Kaufberatung Umschaltboxen


  1. Zentrale Kontrollstation
  2. Unterschiedliche Anwendungsgebiete
  3. Umschaltboxen für zu Hause
  4. Lieferumfang
  5. Die Anschlüsse
  6. Bedienung
  7. KVM-Switches für die Netzwerkadministration
  8. Verwaltung
  9. Darauf achten

Zentrale Kontrollstation

Zur den Umschaltboxen Irgendwann ist es soweit, dann steht fast jeder vor der Entscheidung, seinen alten, ehemals so teuren, PC zu verschrotten oder neben dem neuen schnelleren Rechenknecht weiter zu benutzen. Immerhin lässt sich auch ein betagter Computer noch wunderbar als Brennstation, Netzwerkserver, Webserver oder als digitaler Videorekorder einsetzen.

Das Problem ist nur? Wo soll man einen zweiten Monitor aufstellen und jeweils eine zweite Tastatur und Maus ablegen? Warum eigentlich alles doppelt kaufen? Das muss gar nicht sein. Beide Rechner können sich die gesamte Peripherie bequem teilen. Statt Platz und Geld für die doppelte Ausrüstung zu verschwenden, klemmt man einfach eine Umschaltbox, auch KVM-Switch genannt, zwischen PCs und restlicher Hardware.

Fortan steuert eine Tastatur mit Maus beide Computer, während nur ein Monitor zeigt, was auf den Rechnern geschieht. Die Umschaltbox steuert, welches Bild angezeigt wird und welcher PC die Steuersignale erhält. Um zwischen den PCs hin- und herzuschalten, genügt das Auslösen einer Tastenkombination auf der Tastatur oder ein Knopfdruck an der Umschaltbox.

Wer will, kann auch mehr als zwei PCs zentral ansteuern. Ob zwei, vier oder acht PCs, die genialen Geräte verwalten fast beliebig viele Computer. Es gibt sogar Versionen, die sich durch den Anschluss zahlreicher Umschaltoxen erweitern lassen und somit mehrere hundert PCs zentral ansteuern können. Damit sind sie ein ideales Werkzeug für Netzwerkadministratoren, die sämtliche Server eines Unternehmens von ihrem Arbeitsplatz aus kontrollieren müssen.

Möchte man solch einen nützlichen Helfer einsetzen, sollte man jedoch nicht nur die Anzahl der Computer beachten, die eine Umschaltbox verwalten kann. Wichtig sind auch der Umgang mit weiteren Geräten, wie beispielsweise Lautsprecher und Drucker sowie die technischen Spezifikationen.

Um Ihnen die Auswahl zu erleichtern, erläutern wir in den folgenden Kapiteln, worauf Sie beim Kauf besonderes Augenmerk legen sollten. (pr)

Unterschiedliche Anwendungsgebiete

Zur den Umschaltboxen Grundsätzlich unterscheidet man bei den Umschaltboxen zwischen einfachen Versionen für den Privatgebrauch, die meist zwei bis acht PCs bedienen können und solchen, die der Verwaltung zahlreicher Server dienen. Beide Versionen tragen auch den Namen KVM-Switch, was für Keyboard-Video-Mouse-Umschalter steht.

Während die Heimversionen kaum größer als externe Festplatten sind, die liegend oder aufrecht stehend auf dem Schreibtisch Platz finden, handelt es sich bei den professionellen Umschaltern meist um breite und flache Geräte im 19-Zoll-Format, die sich in Serverschränke einbauen lassen.

Wir beschäftigen uns zunächst mit den Boxen für den Heimgebrauch und gehen weiter unten auf die speziellen Anforderungen für Netzwerkadministratoren ein.

Umschaltboxen für zu Hause

Zur den Umschaltboxen Für den Heimgebrauch gilt oft das bereits beschriebene Szenario: ein neuer PC ist angeschafft, der alte ist aber zu schade zum Entsorgen und lässt sich gut für einfache Arbeiten weiterverwenden. Manchmal existiert daneben sogar noch ein dritter PC, beispielsweise ein Notebook.

Zunächst gilt es also, die Entscheidung zu treffen, wie viele PCs an den Switch anschließbar sein sollen. Umschaltboxen für zwei Computer sind für viele häufig ausreichend. Etwas Reserve bieten Boxen für vier Rechner. Wer überlegt, ein Notebook zu kaufen, sollte auf Nummer sicher gehen und einen KVM-Switch mit mehr Anschlüssen wählen.

Es ist leider nicht Standard, dass auch Audiogeräte, wie Lautsprecher oder Mikrofone sowie Drucker, Scanner oder externe Festplatten, an den Boxen Kontakt finden. Möchte man auf jedem Rechner, die gesamte Hardwareausrüstung zur Verfügung haben, muss man die Ausstattungsliste genau studieren.

Gibt es beispielsweise einen oder mehrere USB-Ports am Switch, sollte man Wert darauf legen, dass es sich um schnelle USB-2.0-Anschlüsse handelt. Denn nur sie gewährleisten flotten Datenverkehr mit Festplatte oder Scanner.

