Wenn die Anschlüsse knapp werden oder wichtige Schnittstellen fehlen, gibt es keinen Grund, gleich einen neuen Computer zu kaufen. Günstiger und schneller geht es, entsprechende Anschlüsse nachzurüsten: mit einem Controller. Solch eine Einsteckkarte für PC und Notebook hilft schnell aus der Klemme und kann dem Datentransfer zudem richtig Beine machen. Worauf Sie bei der Auswahl achten und auf welchen Controller Sie setzen sollten, klärt unsere Kaufberatung.
- Praktischer Ausbau
- Alle Anschlüsse belegt
- USB 2.0
- USB 3.0
- Firewire und Firewire 800
- Serial-ATA
- SCSI
- Fibre-Channel
- RAID
- Controller fürs Notebook
- Seriell und Parallel
Praktischer Ausbau

Stau im System. Haben Sie ein Schnittstellenproblem? Alle Anschlüsse sind bereits belegt oder Ihrem PC fehlen wichtige Kontakte wie Firewire, USB. 3.0 oder andere? Halb so schlimm! Es muss nicht gleich ein neuer Computer her. Mit einer Erweiterungskarte, neudeutsch Controller, können Sie schnell und leicht neue Anschlüsse schaffen und die Leistungsfähigkeit des PCs erhöhen.
Das gilt auch fürs Notebook. Auch ihm kann man sehr einfach neue Anschlüsse spendieren, sogar noch viel komfortabler als beim Desktop-Rechner. Voraussetzung für die Erweiterung sind mindestens ein freier PCI-Steckplatz beim Schreibtisch-Computer sowie ein PC- oder ExpressCard-Schacht am Notebook.
Praktisch: Da die Controller zumeist nicht teuer sind, muss man keine große Angst vor falschen Kaufentscheidungen haben. Damit Sie aber ohne Umwege genau die Erweiterung Ihrer Wünsche bekommen, erklären wir in der Kaufberatung die Unterschiede der wichtigsten Controller und erläutern, worauf Sie beim Kauf achten sollten. (pr)
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Desktop-PCs •
Notebooks
Alle Anschlüsse belegt

Einen Controller, respektive eine Schnittstellenkarte, kauft man meist aus zwei Gründen: Entweder möchte man den Computer um eine neue Anschlussart erweitern oder dessen Leistungsfähigkeit erhöhen. Im ersten Fall bekommt der Computer einen Anschluss, den er bisher nicht besitzt, beispielsweise einen Firewire-Controller. Im zweiten Fall stellt man einem vorhandenen Anschluss einen schnelleren zur Seite, ergänzt also eventuell einen USB-3.0-Anschluss und kann fortan Daten schneller austauschen.
Wer hingegen nach einem Controller Ausschau hält, über dessen Fähigkeiten der PC eigentlich schon verfügt, dessen Steckkontakte aber alle belegt sind, sollte überlegen, ob er nicht stattdessen zu einem Hub greift. Ein Hub ist quasi ein Mehrfachstecker. Er bietet oft zwischen vier und acht Anschlüsse und wird mit einem Kabel an eine gleichwertige Buchse am PC angeschlossen. Ein USB-Hub nimmt also zum Beispiel Kontakt zu einer USB-Schnittstelle auf.
Hub statt Karte Mit einem Hub löst man eine zu geringe Schnittstellenzahl viel eleganter. Denn man erspart sich das Öffnen des Computers und belegt auch keinen der knappen PCI-Steckplätze. Zudem kann man ihn direkt auf den Schreibtisch stellen und hat so alle Anschlüsse schnell im Zugriff. Auf der anderen Seite muss man sich ein weiteres, wenn auch kleines Gerät auf den Schreibtisch oder das PC-Gehäuse stellen. Das benötigt Platz und erhöht mit dessen eigenen Anschlusskabeln möglichen Kabelsalat.
Interne Lösung Eine Alternative ist eine interne Version. Sie benötigt am Schreibtisch-PC einen freien Laufwerksplatz. Dort baut man eine Blende mit den zusätzlichen Anschlüssen ein. Der Anschluss erfolgt intern an die Hauptplatine. Dazu ist ein entsprechender freier Anschluss oder ein Controller nötig. Zudem ist es unumgänglich, den Computer zu öffnen und nach dem richtigen Anschluss Ausschau zu halten, wenn man eine Lösung ohne Controller versuchen möchte. Dieser Weg eignet sich somit nur für Anwender, die ein wenig Erfahrung haben. Wer sich diese Erweiterung zutraut und den nötigen Anschluss an der Hauptplatine frei hat, erhält so eine besonders elegante Lösung.
Wählen Sie einen externen Hub, sollten Sie auf eine aktive Version setzen, die über ein eigenes Netzteil Strom bezieht. So haben Sie an jedem Anschluss volle Leistung. Bekommt der Verteiler stattdessen den Strom ausschließlich über den USB-Port vom Computer, können Probleme auftreten. Da die Schnittstelle nur begrenzt Strom liefern kann, droht schnell ein Engpass, wenn mehrere Verbraucher am Hub gleichzeitig Strom benötigen. Das ist vielleicht zu verschmerzen, wenn man den MP3-Player gerade nicht mit neuer Musik betanken kann, aber höchst ärgerlich, wenn der Drucker nur noch Fehler meldet, anstatt zu drucken.
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USB-Hubs
USB 2.0

