Kaufberatung Barebones


Als Multimediazentrale fürs Wohnzimmer, als optischer Leckerbissen für den Schreibtisch oder als Zweit-PC, ein Barebone bietet viele Einsatzmöglichkeiten. Besonders schön: Die halbfertigen Computer lassen sich kinderleicht nach eigenen Wünschen zusammenstellen. Nettops sind demgegenüber schon fertig konfigurierte Mini-PCs. Worauf Sie bei der Auswahl von Barebone und Nettop achten sollten, erfahren Sie in dieser Kaufberatung.


  1. Klein schick und leise
  2. Statt Notebook
  3. Halbfertig
  4. Standardbauteile auswählen
  5. Barebones mit hoher Rechenleistung
  6. Lautlose Barebones
  7. Barebone als Multimedia-Zentrale
  8. Ausstattung
  9. Nicht vergessen
  10. Nettops

Klein schick und leise

Zu den Barebones Ist es Zeit, den alten PC gegen einen flotten neuen Rechner auszutauschen? Aber diesmal soll es kein großer, grauer und lauter Bolide sein? Schicker wäre schon ein kleiner und leiser PC? Einer, der nicht unter dem Schreibtisch stört, sondern der darauf eine gute Figur macht und vielleicht sogar ein echter Hingucker ist? Obendrein soll man ihn nur sehen, nicht aber hören können?

Kein Problem! Zahlreiche Mini-Computer tummeln sich auf dem Markt, die genau diese Vorgaben erfüllen – oder beinahe fast. Denn häufig kommt es vor, dass man bei den fertig ausgestatteten Mini-PCs, auch Nettops genannt, den einen oder anderen Kompromiss eingehen muss. Etwa ist er doch zu laut oder rechnet zu langsam oder hat ein anderes Manko.

Selber konfigurieren

Wer keine Kompromisse eingehen möchte, legt selbst Hand an. Soll heißen: Sie bauen den Mini-PC selbst zusammen. Das klingt komplizierter als es ist. Denn das Grundgerüst dieser Kleincomputer bieten viele Hersteller vorkonfiguriert unter der Bezeichnung Barebone an. Man muss nur noch einige entscheidende Einzelteile einstecken.

Klingt interessant? Dann lesen Sie in den folgenden Kapiteln dieser Kaufberatung, was die kleinen Schönheiten können und worauf Sie beim Kauf achten sollten, denn Barebone ist nicht gleich Barebone. (pr)


Statt Notebook

Zu den Barebones Ein Barebone kann für alle eine gute Alternative sein, die ihren großen Desktop-PC ausmustern möchten und bisher an ein Notebook oder Netbook als Platz sparenden und leisen Ersatz gedacht haben. Zwar lässt er sich nicht ganz so leicht transportieren und ist auch nicht ohne Stromanschluss zu verwenden. Dafür ist er aber ebenfalls klein und schick und bietet gegenüber dem Notebook einen großen Vorteil: die Erweiterbarkeit.

Einfacher aufzurüsten

Wenn auch in einem Barebone der Platz knapp ist, so gestatten doch manche, den Einsatz mehrerer Laufwerke in einem Gehäuse. Zudem besitzen sie einen PCI-Steckplatz für Erweiterungskarten und meist auch einen PCIe- oder AGP-Port für eine Grafikkarte. Gibt es eine bessere Grafikkarte, kann man die alte einfach austauschen. Versuchen Sie das mal bei einem Notebook.

Genauso leicht lassen sich alle anderen Komponenten gegen leistungsfähigere Versionen auswechseln. Hinzu kommt, dass man dabei auf Standard-PC-Komponenten setzen kann. Der dafür zur Verfügung stehende Pool ist deutlich größer als der für Notebook-Komponenten und obendrein günstiger.