Datenaustausch ist zwischen den angeschlossen Computern durch die Umschaltbox übrigens nicht möglich. Dazu wäre zusätzlich der Aufbau eines kleinen Netzwerkes nötig, was aber technisch kein Problem ist.

Lieferumfang

Zur den Umschaltboxen Vorsicht Kostenfalle! Besonders günstige Umschaltboxen erreichen ihr Preisniveau oft nur deshalb, weil der Hersteller an den Kabeln gespart hat. Fehlen diese, wird eine saftige Zusatzinvestition nötig. Hier muss man pro angeschlossenen PC ein Monitor-, ein Tastatur- und ein Mauskabel anschaffen. Das geht ins Geld!

Sind Kabel dabei, sollten diese ausreichend lang sein, um von den PCs bis auf den Schreibtisch zu reichen. Die meisten Hersteller legen den Boxen Kabel mit 1,80 Meter Länge bei, was in der Regel ausreichend ist. Einige Switches kommen aber auch mit deutlich kürzeren Strängen.

Eine Menge loser Kabel führen schnell zu Kabelsalat. Um den zu vermeiden, legen manche Hersteller ihren Umschaltboxen gebündelte Kabelstränge bei. Hier sind alle für einen PC nötigen Kabel zu einem zusammengefasst. Das hat nicht nur optische Vorteile, es erleichtert auch die Verkabelung. Allerdings kann man mit Klebeband oder Klettverschlussbändern die Kabel genauso gut selber zusammenbinden.

Umschaltboxen mit fest angelöteten Kabeln haben Vor- und Nachteile. Zunächst wird die Verkabelung erleichtert und man spart sperrige Stecker am Gehäuse der Umschaltbox. Allerdings ist man damit auf die vorgegebene Kabellänge festgelegt und kann diese nicht gegen längere tauschen. Zusätzlich wird die Box komplett unbrauchbar, wenn eines der Kabel beschädigt wird.

Auch wenn die Verkabelung dank farbiger Stecker und gleichfarbiger Anschlüsse einfach und intuitiv ist, ist ein Handbuch von Vorteil. Es kann bei Problemen wichtige Hinweise liefern. Idealerweise liegt dieses in deutscher Sprache bei.

Die Anschlüsse

Zur den Umschaltboxen Nicht unwichtig ist die Frage der Anschlüsse. Und zwar nicht nur deren Anzahl, sondern auch deren Ort. Idealerweise liegen die Ports für die ansteuernde Tastatur und Maus vorne an der Front und sämtliche anderen Anschlüsse gegenüber auf der Rückseite.

Leider gibt es aber einige Umschaltboxen, die auch Anschlüsse an den Gehäuseseiten haben. Sind diese belegt, benötigt selbst eine kleine Box auf einmal sehr viel Raum fürs Aufstellen. Das ist unpraktisch und sieht auch nicht schön aus. Praktisch sind Towergehäuse; sie nehmen - aufrecht stehend - besonders wenig Platz in Anspruch

Die meisten Umschaltboxen bekommen ihren Strom über einen seriellen Anschluss von einem der PCs. Einige besitzen aber auch ein eigenes Netzteil, das sich ebenfalls hinten am Gehäuse anschließen lassen sollte. Zudem benötigt man einen freien Platz in der Steckdosenleiste.

Schauen Sie auch auf die Monitoranschlüsse. Setzen Sie bisher auf rein digitale Signalübertragung per DVI (Digital Video Interface), müssen Sie bei fast allen Switches einen Rückschritt zu analogen Ports in Kauf nehmen. DVI-Anschlüsse sind dort noch Mangelware. Gleichzeitig gilt zu beachten, dass es Grenzen für Monitorauflösung und Bildwiederholfrequenz gibt. Schauen Sie unbedingt darauf, dass die Umschaltbox die von Ihnen verwendeten Parameter bedienen kann.

Bedienung

Zur den Umschaltboxen Das Umschalten zwischen den angeschlossenen Computern kann auf unterschiedliche Weise erfolgen. Üblich sind der Wechsel per Tastenkombination auf der Tastatur oder direkt am KVM-Switch mittels Druckknopf oder Drehschalter.

Ein Wechsel per Tastenkombination ist eigentlich elegant. Leider ist diese Kombination aber meist nicht frei wählbar und die Hersteller haben etwas eigenwillige Varianten wie gleichzeitiges Mehrfachdrücken der Steuerungs- (Strg) und Rollen-Taste eingestellt. Falls die Kombination nicht veränderbar ist, sollte man Wert darauf legen, sie deaktivieren zu können. Denn mitunter verwenden einige Programme oder Spiele just diese Kombination, so dass es leicht zu Problemen kommen kann.

Erfolgt der Wechsel am Switch per Druckbutton, sollte für jeden Rechner ein separater Knopf zur Verfügung stehen, zumindest wenn mehr als zwei PCs angeschlossen sind. Andernfalls ließe sich nicht jeder Computer direkt auswählen, sondern alle PCs würden der Reihe nach durchgeschaltet, bis der gewünschte aktiv ist. Um erkennen zu können, welches PC-Bild angezeigt wird, sollte eine Leuchtdiode darauf hinweisen.