Ein USB-2.0-Controller ist eine sinnvolle Anschaffung für alte Computer, die nur über Standard-USB-Anschlüsse verfügen, so genannte USB-1.1-Ports. Diese Schnittstelle ist mit ihrer maximalen Übertragungsrate von gut einem Megabyte in der Sekunde nicht mehr zeitgemäß. Wer seinen MP3-Player mit neuen Musikalben füllen oder seine Urlaubsbilder von der Digitalkamera übertragen möchte, muss sich mit ihr in Geduld üben.
Diesen Flaschenhals kann man mit einem USB-2.0-Controller weit öffnen. Fast fünfzig Mal mehr Daten lassen sich durch den schnelleren Port transportieren. Das ist so fix, dass es sogar problemlos möglich ist, externe Festplatten oder auch DVD/Blu-ray-Brenner dort anzuschließen. Kaufberatungstipp: An den fixen Anschluss kann man auch guten Gewissens langsamere Komponenten mit USB-1.1-Technik anschließen. Die Schnittstelle ist abwärtskompatibel. Allerdings arbeiten diese auch am schnellen Port weiterhin langsam.
Keine alten Betriebssysteme Für den Einsatz von USB 2.0 sollte man aber idealerweise mindestens Windows XP auf dem Computer installiert haben, da bei älteren Systemen die Gefahr besteht, dass die Hardware nicht erkannt wird.
Um einem Engpass vorzubeugen, ist es sinnvoll eine Controller-Karte mit möglichst vielen Anschlüssen zu kaufen, andernfalls ist bald eine Zusatzinvestition in einen Hub fällig. Einige Anbieter umschiffen dieses Problem elegant, sie bieten ein Bundle aus USB-Controller und Hub an. Mit solch einem Paket schlägt man gleich zwei Fliegen mit einer Klappe: Man hat von Beginn an viele Anschlüsse zur Verfügung und kann - dank Hub - das Krabbeln unter den Schreibtisch minimieren, indem man diesen neben den Monitor stellt. So finden Drucker, Scanner und Co. an der PC-Rückseite Anschluss, während man MP3-Player, Digicam, Speicherstift und andere portablen Geräte bequem auf dem Schreibtisch ankoppelt.
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USB
USB 3.0

Top-Tipp unserer Kaufberatung: Wenn USB-Anschlüsse knapp werden, kann man aber auch gleich auf USB-3.0-Anschlüsse wechseln. Dieser Standard ist etwa zehnmal schneller als der Vorgänger USB 2.0, kommt folglich auch mit schnellsten Festplatten zurecht. Bis zu 350 Megabyte Daten lassen sich darüber in der Sekunde übertragen – zumindest theoretisch. Die volle Geschwindigkeit gibt es jedoch nur, wenn man die Controller-Karte in einen PCI-Express-2.0-Steckplatz einsteckt. Ältere Anschlüsse als dieser erreichen nicht die gleiche hohe Leistungsfähigkeit und drosseln den Durchsatz.
Auch der 3.0-Standard ist abwärtskompatibel. Alte Geräte lassen sich somit auch daran weiterverwenden. USB-3.0-Kabel passen größtenteils ebenfalls an die alten Steckplätze. Allerdings nicht alle. So klappt es nicht mit den Typen B, Mini- und Micro-B sowie Mini-A. Grund: USB-3.0-Kabel benötigen mehr Adern, sind deshalb dicker und erfordern dadurch teilweise besondere Stecker.
Die Systemvoraussetzungen sind kaum höher als für USB 2.0. Schon mit Windows XP ist der Einsatz von USB 3.0 möglich. Bedingung dafür ist jedoch, dass der Controller-Hersteller entsprechende Treiber mitliefert. Denn in Windows XP sind diese nicht vorhanden. Um die volle Leistungsfähigkeit von USB 3.0 Nutzung zu können, sollten die übrigen Bauteile des Computers nicht zu alt sein, und die erforderlichen Datenmengen bewältigen können.
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USB 3.0
Firewire und Firewire 800