Weitere Informationen in den Kaufberatungen zu
Notebooks
Netbooks


Halbfertig

Zu den Barebones Hauptunterschied zu einem Standard-PC ist: Ein Barebone ist nur halbfertig. Wie der Name Barebone (Englisch für „nackter Knochen“) schon andeutet, besteht solch ein Computer nur aus Gehäuse, Netzteil und Hauptplatine. Sämtliche Anschlüsse sind ebenfalls vorhanden. Festplatte, DVD/Blu-ray-Laufwerk, Prozessor und Arbeitsspeicher muss man aber getrennt kaufen und selber einsetzen.

Selber Hand anlegen

Somit stellt ein Barebone den Mittelweg zwischen fertig zusammengebautem und Selbstbau-PC dar. Die knifflige Angelegenheit, Gehäuse, Hauptplatine (Motherboard) und Netzteil passend auszuwählen und zusammenzuschrauben ist bereits erledigt. Es verbleiben nur die Komponenten, deren Einbau nicht allzu kompliziert ist. Folge: Auch halbwegs fingerfertige Laien bewältigen diesen Job ohne größere Probleme.

Enger Stauraum

Einige Gehäuse sind so aufgebaut, dass beim Einbau der fehlenden Komponenten eine bestimmte Reihenfolge eingehalten werden muss, da sonst nicht alles hineinpasst. Grund: Die kleinen Gehäuse zwingen die Hersteller, jeden Kubikzentimeter im Gehäuse raffiniert auszunutzen. In der Regel liegen den Gehäusen dafür gute Dokumentationen bei. Wer diese aufmerksam studiert, muss keine Probleme erwarten. Beruhigend kommt hinzu, dass man alles nur einmal machen muss. Ist der Barebone fertig zusammengesetzt, bleibt das Gehäuse verschlossen – wenn man möchte. Auf Wunsch lässt sich später das eine oder andere Bauteil gegen ein anderes austauschen.

Interne Ausstattung

Grafik-, Sound- und Netzwerkkarte sind oft direkt auf die Hauptplatine implementiert, sodass man sich deren Kauf und Einbau sparen kann. Wer möchte, kann aber meist eine fixe Grafikkarte zusätzlich einbauen und somit dem Bildaufbau ein wenig mehr Geschwindigkeit gönnen. Das kommt besonders Spielen und Videos zugute (mehr dazu weiter unten).

Fast alle Hersteller statten ihre Barebones mit einem 5,25-Zoll-Schacht für DVD- oder Blu-ray-Laufwerke aus und bieten darüber hinaus mindestens einen Festplattenschacht. Manchmal gibt es auch noch Raum für ein Diskettenlaufwerk (3,5-Zoll-Schacht). Da diese heutzutage aber nicht mehr zum Einsatz kommen, kann man diesen Platz aber guten Gewissens frei lassen, dort eine zweite Festplatte oder eine sehr schnelle SSD montieren.

Vorausschauend planen

Kaufberatungstipp: Da man das Gehäuse aber nicht regelmäßig auseinandernehmen möchte und nur begrenzten Platz hat, sollte man sich bei der Wahl der Komponenten gebührend Gedanken machen. Also am besten gleich eine große Festplatte wählen und möglichst zu einem leistungsfähigen optischen Laufwerk greifen, das CDs und DVDs liest und beschreibt sowie Blu-ray-Discs auslesen und eventuell auch brennen kann. Wer zunächst Geld sparen möchte, um in einigen Monaten neue Komponenten zu kaufen, müsste die zuvor installierten ausbauen und verschrotten.

Weitere Informationen in den Kaufberatungen zu
DVD-Laufwerken
Blu-ray
USB-Sticks
SSDs
Festplatten


Standardbauteile auswählen

Zu den Barebones In ein klassisches Barebone-Gehäuse lassen sich bis auf wenige Ausnahmen alle Komponenten einsetzen, die auch in ein Standard-Desktop-Gehäuse passen. Somit hat man auch hier die Möglichkeit, einen rasend schnellen Computer zu bekommen. Allerdings verspielt man damit häufig die Chance auf einen leisen PC. Denn ein Höchstmaß an Leistung beansprucht die Technik meist so stark, dass sie nach aufwendiger Kühlung verlangt. In der Regel übernehmen Lüfter diesen Job. Und die sind nun mal deutlich hörbar, besonders in leisen Umgebungen.

