Fürs Backup, als zentrale Sammelstelle für Daten oder als Privatcloud fürs Internet – ein Netzwerkspeicher kann viele Funktionen erfüllen und ist eine sinnvolle Ergänzung für ein Heimnetzwerk. Spaß machen Netzwerkspeicher aber nur, wenn sie leicht zu bedienen sind und flott zu Werke gehen. Worauf Sie bei der Auswahl achten sollten, erfahren Sie in dieser Kaufberatung.
- Zentrales Datenlager
- NAS und NDAS
- Interne Festplatte
- Anschluss
- Multifunktionsgerät
- Prozessor und Arbeitsspeicher
- Sparfüchse
Zentrales Datenlager

Notebook, Netbook, PC, Tablet und Smartphone – sie alle sind hungrig auf Daten. Sie sollen Bilder, Videos, Dokumente und anderes anzeigen. Problem: Nicht alle haben genügend Platz für sämtliche Daten. Zudem wäre ein Datenabgleich für zwei, drei oder mehr Geräte aufwendig und zeitraubend. Die Lösung: ein Zentralspeicher, auf dem sämtliche Daten liegen und auf den alle Geräte Zugriff haben - ein Heimserver.
Das ist eine zentrale Netzwerkfestplatte oder ein potenter Netzwerkspeicher mit nahezu PC-Funktionalität, auch NAS genannt. Beide gewähren Zugriff auf Daten, ohne dass ein weiterer Computer im Netzwerk angeschaltet sein muss. Viele können sogar Musik und Video streamen und diese Daten etwa auch an einen Fernseher senden. Dazu benötigen die Empfänger keinen Platz für das gesamte Datenpaket, sondern nur Zugang zum Netzwerk.
Mit Druckerserver Oft kann ein Netzwerkspeicher auch Kontakt zu weiteren Geräten aufnehmen. So haben viele eine USB-Schnittstelle und einen integrierten Druckerserver. Ein angeschlossener Drucker steht allen Geräten im Netzwerk zur Verfügung, ohne dass dieser eine eigene Netzwerkschnittstelle benötigt.
Ein Server ist also nicht mehr nur etwas für kleine und große Unternehmen, sondern auch eine sinnvolle Ergänzung für ein privates Netzwerk. im Büro, wie auch zuhause, übernimmt ein Netzwerkspeicher eine weitere wichtige Rolle als zentrales Backup-Medium. Er sichert die Daten aller PCs nach festem Zeitschema oder auf Knopfdruck. Praktisch!
Unverzichtbar In einem Netzwerk mit regem Datenaustausch ist solch ein Server nahezu unverzichtbar. Er lässt sich zudem schnell und einfach integrieren. Denn er ist leicht zu konfigurieren. Bei der Ausstattung gibt es jedoch teilweise gewaltige Unterschiede. Daher ist es nicht ratsam, einfach zum nächstbesten Netzwerkspeicher zu greifen. Wer möglichst viel für sein Geld bekommen möchte, sollte vorher die folgenden Kapitel dieser Kaufberatung lesen. (pr)
Weitere Informationen in der Kaufberatung zu
•
Druckservern Zu
•
Backup-Software
NAS und NDAS

Äußerlich unterscheiden sich viele Netzwerkspeicher kaum von einer externen Festplatte und sind auch nur unwesentlich teurer. Allerdings gibt es zwei markante Unterschiede. Das eine ist eine Ethernet-Schnittstelle für die Netzwerkanbindung und das zweite ein Buchstabenkürzel im Namen oder der Beschreibung. Hier trifft man zumeist auf bereits erwähnte NAS, aber immer wieder auch auf NDAS. NAS steht für Network Attached Storage, auf Deutsch etwa: ans Netzwerk angeschlossener Speicher. NDAS steht demgegenüber für Network Direct Attached Storage, was sich kaum anders übersetzen lässt und nur verdeutlicht, dass der Speicher direkt ans Netzwerk angeschlossen wird.
Unterschiede Äußerlich unterscheiden sich beide Systeme eigentlich nicht. Die Unterschiede liegen in der Bedienung und der Konfiguration. Beide Servertypen schließt man per Ethernet an einen Router oder Switch an. Den NAS-Server konfiguriert man per Webbrowser, so dass alle PCs ihn erkennen und darauf zugreifen können. Die Inbetriebnahme ist ganz einfach. Wer es geschafft hat, das Netzwerk aufzubauen, wird mit dem Netzwerkspeicher spielend fertig. Eine Treiberinstallation ist auf den Computern nicht nötig, PCs und Speicher kommunizieren über das Netzwerkprotokoll TCP/IP, das auch im Internet verwendet wird.