Ein Firewire-Anschluss ist unter Umständen wichtig, wenn man eine digitale Videokamera hat und seine Filme ohne Qualitätsverlust in den PC überspielen möchte. Nahezu alle modernen Kameras haben einen entsprechenden Ausgang, so dass nur noch ein Kabel zwischen PC und Kamera fehlt. Neben einer Videokamera lassen sich auch Scanner, einige Digitalkameras sowie externe Festplatten an der Schnittstelle anschließen. Sämtliche Geräte lassen sich - genau wie am USB-Port - während des Rechnerbetriebs an- und abstöpseln.
Die Firewire-Schnittstelle - auch Firewire 400 oder iLink genannt - bietet nahezu dieselbe Übertragungsgeschwindigkeit wie der USB-2.0-Port; Firewire bringt es auf 400 MBit/s (Megabit pro Sekunde) wohingegen USB 2.0 480 MBit/s ermöglicht. Inzwischen gibt es aber mit Firewire 800 eine Weiterentwicklung, die deutlich schneller ist und bis zu 800 MBit/s über den Bus schaufelt. Um diese Geschwindigkeit ausnutzen zu können, bedarf es jedoch eines entsprechenden Controllers und einer solchen Schnittstelle an den anzuschließenden Geräten.
An die Zukunft denken Kaufberatungstipp: Wer heute einen Firewire-Controller kaufen möchte, sollte sich überlegen, ob er nicht gleich zu einer Firewire-800-Version greift, selbst wenn man kein entsprechendes Gerät besitzt. Denn mit diesem Controller ist man für die Zukunft gerüstet. Probleme mit langsameren Komponenten sind nicht zu erwarten, da das System abwärtskompatibel ist, alle vorhandenen Firewire-Geräte lassen sich daran nutzen.
Allerdings gilt auch für beide Firewire-Versionen wie für USB 2.0: Man sollte mindestens Windows XP einsetzen. Denn mit älteren Versionen sind Probleme zu erwarten und der reibungslose Betrieb ist nicht gewährleistet.
Zu
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Firewire-Controllern
Serial-ATA

Serial-ATA ist die Weiterentwicklung der IDE-Schnittstelle. An sie schließt man Laufwerke wie vor allem Festplatten oder auch DVD/Blu-ray-Laufwerke an. Serial-ATA bietet gegenüber dem herkömmlichen IDE-Controller diverse Vorteile. So steigt die maximale Datenübertragungsrate von 133 Megabyte in der Sekunde (MB/s) bereits in der langsamsten Serial-ATA-Version auf 150 MB/s. Die zweite Version Serial-ATA 3 steigert den Durchsatz um das Doppelte auf bis zu 300 MB/s. In der aktuellsten Version Serial-ATA 6 lassen sich bis zu 600 MB/s übertragen.
Weiterer Pluspunkt: Es gibt den lästigen Master-/Slavemodus nicht mehr. Bis zu sechs Geräte lassen sich direkt an den Controller anschließen. Da auch die Kabelstränge schmaler und dünner sind, gibt es weniger Kabelsalat und bessere Luftzirkulation im PC-Gehäuse als mit IDE-Laufwerken.
Auch extern nutzbar Ein Serial-ATA-Controller ist aber nicht nur für den Anschluss interner Laufwerke geeignet. Moderne Controller unterstützen auch so genanntes eSerial-ATA. Darüber lassen sich externe Laufwerke anschließen und somit auch da die hohen Geschwindigkeiten nutzen. Aktuell beträgt die maximale Datenrate für eSerial-ATA bis zu 300 MB/s. Damit ist diese Lösung deutlich schneller als USB 2.0 oder Firewire und in etwa vergleichbar mit USB 3.0 und SCSI (siehe nächstes Kapitel). Zu bedenken gibt es aber: Die Übertragungsgeschwindigkeit steht für den gesamten Anschluss zur Verfügung. Sind mehrere Laufwerke angeschlossen und zeitgleich im Betrieb, müssen sich diese die Bandbreite teilen.
Mehr Speed für alle Kaufberatungstipp: Wer zu einem Serial-ATA-Controller greift, macht seinen PC schlanker und gleichzeitig leistungsfähiger. Deshalb sollte man den IDE-Controller direkt aufs Altenteil schicken und nicht nur eine neue Festplatte an den Controller anschließen, sondern auch die übrigen Komponenten. Zwar sind die Steckerverbindungen unterschiedlich, doch mittels Adapter finden auch alte Laufwerke den Anschluss an den neuen Controller.
Serial-ATA-Controller setzen nicht zwingend Windows XP, Vista oder Windows 7 voraus, sie arbeiten auch mit älteren Versionen. Allerdings sollte der Rechner nicht allzu alt sein, damit er den ungeheuren Datenstrom auch verarbeiten kann. Denn eine fixe Serial-ATA-Festplatte nützt wenig, wenn die übrigen Hardwaremitstreiter wegen Altersschwäche die Leistung ausbremsen.
Zu
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Serial-ATA-Controllern •
Zubehör für Controller •
IDE-Controllern
SCSI