Kaufberatungstipp: Wer es lieber ruhig beim Arbeiten oder im Wohnzimmer haben möchte, sollte sich etwas mehr Gedanken bei der Wahl der zu installierenden Komponenten machen und auf den letzten Leistungsschub verzichten. Einen flotten Rechner können Sie trotzdem zusammenstellen.

Geschwindigkeit nach Maß

Kaufberatungstipp: Möchten Sie nicht auf extrem große Rechengeschwindigkeit verzichten und trotzdem einen Flüster-PC zusammenstellen, sollten Sie beim Prozessor ein Modell wählen, das seinen Arbeitstakt entsprechend der Anforderungen verändern kann. Diese geschieht dann automatisch, ohne dass der Anwender davon etwas bemerkt. Entsprechende Prozessoren erkennen Sie beispielsweise an den Zusätzen „Hyperthreading“ oder „Hyper Core“.

Manche Gehäuse erlauben, den Takt auch per Drehregler am Gehäuse zu regulieren und diesen nach Bedarf herauf- oder herabzusetzen. Somit kann man auf Wunsch mit Höchstgeschwindigkeit arbeiten, danach aber die Kraft reduzieren und die Lüfter zum Flüstern bringen. Ein Display neben dem Regler gibt Auskunft über die aktuelle Taktfrequenz und informiert über installierten Speicher sowie freien Platz auf der Festplatte.

Zu
Barebone-Bauteilen


Barebones mit hoher Rechenleistung

Zu den Barebones Um einen richtig potenten Rechenknecht zusammenzuschrauben, gilt es, bei der Auswahl des Mini-PC auf eine leistungsfähige Hauptplatine zu achten. Der Prozessorsockel sollte moderne Chips mit Mehrkerntechnik aufnehmen können. Kaufberatungstipp: Achten Sie darauf, dass die Auswahl nicht auf Mobilprozessoren beschränkt ist. Diese sind nicht genauso leistungsfähig wie Desktop-Versionen.

Prozessor

In Frage kommen Prozessoren der Intel-Core-i-Serie, etwa die Versionen Core i5 oder Core i7 genauso wie Phenom-II-Modelle von AMD, etwa die Modelle Phenom II X4 und X6. Der Frontsidebus ist idealerweise mit 1.333 oder 1.667 Megahertz getaktet oder vom Direct Media Interface (DMI) oder Quick Path Interconnect (QPI) abgelöst. Beide arbeiten schneller als der Frontsidebus. AMD-Hauptplatinen sollten mit Hyper Transport 3.1 arbeiten.

Der Arbeitsspeicher sollte die DDR3-Technik unterstützen und einen Arbeitstakt deutlich über 1.000 Megahertz aufweisen. Kaufberatungstipp: Setzen Sie die Speicherriegel immer paarweise ein, um die Vorteile der Zweikanaltechnik voll ausnützen zu können. Für ultimative Festplattenperformance ist ein Serial-ATA-Controller am besten gerüstet, er gestattet Datenübertragungsraten bis zu 600 Megabyte in der Sekunde. Standard-ATA-Controller schaffen demgegenüber maximal 133 Megabyte.

Erweiterungsports

Wenn man nicht einen Barebone mit Minimalgehäuse gewählt hat, kann man auch auf die fixesten Grafikkarten setzen, Voraussetzung ist ein PCIe-Steckplatz (PCI Express) auf der Hauptplatine. Nur wenige Barebones verwenden noch den AGP-Port für Grafikkarten. Er arbeitet langsamer ist aber für mittlere Ansprüche fix genug. Wer neben der Grafikkarte noch eine Erweiterung in einen PCI-Steckplatz montieren möchte, sollte auf einen flachen Lüfter auf der Grafikkarte achten. Ein zu großes Modell würde den benachbarten PCI-Slot verdecken und unbrauchbar machen.