Da sich der Datenserver wie ein Netzwerk-PC verhält, können auch Linux-PCs und Apple-Computer mit ihnen in einem gemischten Netz Daten austauschen; dies ist nicht nur Windows-Rechnern vorbehalten. Ebenfalls praktisch: Die Speicherkapazität lässt sich in der Regel einfach erweitern, indem man an einen freien Anschluss eine externe Festplatte andockt.
Leicht zu bedienen Per Konfigurationsmenü kann man die Zugriffsrechte für alle beteiligten Anwender begrenzen. Bei einfachen Systemen klappt das etwa durch die Vergabe von Passworten für bestimmte Verzeichnisse oder Bereiche auf dem Netzlaufwerk. Bei ausgefeilteren Systemen kann man das Verhalten für jeden Nutzer einzeln festlegen. Statt mit Passwörtern zu arbeiten, kann man dann etwa die gesperrten Verzeichnisse einfach ausblenden. Dann merkt der jeweilige Anwender nicht, dass ihm der Zugriff auf bestimmte Bereiche verwehrt ist.
Nachteil NAS Wo Licht ist, ist auch Schatten. So gibt es auch bei dieser Technik einen Nachteil: die Transfergeschwindigkeit. Über das Netzwerk sind die Transferraten deutlich geringer, als bei normalen externen Festplatten. Allerdings, wenn man einmal nicht den Netzwerkzugriff benötigt und den Speicher direkt an einen Computer anschließt, erzielt man in der Regel normal hohe Übertragungsleistungen.
NDAS-Unterschiede Auffälligster Unterschied zwischen NDAS und NAS: Um NDAS-Speicher nutzen zu können, muss auf dem jeweiligen PC eine Treibersoftware installiert sein. Die Konfiguration des Speichers erfolgt darüber und nicht über einen Webbrowser. Diese Geräte besitzen meistens einen leistungsfähigen Controller, wodurch sie Daten schneller übers Netzwerk übertragen können als NAS-Server. Setzt man NDAS-Server in einem Gigabit-Netzwerk ein, können sie im Idealfall nahezu mit gleichhoher Datenübertragungsrate arbeiten, wie eine via USB-2.0-Schnittstelle angeschlossene externe Festplatte. In einem langsameren Netzwerk ist die Geschwindigkeit allerdings spürbar geringer.
Auch dieser Typ lässt sich durch Anschluss von weiteren Festplatten erweitern. Besonders schön: Manche Server gestatten es, mehrere Festplatten zu einem Verbund (RAID) zu kombinieren. Je nach Typ lässt sich dadurch entweder die Geschwindigkeit oder die Sicherheit erhöhen.
Nachteile NDAS Durch die nötige Treiberinstallation kann es zu Inkompatibilitäten mit anderer Software kommen. Auch der Betrieb in gemischten Netzen mit Linux- und Apple-Computern ist nicht ohne weiteres nötig. Voraussetzung: Für diese Systeme müssen ebenfalls Treiber zur Verfügung stehen. Weiteres mögliches Problem: Streamingboxen und viele Media Center verweigern häufig die Installation von zusätzlichen Treibern, somit können diese nicht auf die Inhalte eines NDAS zugreifen.
Gemeinsamkeiten Beide Systeme haben auch Gemeinsamkeiten. Nur am Router oder Switch angeschlossen, sind sie für alle Netzwerkteilnehmer nutzbar. Schließt man sie direkt über USB oder einen anderen Schnittstellentyp an einen Computer an, kann nur noch dieser auf die Daten zugreifen. Weiterhin muss man bei beiden mit Geschwindigkeitseinbußen rechnen, wenn man Prozesse auslöst, die normalerweise nur auf einem PC stattfinden. Damit ist etwa das Defragmentieren der Netzwerkfestplatte gemeint. Solch ein Vorgang würde den gesamten Datenverkehr im Netz ausbremsen.