Die SCSI-Schnittstelle (sprich Skasi) setzt man heute überwiegend in professionellen Video- und Audio-Schnittsystemen sowie in Servern ein. Grund: SCSI-Festplatten gelten als schnell und sehr zuverlässig. Sie arbeiten mit bis 15.000 Umdrehungen in der Sekunde. Bis zu 320 Megabyte in der Sekunde können fixe Platten mit einem Spitzencontroller untereinander austauschen.
Zudem lassen sich an einen SCSI-Controller bis zu 15 Festplatten oder andere Geräte anschließen. Die Geräte kann man sowohl intern als auch extern an den Controller anstöpseln. Neben Festplatten trifft man relativ häufig auch auf professionelle Scanner mit SCSI-Anschluss. Grund: Der ungeheure Datenberg, der beim Scannen in hoher Auflösung entstehen kann, soll möglichst schnell in den PC gelangen.
Unterschiedliche Versionen Vorsicht ist aber bei der Auswahl geboten. Viele verschiedene SCSI-Versionen tummeln sich auf dem Markt. Sie bieten unterschiedliche Übertragungsgeschwindigkeiten und unterscheiden sich in der Anzahl unterstützter Geräte. Weiterer wichtiger Unterschied: die Verbindungsstecker. Es gibt kleine schmale mit vielen Steckkontakten (Pins) genauso wie große breite mit unterschiedlich vielen Kontakten. Kaufberatungstipp: Zwar gibt es Adapter zur Überbrückung, doch sollte man von vornherein auf ein einheitliches System setzen.
SCSI-Controller arbeiten auch in älteren Windows-Versionen. Bei der Auswahl von Controller und Hardware sollte man darauf achten, dass man Hardware wählt, die den jeweiligen PC nicht überfordert und er die Daten ausreichend schnell verarbeiten kann. Kaufberatungs-Top-Tipp: SCSI-Geräte sollte man möglichst nicht während des PC-Betriebs an- oder abstöpseln, das kann irreparable Schäden zur Folge haben. Immer erst den PC ausschalten, Geräte anschließen und vor dem PC-Start einschalten.
Serielles SCSI Auch im SCSI-Lager gibt es einen seriellen Nachfolger: Serial Attached SCSI oder kurz SAS. Anders als normales SCSI arbeitet SAS nicht mehr parallel. Es erreicht dadurch Übertragungsraten von bis zu 750 MB/s. Man nutzt es daher überwiegend im professionellen Umfeld und in RAID-Systemen (siehe weiter unten). Die maximal nutzbare Anzahl von anschließbaren Laufwerken ist von 15 auf bis zu 128 erhöht. Es ist sogar möglich, große Festplattenverbunde mit bis zu 16.000 Geräten aufzubauen.
Zu
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SCSI-Controllern
Fibre-Channel