Grafikkarte

Kaufberatungstipp: Werfen Sie vor der Auswahl der Grafikkarte auch einen Blick auf deren Energiehunger. Diesen muss das Netzteil stillen können. Da die Barebones wegen der geringen Gehäusemaße oft kleinere und somit schwächere Stromversorger einsetzen, könnte es mit absoluten Spitzenmodellen jedoch knapp mit der Energie werden. Kontrollieren Sie deshalb unbedingt den Bedarf der Grafikkarte und gleichen Sie diesen mit dem Stromverbrauch der übrigen Komponenten, besonders auch mit dem Prozessor, ab.

Ebenfalls wichtig: Die Grafikkarte muss in das Gehäuse passen. Sehr leistungsfähige Versionen sind häufig besonders sperrig und benötigen mehr Raum als andere. Vermeiden Sie auch bei der Auswahl der Grafiklösung für höchste Rechenkraft Grafikprozessoren, die für mobilen Einsatz ausgelegt sind. Diese sind auch bei nahezu Namensgleichheit stets langsamer als die Desktop-Versionen.

Wärmeentwicklung berücksichtigen

Besonders leistungsfähige Komponenten entwickeln sehr viel Wärme und benötigen deshalb eine entsprechende Kühlung. Das bedeutet: Selbst leise, temperaturgeregelte Lüfter laufen nicht selten auf Hochtouren. Selbst wenn Netzteil und Prozessor sich ein Gebläse teilen und raffinierte Heatpipe-Technik Wärme nach außen leitet, kommt doch auch noch der Lüfter der Grafikkarte hinzu. Solch ausgestattete Barebones sind somit kaum leiser als vergleichbare Desktops und kaum fürs Wohnzimmer geeignet.

Weitere Informationen in den Kaufberatungen zu
Prozessoren
Arbeitsspeicher
Mainboards
Grafikkarten
PC-Kühlung


Lautlose Barebones

Zu den Barebones Richtig leise bekommt man einen Barebone, wenn man bei der Auswahl der Komponenten mit Bedacht zu Werke geht und bereit ist, auf ein wenig Rechenpower zu verzichten. Wer beispielsweise dem Top-Prozessor ein gehobenes Mittelklassemodell vorzieht, reduziert die Wärmeentwicklung des Prozessors mitunter drastisch. Wählt man dazu noch ein Modell, welches die Wärme mit Heatpipes direkt zum Lüfter führt, der gleichzeitig auch das Netzteil kühlt, kann dieser sehr gezielt kühlen.

Dafür benötigt er eine relativ niedrige Umdrehungsgeschwindigkeit und erzeugt somit kaum hörbare Geräusche. Greift man gar zu einem Barebone mit externem Netzteil, reduziert sich der Kühlaufwand noch einmal, so dass ein deutlich kleinerer und leiserer Gehäuselüfter ausreicht.

Die richtige Grafiklösung

Setzt man außerdem auf einen integrierten Grafikchip, entfällt eine zusätzliche Kühlung für eine Grafikkarte. Für alle Standardaufgaben am PC ist die Leistung moderner Chips voll ausreichend. Deutlich mehr Grafikleistung ohne mehr Lärm erhält man durch den Einsatz lüfterloser Grafikkarten mit Passivkühlung. Diese findet man bei beiden großen Herstellern AMD (ATI) und Nvidia. Die entsprechenden Versionen erreichen auch ohne Lüfter teilweise sehr hohe Rechenleistungen. In jedem Fall bieten diese ausreichend Kraft, um selbst moderne Spiele flüssig wiedergeben zu können. Zwar verzichtet man auf Spitzenwerte bei der darstellbaren Framerate (Bilder pro Sekunde), muss dafür aber auch kein Lüftersummen ertragen.