Weitere Informationen in den Kaufberatungen zu
•
Festplatten •
Mediastreaming •
USB •
Routern •
Netzwerke
Interne Festplatte

Nicht alle Netzwerkspeicher werden mit Festplatte ausgeliefert. Ein Teil der Geräte besteht nur aus Gehäuse und der nötigen Technik. Hier hat man selbst die Chance oder die Pflicht ein oder mehr Laufwerke einzubauen. Das lässt dem Anwender die Möglichkeit, selbst zu bestimmen, welche Festplatte er verwenden möchte.
Baugröße Standardgeräte arbeiten mit 3,5-Zoll-Festplatten, wie man sie auch in Desktop-PCs findet. Sie sind schnell und bieten sehr hohe Speicherkapazität. Obendrein sind sie relativ kostengünstig. 3,5-Zoll-Festplatten sind allerdings nicht sehr klein, so dass das Gehäuse des Netzwerkspeichers relativ groß sein muss. Das umso mehr, wenn er zwei oder mehr Festplatten aufnimmt. 2,5-Zoll-Festplatten sind deutlich kleiner. Sie arbeiten in Note- und Netbooks. Entsprechende Gehäuse benötigen somit weniger Platz.
Festplatten mit 2,5 Zoll Bauhöhe erreichen nicht die gleiche Geschwindigkeit wie die größeren Versionen. Das gilt auch, wenn sie genauso schnell drehen. Denn bei den größeren Festplatten befinden sich mehr Daten auf einer Spur. Aufgrund der geringen Baugröße ist der maximale Speicherplatz zudem geringer und die Festplatten sind etwas teurer. Der Geschwindigkeitsunterschied macht sich allerdings nur bei direktem Anschluss an einen Computer bemerkbar und hat keinen wesentlichen Einfluss bei reinem Netzwerkbetrieb.
Maximalkapazität Bei der Auswahl der Festplatten sollte man auch auf die maximale Kapazität achten, die der Server verwalten kann. Überschreitet man diese Grenze durch Einsatz einer zu großen Festplatte, verschenkt man Speicherplatz und Geld. Denn der überschüssige Bereich liegt ungenutzt brach. Lassen sich zwei oder mehr Festplatten einsetzen, kann man diese meist zu einem RAID verbinden. Oft unterstützen NAS-Server aber nur einige RAID-Modi.
Ein RAID bietet sich bei einem Netzwerkspeicher vor allem dazu an, die Datensicherheit zu erhöhen. So ist es möglich, den Inhalt einer Festplatte automatisch auf eine zweite Festplatte spiegeln zu lassen. Fällt ein Speicher aus, liegen die Daten auch noch auf der zweiten Festplatte. Allerdings: Überträgt ein PC fehlerhafte Daten oder gar einen Virus in den Netzwerkspeicher, schützt auch das RAID nicht, da beides auf sämtlichen Festplatten landet. Zudem steht nur die Hälfte der Gesamtkapazität zur Verfügung.
Mehr Sicherheit Höhere Sicherheit ohne den Einsatz eines RAIDs versprechen Netzwerkspeicher, die mit besonders ausfallsicheren Festplatten ausgestattet sind. Diese sind für den ununterbrochenen Einsatz optimiert und sollten unter normalen Umständen zuverlässiger Arbeiten als Standardmodelle. Verlassen sollte man sich darauf aber nicht. Um die Daten bestens zu schützen, bietet sich eine zusätzliche externe Festplatte oder ein Bandlaufwerk für den Netzwerkspeicher an. Darauf lassen sich die Daten nach Überprüfung auf dem Heimserver als Backup anlegen. Besonders schön ist es, wenn das auch auf Knopfdruck funktioniert, ohne ein Programm oder den Webbrowser an einem Computer aufrufen zu müssen.
Geschwindigkeit Da die Geschwindigkeit über das Netzwerk zumeist geringer als bei Direktanschluss als externe Festplatte ist, lassen sich die Leistungswerte guten Gewissens vernachlässigen. Ganz außer Acht lassen sollte man sie jedoch nicht, denn Zugriffszeit und Datenübertragungsrate werden immer auch dann wichtig, wenn mehrere Anwender gleichzeitig auf den Server zugreifen. In diesen Fällen hat es Vorteile, wenn die Festplatte fix arbeiten kann, so dass der Geschwindigkeitseinbruch möglichst gering ausfällt.