Bei Fibre-Channel handelt es sich eigentlich nicht um einen Anschlusstyp, sondern um ein Übertragungsprotokoll. Man verwendet es in der professionellen Netzwerktechnik, um Daten zwischen Servern auszutauschen. Für sehr ambitionierte Privatanwender und kleine Unternehmen ist die einfachere Version interessant. Sie trägt die Bezeichnung Arbitrated Loop (AL) und erlaubt, bis zu 127 Geräte miteinander zu verbinden. Der Abstand kann untereinander bis zu 30 Meter betragen, wenn man zur Verbindung Kupferkabel verwendet. Um die Distanz zu steigern, wäre auch die Verwendung von Glasfaserkabeln möglich. Diese erhöhen den maximalen Abstand bis auf zehn Kilometer.
Um die Verbindung zu einem oder beiden Kabeltypen aufnehmen zu können, ist ein entsprechender Controller nötig. Die Festplatten rotieren mit 10.000 - 15.000 Umdrehungen pro Minute etwa doppelt so schnelle wie Modelle für Heimanwender. Das macht sie sehr schnell aber auch relativ teuer. Die maximale Datenrate beträgt je nach Version zwischen 128 und 1.024 MB/s. Greifen mehrere Anwender gleichzeitig auf die Festplatten zu, müssen diese sich die Bandbreite teilen.
Zu
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Fibre-Channel-Controllern
RAID

RAID-Controller RAID steht für „Redundant Array of Independent Disks“ und bedeutet, dass mehrere Festplatten in einem Verbund zusammenarbeiten. Für den Einsatz eines solchen Festplattenverbundes sprechen zwei wichtige Gründe: höhere Datenübertragungsraten und höhere Datensicherheit. Beides ist aber nicht immer gleichzeitig zu bekommen, oft entscheidet man sich für das eine oder das andere. RAID-Controller gibt es für die IDE-, Serial-ATA-, SCSI- und SAS-Schnittstelle.
Doppelte Geschwindigkeit Welche Technik ein RAID-Controller unterstützt, erkennt man am Modus, auch Level genannt. Wir konzentrieren uns in dieser Kaufberatung auf die wichtigsten RAID-Level. Sie lauten 0, 1, 1.5, 5 und 10 (auch 0+1 genannt). Im Level 0 wird die Übertragungsrate dadurch erhöht, dass man den Datenstrom auf zwei identische Festplatten aufteilt. Da jede Platte nur jeweils die Hälfte aller Daten aufnimmt und somit nur ihre halbe Leistungsfähigkeit dazu benötigt, verdoppelt dieser Modus die Übertragungsgeschwindigkeit. Nachteil: Fällt eine Platte aus, sind alle Daten verloren. Dieser Level bietet somit keine erhöhte Datensicherheit.
Doppelte Daten Beim Level 1 werden die exakt gleichen Daten demgegenüber auf zwei identische Festplatten geschrieben, so dass eine immer ein Spiegelbild der anderen ist. Die Geschwindigkeit bleibt davon unberührt, doch die Sicherheit ist enorm verbessert: Fällt eine Platte aus, bleibt die Kopie auf der zweiten erhalten.
Fix und sicher Level 1.5 ist ein jüngerer Sprössling in der RAID-Familie. Auch er benötigt zwei identische Festplatten und spiegelt den Inhalt der ersten Platte auf der zweiten, ganz so, wie es auch unter Level 1 geschieht. So lassen sich auch hier beim Ausfall einer Platte die Daten der intakten weiter verwenden. Unterschied zu Level 1: Diese Technik gestattet, die Daten mit doppelter Geschwindigkeit auszulesen. Beim Schreibvorgang gibt es aber keinen Tempogewinn.
Sehr schnell und sicher schreibt man Daten mit dem Level 5. Hierfür sind mindestens drei identische Festplatten nötig. Alle drei werden wie ein Laufwerk behandelt und können entsprechend schnell beschrieben und ausgelesen werden. Damit ähnelt dieser Level dem Level 0. Unterschied ist aber: Etwa ein Fünftel der Gesamtkapazität steht nicht für die Daten zur Verfügung, denn dort legt der Controller wichtige Informationen (Parity-Daten) zur Wiederherstellung bei Systemausfall ab.
Doppelt schnell und doppelt sicher Satte vier baugleiche Festplatten sind für den RAID-Level 10, auch 0+1 genannt, nötig. Denn hier werden jeweils zwei Festplatten per Level 0 kombiniert, so dass die Datenrate sich verdoppelt, während die beiden anderen Festplatten per Level 1 jeweils ein Spiegelbild der ersten beiden Platten speichern. Somit ist auch diese Lösung sehr schnell und sehr sicher, aber auch nicht ganz billig.
Eine Ausnahme und kein RAID-Level im üblichen Sinne ist JBOD. Das Kürzel steht für „Just a Bunch Of Disks“ und bedeutet, dass mehrere Platten gleicher oder unterschiedlicher Größe zu einem großen Laufwerk kombiniert werden. Dadurch ergibt sich aber weder ein Geschwindigkeitsvorteil noch erhöhte Datensicherheit.
Controller-Ausfall Kaufberatungstipp: Ein schwebendes Problem beim Einsatz eines RAID-Systems ist der Controller. In der Regel lassen sich die auf die Festplatten verteilten Daten nur mit dem Controller, der die Speicherung organisiert hat oder einem exakt baugleichen wieder auslesen. Hat dieser eine Fehlfunktion oder ist defekt, bleibt der Datenzugriff verwehrt. Dann ist es wichtig, dass der Hersteller passende Ersatzteile hat und den Controller reparieren kann. Eine sinnvolle Alternative ist daher, beim Einrichten eines RAID gleich einen zweiten, identischen Controller mitzubestellen. Im Notfall ist dann nur der Austausch nötig.
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RAID-Controllern
Controller fürs Notebook