Leise Festplatte

Weitere Geräuschdämmung ist durch die Wahl der Festplatte möglich. Statt auf Platten mit 7.200 Umdrehungen pro Minute zu setzen, kann man auch zu solchen mit 5.400 Umdrehungen pro Minute greifen. Der Geräuschpegel beim Schreiben und Lesen der Daten sinkt dadurch spürbar. Es gibt aber auch fixe Festplatten mit hoher Umdrehungsgeschwindigkeit, die kaum Geräusche machen. Man erkennt diese etwa an der Bezeichnung „silent“ im Namen.

SSD

Leiser als die leiseste Festplatte arbeiten SSDs, also Flashspeicher im Festplattengehäuse. Sie funktionieren wie ein USB-Stick völlig geräuschlos, da sie keine beweglichen Teile haben und bei der Datenverarbeitung nicht warm werden. Darüber hinaus arbeiten SSDs deutlich schneller als herkömmliche Festplatten. Nachteil bisher immer noch: Für diesen Vorteil müssen Sie etwas tiefer in die Tasche greifen. Denn SSDs sind immer noch etwas teurer als normale Festplatten.

Weiterer Schritt zu einem flüsterleisen Barebone: der Einbau eines wasserbasierten Kühlsystems. Wasser kühlt die Komponenten effektiv, ohne Lärm zu erzeugen. Der Einbau ist bei sehr kleinen Gehäusen jedoch mitunter schwierig und nicht bei allen Barebones möglich. Zudem sollte man ein gewisses handwerkliches Geschick für den Einbau mitbringen. Die Installation muss absolut fachmännisch sein. Denn austretendes Wasser würde die empfindliche Elektronik komplett zerstören. Für Einsteiger besser geeignet: Barebones mit vorinstallierter Wasserkühlung.

Fast lautlos

Beherzigt man die genannten Tipps, bekommt man als Belohnung einen fast lautlos arbeitenden PC, der auch im Wohnzimmer nicht stört. Besonders große Einschnitte in der Rechengeschwindigkeit muss man dafür nicht in Kauf nehmen. Fürs Websurfen, Fotos bearbeiten und selbst für den Videoschnitt verbleibt mehr als genug Kraft. Auch Spiele kann man in vollen Zügen genießen. Lediglich absoluten Hardcore-Gamern ist von der leisen Flüsterlösung abzuraten, sie brauchen brachiale Rechengewalt.

Weitere Informationen in den Kaufberatungen zu
PC-Kühlung
SSDs
Festplatten


Barebone als Multimedia-Zentrale

Zu den Barebones Ein flüsterleiser Barebone ist ein PC, der den Titel Multimedia-PC wirklich verdient. Ihn kann man getrost im Wohnzimmer aufstellen. Dort lässt er sich nicht nur als Computer verwenden, sondern auch als Ersatz für die HiFi-Anlage sowie als digitaler Videorekorder mit exzellentem Komfort. Zudem ist es möglich, den großen Flachbildfernseher zum Surfen zu verwenden und im Wohnzimmer PC-Spiele zu spielen. Die Spielkonsole wird so überflüssig.

Digitaler Videorekorder

Um Fernsehen gucken und Sendungen aufzeichnen zu können, braucht der Barebone einen TV-Tuner. Diesen gibt es intern als Einsteckkarte oder als externes Gerät, etwa in Form eines USB-Sticks. Die Kombination von Festplatte, Brenner und TV-Karte ersetzt einen externen Videorekorder vollständig. So ist es mit dem Barebone ebenfalls möglich, Aufnahmen zeitversetzt wiedergeben. Das bedeutet, man kann den Beginn einer Aufzeichnung schon betrachten, während diese noch nicht abgeschossen ist. Auch hier sorgt eine Fernbedienung für den nötigen Komfort.