Berücksichtigen sollte man die Leistungsdaten, wenn man den Speicher auch hin und wieder direkt an einen PC anschließen möchte. Dann ist volle Leistung wichtig. Kurze Zugriffszeiten auf die Daten und möglichst hohe Übertragungsraten haben dann einen hohen Stellenwert. Auch die Umdrehungsgeschwindigkeit sollte stimmen. Moderne Festplatten rotieren mit 7.200 Umdrehungen pro Minute. Langsamere Festplatten sind nicht mehr zeitgemäß und mehr Umdrehungen machen nur Sinn, wenn das Gerät nicht direkt am Arbeitsplatz steht. Denn die Geräuschentwicklung ist bei höherer Geschwindigkeit teilweise enorm und kann störend wirken.
Ruhe Wenn absolute Ruhe wichtig ist, kann man auf besonders leise Festplatten setzen. Diese gibt es auch mit 7.200 Umdrehungen pro Minute. Entsprechende Versionen tragen häufig eines der Worte „silent“ oder „quiet“ (engl. für ruhig) im Namen. In der Regel steckt im Gehäuse aber noch ein Lüfter, der ebenfalls Lärm verursachen kann. Um dessen Aktivität gering zu halten, ist es wichtig, den Netzwerkspeicher so aufzustellen, dass er genügend Luft bekommen kann. Eine kühle Umgebung verhindert unnötigen Lüfterlärm und schützt gleichzeitig die Daten. Denn wenn es zu warm wird, droht der Hitzetod. Kaufberatungstipp: Für einen kühlen Ort eignen sich auch Heimserver, die ohne Lüfter arbeiten. Hier ist das Angebot allerdings begrenzt.
Eine geräuschlose Alternative bieten SSDs. Der Flash-basierte Speicher hat keine beweglichen Teile und ist daher mucksmäuschenstill. Zudem arbeitet er schneller als herkömmliche Festplatten. Dieser Vorteil ist über ein Netzwerk nicht nutzbar, nur bei Direktanschluss an einen Computer. SSDs sind teurer als herkömmliche Festplatten und bieten nur begrenzten Speicherplatz. In vorkonfigurierten Heimservern stecken daher in der Regel herkömmliche Festplatten.
Cache Ebenfalls wichtig für schnelles Arbeiten ist der Zwischenspeicher oder Cache. Je größer dieser ist, desto mehr Daten kann er zwischenlagern und diese umso schneller bei einer erneuten Anfrage wieder zur Verfügung stellen. Kopiert man aber überwiegend große Datenblöcke und arbeitet wenig auf der Festplatte, etwa indem man dort viele Daten dekomprimiert oder dupliziert, hat ein großer Cache nur geringe Vorteile.
Dateisystem Ganz gleich, ob man den Server mit oder ohne Festplatte gekauft hat, sollte man vor Inbetriebnahme überprüfen, welches Dateisystem auf der eingesetzten Festplatte verwendet wird. Das ist ganz einfach herauszufinden: Machen Sie einen Doppelklick auf das Arbeitsplatzsymbol, wählen Sie im sich öffnenden Fenster das entsprechende Festplattensymbol mit der rechten Maustaste aus und klicken Sie im aufklappenden Kontextmenü auf „Eigenschaften“. Nun öffnet sich ein Fenster, in dem Sie das Dateisystem der Festplatte ablesen können.
NTFS statt FAT32 Vermutlich steht dort NTFS und das ist auch gut so. Denn dieses System kennt die Begrenzungen des älteren FAT32 nicht. Letzteres ließe es nicht oder nur mit Problemen zu, dass zwei oder mehr Anwender gleichzeitig auf die Festplatte zugreifen könnten. NTFS arbeitet demgegenüber in jeder Situation effizienter. Es kann Fehler automatisch erkennen und beheben, besitzt eine umfassendere Rechteverteilung und gestattet eine höhere Maximalgröße einer Festplatte, beziehungsweise Partition. So gestattet FAT32 nur Partitionsgrößen bis zu 32 Gigabyte, zumindest wenn man die in Windows integrierte Formatierfunktion verwendet. Mit anderen Tools ließe sich diese Sperre jedoch umgehen. Gleichzeitig begrenzt FAT32 die maximale Größe einer Datei auf vier Gigabyte.
