergibt. Das sind beispielsweise 667, 800, 1.066 und 1.333 Megahertz. Man trifft aber auch auf Speicher mit abweichenden Geschwindigkeiten, die zwischen den genannten Werten liegen. Man findet etwa 750 oder 900 Megahertz und auch andere. Dabei handelt es sich um übertaktete Module der jeweils langsameren Geschwindigkeitsstufe. Hinter einem 900-Megahertz-Speicher verbirgt sich folglich ein beschleunigter 800er-Baustein und ein 750er ist ein getunter 667-Megahertz-Chip.

In der Regel arbeiten diese Speicherchips mit höherer Spannung. Kaufberatungstipp: Beides, die Übertaktung und die höhere Spannung, könnte ein instabiles System zur Folge haben. Deshalb sollte man sich den Einsatz überlegen. Probleme sind zwar nicht vorprogrammiert, können aber eher auftauchen als bei normal getakteten Speichermodulen.


Dual Channel

Zum Arbeitsspeicher Ein schönes Feature ist die Zweikanaltechnik, die sowohl SDR- und DDR-RAM sowie auch Rambus-Speicher beherrschen. Diese Technik ermöglicht es, Daten über zwei getrennte Kanäle in den Speicher zu übertragen. Somit verdoppelt sich der Datendurchsatz; statt beispielsweise 3,2 Gigabyte pro Sekunde, lassen sich 6,4 Gigabyte Daten austauschen. Das gibt einen reellen Schub bei der Arbeit.

Moderne Speicherbausteine beherrschen nahezu ausnahmslos den doppelten Durchsatz. Ob er zum Einsatz kommen kann, hängt allerdings vom Chipsatz auf dem Mainboard ab. Ob Ihr Chipsatz dazu in der Lage ist, erfahren Sie im Handbuch oder auf der Webseite des Platinenherstellers.

Doppelter Speed bei gleich großen Chips

Dort erfahren Sie auch, welche Kanäle, also Steckplätze, zusammenarbeiten. Denn, um den Dual-Channel-Betrieb nutzen zu können, müssen in einem Kanal zwei gleich große Speichersteine stecken. Vom selben Hersteller müssen sie aber nicht sein. Auch die technischen Werte, wie Takt und Latenzzeiten (siehe Kapitel „Was bedeutet CL?“) sind prinzipiell unwichtig. Allerdings: Verwendet wird der gemeinsame Nenner. Das bedeutet, ein schnellerer Chip muss auf die langsamere Arbeit seines Partners Rücksicht nehmen und entsprechend herunterschalten.

Ausnahme: Flex-Modus

Ebenfalls möglich: Unterstützen Mainboard und Chipsatz den so genannten Flex-Modus, dürfen die Speicherriegel sogar unterschiedlich groß sein. Jedoch bedeutet das, dass der größere Speicher nur zum Teil genutzt wird, nämlich mit exakt der Speichermenge, die der kleinere Chip bereitstellt. Kaufberatungstipp: Wer sicher sein möchte, das Optimum herauszuholen, sollte am besten auf zwei identische RAM-Bausteine setzen. Nach deren Einbau stellt das Mainboard automatisch auf dualen Speicherbetrieb um.

Triple Channel

Hauptplatinen, auf denen der so genannte Prozessorsockel 1366 verbaut ist, können sogar mit drei Kanälen gleichzeitig arbeiten. Man spricht hier von Triple Channel. Anstelle von zwei Speicherpaaren verwendet dieses System drei Stück und kann die Datenrate damit verdreifachen. Hierfür verwenden Sie am besten drei identische RAM-Bausteine.

Weitere Informationen in der Kaufberatung zu
Mainboards


Die Bit Falle

Zum Arbeitsspeicher Wer Arbeitsspeicher installiert, ist der Überzeugung, diesen auch voll ausnutzen zu können. Das kann aber manchmal ein Trugschluss sein. Denn um den Arbeitsspeicher verwenden zu können, muss das Betriebssystem diesen auch akzeptieren. Das Problem stellt hierbei weniger die Art als vielmehr die Menge dar.

Ein großer Stolperstein wartet hier bei Verwendung von Windows 7. Ist auf dem Computer oder Notebook eine 32-Bit-Version installiert, lässt sich nur wenig mehr als drei Gigabyte Arbeitsspeicher verwenden, auch wenn vier oder mehr Gigabyte installiert sind. Das gilt auch für andere Betriebssysteme, die auf 32-Bit-Technik basieren. Erst die 64-Bit-Version kann mehr RAM verwenden. Wer ein Netbook mit der abgespeckten Windows-7-Starter-Version verwendet, kann maximal zwei Gigabyte Arbeitsspeicher nutzen.

Kaufberatungstipp: Zu wenig RAM darf es für die Windows-7-Versionen übrigens auch nicht sein. Die Untergrenze für die 32-Bit- und die Starterversion liegt bei einem Gigabyte, für die 64-Bit-Version bei zwei Gigabyte.

Zu
Betriebssystemen


Was bedeutet CL?

Zum Arbeitsspeicher Diese Abkürzung steht für CAS Latency, respektive „Column Access Strob Latency“. Es handelt sich dabei um eine Zeitangabe. Der Wert gibt an, nach wie vielen Taktzyklen der Arbeitsspeicher Daten an den Prozessor übertragen kann. CL 2 bedeutet beispielsweise, dass der Prozessor bei jedem zweiten Takt Daten schreiben und auslesen kann. Bei CL 3 klappt das nur bei jedem dritten Takt und bedeutet folglich, dass im gleichen Zeitraum weniger Daten übertragen werden und der PC somit langsamer arbeitet.