DVD und Blu-ray

Ein DVD-Laufwerk spielt Filme ab und brennt Daten auf Rohlinge. Zur Wiedergabe hochaufgelöster Filme sollte es aber besser ein Blu-ray-Laufwerk sein. Hier gibt es sowohl einfache Abspielgeräte als auch Brenner. Die reine Abspielfunktion der Blu-ray-Laufwerke beschränkt sich jedoch auf Blu-rays. DVDs und CDs können alle Laufwerke brennen. Brenner können aufgenommene Fernsehfilme auf DVDs zu konservieren. Per Videoschnittsoftware kann man zuvor noch ungewünschte Werbeblöcke entfernen. Kaufberatungstipp: Um Filme mit HD-Auflösung brennen zu können, ist ein Blu-ray-Brenner wichtige Voraussetzung. Aufgrund des hohen Speicherplatzbedarfs für diese Aufzeichnungen sollte die Festplatte viel Speicherplatz bieten.

Audio-CDs spielt das integrierte Laufwerk ebenfalls ab. Der Ton kommt über die angeschlossenen Lautsprecher. Praktisch: Manche Barebones können Musik auch abspielen, ohne dass das Haupt-Betriebssystem hochfahren zu müssen. Dazu haben sie ein zweites, schlankes Betriebssystem auf Linux-Basis integriert. Titelinformationen und Spielzeit liest man auf einem Display an der Gehäusefront ab. Kaufberatungstipp: Für komfortable Steuerung sorgt eine Fernbedienung.

TV-Ausgang wichtig

Um das TV-Bild nicht nur am PC-Monitor betrachten zu können, sondern auch am Fernseher, ist ein entsprechender Ausgang am Barebone, respektive dessen Grafikkarte nötig. Neben einem analogen Cinch-Ausgang kommt hier vor allem ein moderner HDMI-Port in Frage. Er gewährleistet die höchste Bildqualität in HDTV-Auflösung und kann auch kopiergeschützte Bild- und Tondaten übertragen. Ein Analogausgang müsste dabei passen. Ein separater Tonausgang für digitalen Raumklang sollte ebenfalls nicht fehlen. Darüber nimmt der Barebone Kontakt zum AV-Receiver auf.

Barebone verstecken

Praktisch: Manche Barebones lassen sich an der Rückseite des Fernsehers oder eines PC-Monitors aufhängen. Dafür unterstützen sie die dort zur Wandaufhängung übliche VESA-Norm. Das macht sie nicht nur unsichtbar, der Bildschirm hält auch einen Teil der Lüftergeräusche zurück und senkt dadurch den Geräuschpegel. Damit verliert man dann jedoch die Möglichkeit, TV oder Monitor an einer Wand aufhängen zu können. Zudem kann es Probleme geben, den Barebone per Fernbedienung zu steuern, wenn beide sich per Infrarot verständigen. Denn diese Lösung benötigt Sichtkontakt zwischen Sender und Empfänger. Möglicher Ausweg: eine Bluetooth-Fernbedienung.

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Wohnzimmer-PCs
HDTV
DVD- und Blu-ray-Rekordern
Universalfernbedienungen
AV-Receivern
VESA-Norm


Ausstattung

Zu den Barebones Neben Steckplätzen und Einbauschächten für Prozessor, Speicher und Laufwerke haben Barebones noch einiges mehr zu bieten. Dazu zählen zunächst die Anschlussmöglichkeiten für externe Geräte. Fixe USB 2.0-Buchsen dürfen genauso wenig fehlen, wie schnelle Firewire-Ports. Wichtig ist auch mindestens ein USB-3.0-Anschluss. Dieser überträgt Daten um ein Vielfaches schneller als die beiden zuvor genannten und ist ideal für den Anschluss externer Festplatten. Eine Alternative dazu wäre ein eSATA-Port, den manche Hersteller häufig mit einem USB-Anschluss kombinieren. eSATA ist die externe Version der weiter oben genannten SATA-Schnittstelle. Für unkomplizierten Anschluss sollten diese nicht nur an der Rückseite, sondern zusätzlich auch an der Gehäusefront zu finden sein.