Weitere Informationen in den Kaufberatungen zu
•
Festplatten •
SSDs •
Backup-Laufwerken
Anschluss

Wie schon genannt, ist für den Anschluss ans Netzwerk eine entsprechende Schnittstelle nötig. Diese sollte mindestens nach Fast-Ethernet-Standard arbeiten, was eine theoretische Übertragungsrate von bis zu 100 Megabit in der Sekunde garantieren würde. Um aber den Geschwindigkeitsnachteil zu externen, direkt an einen PC angeschlossenen Festplatten besser ausgleichen zu können, wäre ein Gigabit-Netzwerk mit Übertragungsraten von bis zu 1.000 Megabit pro Sekunde besser geeignet.
Kaufberatungstipp: Es genügt nicht, einen Netzwerkspeicher mit entsprechend schneller Schnittstelle zu kaufen. Um die hohe Geschwindigkeit erreichen zu können, müssen alle ans Netzwerk angeschlossenen Geräte, wie Computer, Router, Switch und andere, den schnellen Standard unterstützen. Auch die Netzwerkkabel müssen mit den hohen Raten zurechtkommen können. (Details zur erreichbaren Netzwerkgeschwindigkeit weiter unten.)
WLAN Es ist auch möglich, einen Netzwerkspeicher per WLAN zu betreiben. Da hier die Übertragungsraten jedoch deutlich unter denen der kabelgebundenen Lösung liegen, macht eine WLAN-Anbindung nur Sinn, wenn man keine großen Datenmengen transferieren möchte. Regelmäßige Backups erfordert auf diesem Wege viel Geduld. Anders sieht es mit dem Streamen von Daten aus. Um Videos - auch in HD-Auflösung - zu senden, reicht eine kabellose Verbindung aus. Das allerdings nur, wenn Sender und Empfänger den schnellen n-Standard (802.11n) verwenden. Er erlaubt, theoretisch bis zu 300 Megabit pro Sekunde zu übertragen. Der langsamere g-Standard (802.11g) ist für HD-Videos zu langsam und kann auch bei kleineren Auflösungen zu Rucklern führen. Problemlos streamt diese Version nur Musik.
USB Für den Anschluss an einen PC oder um Peripheriegeräte anschließen zu können, sind weitere Ports nötig. Allen voran die USB-2.0-Schnittstelle. Hier ließe sich nicht nur eine externe Festplatte ankoppeln, um das Fassungsvermögen des Netzwerkspeichers zu erhöhen, sondern etwa auch ein Drucker, sollte der Speicher einen Druckerserver besitzen. USB 2.0 ist in der Lage, bis zu 60 Megabyte Daten pro Sekunde zu transferieren.
Moderner und schneller ist die USB-3.0-Schnittstelle. Sie ist kompatibel zum Vorgänger, kann aber zehnmal so viele Daten pro Sekunde transferieren. Das übersteigt die Leistung eines Netzwerkanschlusses um ein Vielfaches. Ein USB-3.0-Anschluss macht somit nur dann Sinn, wenn man daran eine Festplatte mit entsprechendem Anschluss betreiben und Sicherungskopieren des Netzwerkspeichers anlegen möchte.
Firewire Eine Alternative zu USB 2.0 wäre ein Firewire-Anschluss. Hier ließen sich ebenfalls weitere Festplatten anschließen, ein Drucker aber sehr wahrscheinlich nicht, auch wenn es technisch möglich wäre. Denn Firewire ist als Druckeranschluss unüblich. Die Schnittstelle gibt es in zwei Variationen: als Firewire 400 und 800. Erstere Version kann bis zu 50 Megabyte pro Sekunde über den Anschluss schaufeln, während Letztere mit bis zu 100 Megabyte die doppelte Menge in gleicher Zeit bewältigt.
eSATA Auch eSATA, die externe Version des seriellen ATA-Anschlusses, findet man zunehmend als Anschlussalternative. Daran lassen sich ebenfalls externe Festplatten zur Speichererweiterung anschließen. Serial-ATA ist derzeit die schnellste Verbindungsmöglichkeit mit bis zu 600 Megabyte pro Sekunde. Ältere, langsamere Versionen mit 150 und 300 Megabyte Transferrate pro Sekunde sind ebenfalls noch deutlich fixer als USB 2.0 und beide Firewire-Versionen. Hier gilt jedoch dasselbe wie für den USB-3.0-Anschluss. Ihr Einsatz macht nur für Backups des Netzwerkspeichers auf externe Festplatten Sinn.