Schnelle Speicherriegel können den Vorteil einer kurzen Latenzzeit aber nur ausspielen, wenn das Mainboard das zulässt. Auch hier gilt: Ein Blick ins Handbuch respektive auf die Webseite des Herstellers gibt Auskunft. Kaufberatungstipp: Man liegt auf jeden Fall nicht falsch, wenn man zu schnellem Speicher greift, denn dieser arbeitet auch auf langsameren Mainboards, dort aber ohne Geschwindigkeitsvorteil; er passt sich dem Board an.


Wofür steht ECC?

Zum Arbeitsspeicher ECC steht für „Error Correction Code“. Dieser Ausdruck beschreibt einen Kontrollmechanismus für den Datentransfer von und zum Arbeitsspeicher und soll Datenverluste verhindern helfen. Haupteinsatzgebiet solcher Speicher sind Server, die so stabil und sicher wie möglich arbeiten sollen. Für den privaten Einsatz kann man diesen Schutz guten Gewissens vernachlässigen, zumal diese Technik den Speicher verteuert.

Kaufberatungstipp: Wer auf ECC setzen möchte, sollte aber vor dem Kauf einen Blick in das Handbuch seiner Hauptplatine werfen, denn nicht alle Chipsätze unterstützen den Kontrollmechanismus.

Zu
Servern


DIMM und RIMM

Zum Arbeitsspeicher Beide Bezeichnungen meinen nicht den Arbeitsspeicher, sondern beschreiben das grüne Plastik, also die Platine des Speicherriegels. DIMM steht für „Dual Inline Memory Module“ und bezeichnet die Platine von SDR- und DDR-RAM. RIMM steht für „Rambus Inline Memory Module“ und wird im Zusammenhang mit Rambus-Speicher gebraucht.

SO-Dimm

Hauptsächlich für den Einsatz in Notebooks gibt es eine verkleinerte Speicherchip-Form, die SO-Dimms. Das Kürzel steht für „Small Outline Dual Inline Memory Modules“. Sie sind im Vergleich zu den großen Speicherbausteinen oft langsamer getaktet.

Weitere Informationen in der Kaufberatung zu
Notebooks


Der Einbau

Zum Arbeitsspeicher Wie zu Beginn schon angesprochen ist der Einbau von Arbeitsspeicher nicht schwer und wohl die leichteste Möglichkeit, den PC mit neuer Hardware auszurüsten. Wer seinen Computer noch nie geöffnet hat, findet mit dem Einsatz von RAM einen idealen Einstieg ins Hardwaretuning. Alles, was Sie hierfür brauchen, ist ein geeignetes RAM-Modul sowie einen Schraubenzieher zum Öffnen des Gehäuses. Bei einem Notebook ist häufig noch nicht einmal ein Schraubenzieher nötig. Hier gibt es in der Regel ein Fach an der Unterseite, das sich mit einem Schiebemechanismus öffnen lässt. Manche Fächer lassen sich auch mit Hilfe einer Münze öffnen. Teilweise ist es nötig, den Akku zu entnehmen, um den Arbeitsspeicher austauschen zu können.

Vorsicht vor statischer Aufladung

Wichtig vor der Berührung des Speicherbausteins und auch der Hauptplatine im PC ist, dass Sie sich geerdet haben, damit nicht statische Aufladung die Hardware beschädigen kann. Hierzu kann man entweder zu einem Erdungsarmband oder zu speziellen Antistatik-Handschuhen greifen. Weiterhin ist es möglich, vor dem Kontakt zu den Platinen die Heizung anzufassen, so dass mögliche elektrische Ladung abfließen kann. Letzteres ist allerdings nur ein Grundschutz und kann Schäden nicht vollends ausschließen.

Ist das Gehäuse geöffnet, müssen Sie die Speichersteckplätze lokalisieren. Das sollte nicht schwer sein, da vermutlich bereits mindestens ein Baustein installiert ist. Kaufberatungstipp: Halten Sie Ausschau nach einem RAM-Riegel, der dem neuen Modul ähnelt. Hilfreich ist auch, wenn Sie die Kontaktleiste des neuen Moduls nahe an die verfügbaren Steckplätze halten, so sehen Sie schnell, ob es passen könnte oder nicht.

Falscheinbau unmöglich

Falsches Einsetzen brauchen Sie nicht zu befürchten, da der Riegel zum einen nur in einen Steckplatz passt und zum anderen auch dort nur in einer Position eingesetzt werden kann. Einkerbungen in der Kontaktleiste verhindern falsches Einsetzen. Kaufberatungstipp: Den Speicher möglichst nur am Rand anfassen. So vermeiden Sie die Berührung der Kontakte und damit, dass weder Schweiß noch Fett den Datenaustausch stören können.

Haben Sie den Steckplatz lokalisiert, drücken Sie den Speicher beherzt aber nicht mit Gewalt tief in den Slot, solange bis die Arretierklemmen an den Rändern den Speicher berühren. Nun noch den Speicher damit befestigen und Sie können den PC wieder zusammenbauen. Fertig!

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