Ein echtes Plus sind Speicherkarten-Leseschächte, mit deren Hilfe die Übertragung von Digitalfotos und Videos aus der Digicam oder einer digitalen Videokamera ruckzuck erledigt ist. Kaufberatungstipp: Oft besetzen diese Lesegeräte den Schacht für ein Festplattenlaufwerk. Wer eine zweite Festplatte einsetzen möchte, sollte genau prüfen, dass neben dem Kartenleser noch Platz für das zusätzliche Laufwerk ist.

WLAN

Ebenfalls wichtig ist eine drahtlose Netzwerkkarte für bequemes Surfen ohne Kabelsalat. Diese sollte mindestens den 802.11g-WLAN-Standard unterstützen und so eine maximale Übertragungsgeschwindigkeit von 54 Megabit pro Sekunde (Mb/s) ermöglichen. Vorziehen sollten Sie aber den 802.11n-Standard, der eine Übertragungsrate von bis zu 300 Mb/s erreichen kann. Voraussetzung dafür ist, dass bereits ein WLAN-Router vorhanden ist und auch die anderen Netzwerkteilnehmer mit diesem Standard funken.

Ethernet

Wem ein kabelloses Netzwerk nicht so wichtig ist, der sollte auf einen Ethernetanschluss achten. Der ist nötig, um einen DSL-Adapter anzuschließen. Zudem gilt ein kabelgebundenes Netzwerk als sicherer als ein kabelloses, da niemand von außerhalb unbemerkt eindringen kann. Weiterer Vorteil: Die verfügbare Geschwindigkeit ist überall im Haus gleich hoch und liegt deutlich über der eines kabellosen Netzwerks. Bei einem WLAN-Netzwerk nimmt die Übertragungsgeschwindigkeit mit zunehmender Entfernung vom Router ab.

Kaufberatungstipp: Möchten Sie hin und wieder auch einen PC-Bildschirm anschließen, achten Sie auf einen DVI-Anschluss am Gehäuse. Er arbeitet digital. Der ältere, analoge VGA-Anschluss ist überflüssig. Ausnahme: Sie verwenden einen Projektor, der nur einen VGA-Ausgang besitzt.

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Funknetzwerken (WLAN)
Netzwerkkarten
Routern
Projektoren


Nicht vergessen

Zu den Barebones Da es sich bei einem Barebone nicht um einen fertig konfigurierten Computer handelt, benötigt man neben der fehlenden Hardware auch noch ein Betriebssystem. Gerne wird dieses bei der Überlegung vergessen. Mindestens den Updatepreis von Ihrem alten Betriebssystem auf eine aktuelle Variante müssen Sie dafür einkalkulieren. Teurer wird es, wenn Sie nicht zu einem Update, sondern zu einer Vollversion greifen müssen. Für eine einfache Windows-7-Version müssen Sie etwa 80 Euro kalkulieren, Top-Versionen können mehr als dreimal soviel kosten.

Wer diese Ausgabe scheut und nicht auf Windowskompatibilität angewiesen ist, kann zu einer kostenlosen Linux-Variante greifen. Möchte man diesen Weg beschreiten, sollte man aber bereits Erfahrung mit dem System besitzen, um späteren Frust zu vermeiden. Denn leider ist Linux trotz deutlicher Verbesserungen bei der grafischen Benutzeroberfläche, immer noch etwas schwerer zu durchschauen als Windows. Das Apple-Betriebssystem Mac OS X können Sie gar nicht auf einem Barebone installieren. Dieses funktioniert nur auf Apple-Computern.