Interner Anschluss Kaufberatungstipp: Möchten Sie künftig den Speicher erweitern können, achten Sie auf weitere freie Schächte im Gehäuse, in die Sie eine oder mehrere zusätzliche Festplatten einsetzen könnten. Auch hier gilt es, auf die Schnittstelle zu achten. Um stets höchste Geschwindigkeit erreichen zu können, ist eine Serial-ATA-Schnittstelle vorteilhaft. Der langsamere IDE-Anschluss gilt als veraltet.
Weitere Informationen in den Kaufberatungen zu
•
Controllern •
Netzwerkkabeln •
USB •
Funknetzwerken
Multifunktionsgerät

Zahlreiche Netzwerkspeicher sind viel mehr als reine Datenlagerstätten. Manche sind echte Multitalente, die fast so viele Eigenschaften bieten wie ein PC. Einige Geräte können so beispielsweise den Router ersetzen. Als Router-Ersatz ist WLAN-Funktionalität Pflicht. Doch sollte der Server in jedem Fall auch per Kabelverbindung ins Netzwerk eingebunden sein, da dieses beim Übertragen großer Datenmengen immer noch deutlich schneller ist.
Router mit NAS-Funktionalität Es gibt auch Router, die sich durch Anschluss von einer oder mehrerer Festplatten sowie USB-Sticks zu einem Netzwerkspeicher aufwerten lassen. Das hat den Vorteil, dass die Suche nach einem Aufstellort entfallen kann, da der Router seinen Platz bereits hat. Zudem ist er schon mit Computer und Co. verbunden.
Oft bieten entsprechende Router jedoch nicht den gleichen Komfort wie ein vollwertiger Netzwerkspeicher. Der größte Nachteil dieser Lösung ist meist eine geringe Verarbeitungsgeschwindigkeit der Daten. Denn Router-Prozessoren sind normalerweise nicht für NAS-Betrieb optimiert. Musik oder Video zu einem Netzwerkteilnehmer zu streamen funktioniert oft. Probleme tauchen aber auf, wenn ein zweiter Teilnehmer Daten anfordert. Auch Datensicherung überfordert die meisten Geräte. Sie erreichen dabei nur sehr geringe Transferraten.
Integrierte Server Netzwerkspeicher bieten teilweise auch einen Web-, FTP- oder E-Mail-Server. Damit kann man den Zugriff auf das Internet ausweiten. Per FTP-Server können Nutzer Daten kopieren. So lässt sich leicht und unkompliziert eine private Datencloud einrichten, auf die man von überall über das Internet auf die eigenen Daten zugreifen kann. Ein Plus ist in diesem Zusammenhang, wenn der Netzwerkspeicher auch Musik und Videos über das Internet auf iPhone und Co. streamen kann. Kaufberatungstipp: Wer darauf Wert legt, sollte zu einem NAS greifen, das eine entsprechende App im Lieferumfang hat. Das erleichtert die Konfiguration und den Zugriff auf die Daten. Entsprechende Geräte funktionieren auch als lokaler Medienserver und können Musik und Videos durchs ganze Haus schicken. Eine dazu nötige Software sollte zum Lieferumfang gehören.
Genutzt als Webserver, kann ein Netzwerkspeicher die eigene Webseite im Internet veröffentlichen und als E-Mail-Server steuert es die elektronische Post für alle Netzwerkteilnehmer. Ist zudem eine Firewall integriert, braucht man keinen entsprechenden Softwareschutz mehr für jeden ans Netzwerk angeschlossenen Computer, da die Hardwarevariante die Kontrolle bereits an der Schnittstelle zum Internet übernimmt.
Druckerserver Ebenfalls vorteilhaft ist ein bereits angesprochener Druckerserver. Hier warten jedoch häufig Einschränkungen. So lässt sich beispielsweise nicht immer die volle Funktionalität des Druckertreibers nutzen, wie es bei einem Direktanschluss an den PC möglich wäre. Normale Druckbefehle lassen sich in der Regel jedoch problemlos absenden. Handelt es sich um ein Multifunktionsgerät, kann es sein, dass man nicht alle Funktionen von allen PCs aus nutzen kann. So ist es möglich, dass etwa die Scan- und Faxfunktion per Netzwerkzugriff nicht zur Verfügung stehen. Ob hier Probleme zu erwarten sind, sollte man über die technischen Angaben oder die Webseite des Druckerherstellers erfahren können.