Einen zusätzlichen Controller kann man nicht nur dem Desktop-PC, sondern auch seinem Notebook spendieren. Dank externem Erweiterungsschacht ist der Ausbau zudem um einiges einfacher. Man braucht lediglich die entsprechende Karte in den Schacht stecken und nicht extra das Gerät mit dem Schraubenzieher zu öffnen.
Bei Notebooks trifft man auf zwei unterschiedliche Erweiterungsschächte. Älter ist der PC-Card-Schacht, den man auch unter der Bezeichnung PCMCIA antreffen kann. Entsprechende Steckkarten haben etwa Größe und Form von Kreditkarten, sind jedoch geringfügig dicker. Die ExpressCard ist der Nachfolger dieses Typs. Sie ist etwa halb so breit bei gleicher Dicke. Neben der Form ist die höhere Geschwindigkeit der größte Unterschied zwischen beiden. Die theoretische Maximalbandbreite beträgt für die ExpressCard 500 Megabyte pro Sekunde und ist damit etwa viermal so hoch wie bei der PC-Card. Verglichen mit älteren PC-Card-Versionen, die noch mit 16-Bit Busbreite arbeiten ist die Geschwindigkeit sogar bis zu 40-mal höher. In der Praxis liegen die Werte jedoch deutlich darunter.
Notebook-Controller Für das Notebook gibt es USB-, USB-2.0-, USB-3.0-, Firewire- und auch SCSI-Controller als einsteckbare PC-Card. Kaufberatungstipp: Praktisch sind Karten, die zwei Techniken kombinieren. So findet man beispielsweise solche, die USB und Firewire auf einer Karte bieten. Das spart Platz, denn Kartenschächte sind sehr begrenzt; viele Notebooks besitzen nur einen Schacht. Wer zwei unterschiedliche Controller einsetzen möchte, muss also - wenn möglich - zu einer Kombikarte greifen oder Karten-Jockey spielen, was auf Dauer lästig wird.
Selbst wessen Notebook zwei Schächte bietet, fährt mit einer kombinierten Karte besser. Denn so spart man einen wichtigen Steckplatz, der beispielsweise für eine drahtlose Netzwerkkarte oder TV-Tuner zur Verfügung stehen muss. Sollte es eng werden, bleibt aber die Möglichkeit, die Karten nach Bedarf zu tauschen. Denn man braucht ja nicht ständig sämtliche Anschlüsse.
Neustart überflüssig Wer mindestens Windows XP einsetzt, kann die Controller sogar während des Betriebs austauschen. Das Tool „Hardware sicher entfernen“, das man unten rechts in der Taskleiste findet, macht es möglich. Für ältere Systeme liefern die Controller-Hersteller oft ein entsprechendes Utility mit, so dass auch hier ein Neustart überflüssig ist.
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Notebooks
Seriell und Parallel

Moderne PCs besitzen immer öfter nur noch moderne Schnittstellen. Alte Bekannte wie die serielle und parallele Schnittstelle, die für alte Hardware wie etwa Modem, Drucker oder Spezialzubehör nötig sind, fallen häufig dem Rotstift zum Opfer. Zugegeben, ihre technischen Leistungen sind komplett veraltet. Doch wer noch alte Peripheriegeräte hat, die er nicht austauschen möchte, weil er sich einen neuen Computer gekauft hat, wird die alten Ports schmerzlich missen. Das umso mehr wenn sich die jeweiligen Geräte nicht auf USB und Co. umrüsten lassen und zwingend alte Anschlüsse voraussetzen. Glücklicherweise lassen sich aber auch diese alten Schnittstellen durch geeignete Controller-Karten in jeden PC nachrüsten.
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