Besonders wichtig vor dem Zusammenbau der Einzelteile: die Erdung. Statische Aufladung kann die empfindlichen Bauteile komplett zerstören. Berühren Sie vor dem Zusammenbau und in regelmäßigen Abständen einen Heizkörper an. Das bringt die nötige Entladung. Eleganter und noch etwas sicherer sind ein Erdungsarmband und Antistatikhandschuhe. Beide schützen die Hardware wirkungsvoll.

Zu
Antistatikhandschuhen und Handgelenkarmbändern
Betriebssystemen


Nettops

Zu den Barebones Barebones werden oft mit so genannten Nettops in einen Topf geworfen. Das sind ebenfalls kleine Computer. Nettops haben zu Barebones jedoch einen entscheidenden Unterschied: Sie sind fertig konfiguriert. Hier gilt: anschalten und loslegen. Nettops haben darüber hinaus oft noch kleinere Gehäuse. Es handelt sich im Prinzip um Netbooks für den Schreibtisch, respektive das Wohnzimmer, jedoch ohne eigenen Bildschirm. Das soll die namentliche Nähe zu den Netbooks andeuten.

Netbook für den Schreibtisch

Die Hardware von Nettops ist in der Regel auch mit der von Netbooks vergleichbar. Das bedeutet: Auf absolute Höchstleistungen müssen Sie hier in der Regel verzichten, da sehr kleine und sparsame Hardware eingesetzt ist. Zudem gilt auch: Viele Nettops haben kein optisches Laufwerk. Nur Geräte mit größerem Gehäuse haben einen DVD-Brenner. In vielen Nettops stecken kleine Festplatten, weniger Arbeitsspeicher, einfache Prozessoren und schwächere Grafikchips, die oft in den Prozessor integriert sind. Das sehr kleine Gehäuse macht das Erweitern schwierig, manchmal gar unmöglich.

Grafikkarten sind selten und lassen sich meistens auch nicht nachrüsten. Auch andere Bauteile, etwa der Prozessor, lassen sich nicht austauschen. Die internen Anschlüsse sind bescheiden. Bei den externen Anschlüssen müssen sich Nettops aber nicht von Barebones oder Desktop-PCs unterscheiden.

Günstiger Einstiegspreis

Einstiegsgeräte sind schon für sehr wenig Geld erhältlich. Solche Nettops sind vollkommen ausreichend zum Websurfen, für E-Mails-Verkehr und zum Texte schreiben. Auch zum Abspielen und Lagern von Musik reichen diese Computer. Entsprechende Nettops verwenden oft einen Einkernprozessor, den sie auch nur bei diesem Typ akzeptieren sollten.

Auf dem Markt gibt aber auch sehr kräftige Nettops. Für diese verwenden die Hersteller oft Bauteile aus Notebooks. Die kräftigeren Nettops sind Voraussetzung, wenn Sie auch Videos verarbeiten möchten. Hier müssen Sie aber genau prüfen, ob das Wunschgerät auch FullHD-Auflösung verarbeiten kann oder bei 720p, also der kleineren HD-Auflösung, Schluss ist. FullHD schaffen viele Nettops nicht. Für diesen Typ sind Mehrkern-Prozessoren eine wichtige Voraussetzung.

Langsamer als Desktop-PCs

Kräftigen Barebones können aber auch leistungsfähige Nettops nicht das Wasser reichen. Diese sind immer noch schneller und vergleichsweise günstiger. Grund: Die Hersteller können dort größere Bauteile verwenden und müssen weniger auf Energieverbrauch und Wärmeentwicklung achten, als bei den Nettops.

Im Nettop-Segment tummeln sich auch bekannte Hersteller, die ihre Mini-Computer jedoch anders betiteln. Einer davon ist Apple mit dem Mac mini. Ein anderer ist Asus. Dort tragen die Mini-PCs den Namen EeeBox, analog zu den Eee-PC-Netbooks.

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Desktop-PCs
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Nettops
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