Automatische Backups Ideal für die Datensicherung ist eine eingebaute Backup-Funktion. Ist sie aktiv, sichert der Server vollautomatisch die Daten eines oder mehrerer PCs. Dies lässt sich entweder per Software zu festen Zeiten planen oder per Knopfdruck am Gerät direkt auslösen. Praktisch, denn dann muss man weder Software noch Webbrowser dafür starten.
Automatische Downloads Ein wahrer Leckerbissen für alle, die gerne und viel Daten aus dem Internet laden, ist eine integrierte und vollautomatisch ablaufende Downloadmöglichkeit. Einige Netzwerkspeicher haben dazu einen Bit-Torrent-Client integriert. Andere können auch via HTTP oder FTP eigenständig kopieren. Auch hierzu muss kein PC in Betrieb sein. Die zu kopierenden Daten trägt man in einer Liste ein, die der Server nacheinander abarbeitet. Die Daten legt er auf der Festplatte ab.
Praktisch wäre eine Timerfunktion, um die Kopiervorgänge dann starten zu können, wenn man die Netzwerkkapazität nicht für anderes benötigt. Mindestens eine Pausenfunktion sollte jedoch vorhanden sein, um alle Downloads anhalten zu können. So kann man zum Arbeiten die volle Netzkapazität nutzen. Anschließend deaktiviert man die Pausenfunktion und stellt dem Server die volle Bandbreite für die Downloads zur Verfügung. Sollen die Downloads nebenbei ablaufen, während man auch Platz im Netz für anderes benötigt, ist es wichtig, die Bandbreite für das Kopieren begrenzen zu können.
Streamripper Ebenfalls klasse: ein so genannter Streamripper. Entsprechend ausgestattet schneidet der NAS-Server über das Internet gesendeten Ton, etwa von Radiosendern, mit und legt diesen als Datei auf der Festplatte ab. Empfängt er dabei auch ID3-Tags, lassen sich die Titel und Interpreten identifizieren und entsprechend kennzeichnen. Das i-Tüpfelchen dieser Lösung ist eine automatische Schnittfunktion, so dass die Titel fix und fertig auf der Festplatte landen.
Entladestation Hat man mit ständig vollen Speicherchips bei der Digicam zu kämpfen, freut man sich möglicherweise über eine automatische Kopierfunktion am Netzwerkserver. Dazu einfach Kamera per USB-Kabel anschließen, den entsprechenden Button aktivieren und die Fotos werden auf die Festplatte übertragen. Eine Alternative zur Kabelverbindung ist ein in den Server integriertes Kartenlesegerät, in das man den Speicherchip einschiebt. Auch hier kopiert man die Daten durch Knopfdruck.
Bedienungshilfe Je umfangreicher der Funktionsumfang, desto komplizierter ist mitunter die Bedienung. Um diese zu erleichtern und Fehler beim Einstellen zu vermeiden, ist ein Wizard, also ein Hilfsprogramm hilfreich, das den Anwender an die Hand nimmt und Frage für Frage nacheinander abarbeitet. Wichtig auch: ein Reset-Schalter. Macht man einen Einstellungsfehler und der Zugang zur Steuerung bleibt verwehrt, lässt sich darüber der Server wieder auf Werkseinstellungen zurücksetzen.
Weitere Informationen in den Kaufberatungen zu
•
Mediastreaming •
Druckerservern •
USB-Sticks •
Mobiltelefonen •
Tablet-PCs •
Speicherkarten
Prozessor und Arbeitsspeicher

Bei Netzwerkspeichern, die viele der genannten Services zur Verfügung stellen, kann man fast schon von kleinen Computern sprechen. So verwundert es auch nicht, dass in den Heimservern Prozessor und Arbeitsspeicher stecken, die den Datenverkehr koordinieren. Genau wie für Notebook und Desktop-PC gilt auch hier: Je leistungsfähiger diese Komponenten sind, desto fixer arbeitet die Mediazentrale.
Besonders wichtig ist eine hohe Verarbeitungsgeschwindigkeit immer dann, wenn mehrere Geräte gleichzeitig Daten anfordern. Diese Anfragen arbeitet ein Server nacheinander ab. Ist der Prozessor nicht sehr kräftig und der Zwischenspeicher knapp, kann es hier zu unangenehmen Wartezeiten kommen. Die drohen auch, wenn die Aufgaben sehr anspruchsvoll sind. Das ist etwa dann der Fall, wenn der Server, Videodaten dekodieren und verschicken soll.
Hohe Übertragungsraten Ein guter Prozessor ist auch nötig, um hohe Datenübertragungsraten erreichen zu können. Mit langsamen Prozessoren sind nicht selten nur zehn bis 20 Megabyte pro Sekunde möglich. Das gilt selbst dann, wenn eine schnelle Gigabit-Schnittstelle vorhanden ist, die eigentlich über 100 Megabyte pro Sekunde bewältigen sollte. Ein fixer Prozessor, etwa ein Atom-Modell mit zwei Rechenkernen von Intel, stellt hohe Datenübertragungsraten von 40 bis 80 Megabyte pro Sekunde sicher. Höher steigt die Rate normalerweise nicht. Ist Datenverschlüsselung aktiv, benötigt der Netzwerkspeicher mehr Rechenkraft, gleichzeitig sinkt durch den Rechenvorgang die Transferrate.
Kaufberatungstipp: Der Arbeitsspeicher sollte ein bis zwei Gigabyte groß sein. Greifen mehrere Anwender gleichzeitig auf den Server zu, ist mehr Speicher besser. Wie leistungsfähig der Server sein muss und wie viel Speicher nötig ist, hängt also davon ab, was man mit dem Gerät vorhat. Generell sollte man etwas Puffer einplanen. Wer sich gut vorstellen kann, den Netzwerkspeicher zu mehr als nur zum Datenablegen zu verwenden, sollte darauf achten, dass das Gerät auch mehr als das leisten kann.
Weitere Informationen in den Kaufberatungen zu
•
Prozessoren •
Arbeitsspeicher
Sparfüchse

Wer viele der genutzten Extrafunktionen nutzt oder bisher stets einen zweiten PC laufen lässt, damit er Zugriff auf wichtige Daten hat, kann mit einem Netzwerkspeicher einiges sparen. An erster Stelle steht dabei Strom. So benötigt ein Zentralspeicher deutlich weniger Strom als ein PC. Bis zu 90 Prozent Energie lässt sich im Vergleich sparen. Die Anschaffungskosten für den Server hat man also schnell wieder erwirtschaftet. Obendrein ist ein Heimserver in der Regel deutlich leiser als ein PC, was Ohren und Nerven dankend quittieren. Zwischen den Geräten gibt es aber ebenfalls Unterschiede. So lässt sich zusätzlich sparen, wenn man einen Netzwerkspeicher mit niedrigem Stromverbrauch wählt.
Kaufberatungstipp: Möchten Sie selbst entscheiden, welchen Festplatten ins Gehäuse kommen, achten Sie bei den Laufwerken auf Energiesparmodelle. Diese erkennen Sie beispielsweise an Namenszusätzen wie GP (Green Power), LP (Low Power) oder auch EC (EcoGreen). Allerdings: Entsprechende Versionen sind oft nicht ganz so leistungsfähig wie Top-Festplatten.
Platz sparen Wer ein echtes Multitalent kauft, das auch den Router, einen Druckerserver, das Backup-Laufwerk, den Mediaserver und vielleicht noch andere Geräte ersetzt, spart viel Platz unterm Schreibtisch. Ganz zu schweigen vom reduzierten Kabelsalat und endlich wieder freien Steckdosen. Zudem muss man sich nicht um die Konfiguration all dieser Geräte kümmern, sondern kann alle Funktionen in nur einem einzigen Menü durchführen. Sehr praktisch! Multitalente benötigen jedoch mehr Strom als eine einfachere Netzwerkfestplatte. Ihr Stromverbrauch ist etwa mit dem eines Netbooks vergleichbar.
Um bei allen Typen möglichst Strom sparen zu können, sollten diese einen Ruhezustand besitzen, in den sie bei längerer Pause hineinfallen. Ebenfalls wichtig ist ein An/Ausschalter, um den Netzwerkspeicher nachts und bei Abwesenheit ganz vom Netz trennen zu können. Eine mögliche Alternative dazu wäre eine Steckerleiste mit An/Ausschalter.
Weitere Informationen in der Kaufberatung zu
•
Steckerleisten
Weitere Kaufberatungen aufrufen