Zu Umschaltboxen mit Drehschalter kann man nicht guten Gewissens raten. Grund: der Schalter unterliegt dem Verschleiß und gibt früher oder später auf. Hinzu kommt, dass ein Drehschalter immer nur alle PCs der Reihe nach aktivieren kann. Weiterhin nachteilig: ein Drehschalter erfordert mehr Kraftaufwand zum Umschalten als ein Druckknopf. Die Box muss folglich sehr gut erreichbar sein, um problemlos schalten zu können und sie muss stabil und schwer genug sein, um nicht bei jedem Schaltvorgang zu verrutschen.

Top-Switches bieten einen besonderen Service: ein Umschaltmenü auf dem Bildschirm. Es wird per Tastendruck aktiviert. Der Wechsel des aktiven PCs löst man durch Bewegen der Pfeiltasten mit anschließendem Druck auf die Entertaste aus, oder per Mausklick. Ein Bildschirmmenü ist umso praktischer, je mehr PCs angeschlossen sind. Denn die optionale Namensvergabe für die Rechner im Menü erhöht die Übersicht.

Eine optische und/oder akustische Anzeige des Umschaltvorgangs sollte für jede Box selbstverständlich sein. Ebenso wichtig ist der gute Stand. Denn Kabel und Stecker üben hohe Kräfte auf die kleinen Boxen aus. Ein schweres stabiles Metallgehäuse kann diesem mehr entgegensetzen als eine leichte Plastikhülle. Gummifüße schützen vor ständigem Verrutschen auf dem Schreibtisch.

KVM-Switches für die Netzwerkadministration

Zur den Umschaltboxen Für Umschaltboxen zur Netzwerkadministration gilt prinzipiell das Gleiche wie für Heimgeräte. Sie machen Maus, Monitor und Tatstatur für jeden einzelnen PC respektive Server überflüssig. Alle teilen sich eine Steuereinheit und werden zentral bedient. Unterschiede sind hier allerdings: die Anzahl der verwalteten Rechner, sowie eine größere Entfernung zu diesen.

Serverräume sind keine guten Arbeitsplätze. Sie liegen meist geschützt vor Feuer und Wasser in Kellern oder besonderen Gebäuden und werden extra gekühlt, damit die vielen Maschinen nicht heiß laufen. Zudem entwickeln die Server im Verbund eine sehr hohe Lautstärke. Folglich arbeitet niemand dauerhaft unter diesen schlechten Bedingungen.

Damit der Administrator nicht ständig zum Serverraum laufen muss, was Zeit und somit Geld kostet, bietet sich die Fernwartung geradezu an. Stehen die Rechner nur ein zwei Räume weiter, lässt sich die Verbindung noch mit Standardkabeln herstellen; bis zu 30 Meter kann man mit ihnen etwa überbrücken. Ist der Abstand größer, setzt man besser auf Netzwerkkabel. Damit lassen sich immerhin bis zu 300 Meter überwinden. Bei noch größeren Entfernungen bedient man sich des Telefonkabels oder des Internets.

Für Verbindungen über das Internet, dem so genannten "KVM-over-IP" (IP: Internetprotokoll) benötigt man spezielle Switches, die dieses Verfahren beherrschen. Da sich das Internetprotokoll auch auf kürzeren Distanzen im eigenen Netzwerk einsetzen lässt, ist dieses Verfahren ebenfalls eine mögliche Alternative für den lokalen Einsatz.

Die entsprechende Gerätegattung ist allerdings die teuerste, so dass Ihr Einsatz im lokalen Netz überlegt sein will. Allerdings hat sie auch einiges mehr zu bieten. Setzen herkömmliche Umschaltboxen ein laufendes Betriebssystem bei den zu steuernden PCs voraus, können KVM-over-IP-Geräte auch noch abgestürzte Server fernsteuern und zum Neustart zwingen. Zusätzlich können mehrere Mitarbeiter parallel die angeschlossenen Server verwalten. Im Idealfall lassen sich den jeweiligen Zugängen auch noch unterschiedliche Zugriffsrechte zuweisen.

Verwaltung

Zur den Umschaltboxen Professionelle KVM-Switches können deutlich mehr PCs verwalten als Heimgeräte. Doch auch hier gibt es beträchtliche Unterschiede. Ist bei Einstiegsversionen schon bei 16 PCs Schluss, gestatten die Klassenbesten die Steuerung von mehreren hundert Rechnern.

Dazu verfügen sie aber nicht über so zahlreiche Anschlüsse, sondern können an den vorhandenen Ports weitere KVM-Switches aufnehmen, die ihrerseits mit weiteren Switches erweitert werden, bis die gewünschte Anzahl der Server-/PC-Anschlüsse zur Verfügung steht oder die verwaltbare Obergrenze erreicht ist. Man nennt dieses Anschlussverfahren Kaskadierung.

Darauf achten

Zur den Umschaltboxen Leistungsfähige KVM-Switches kosten mitunter mehrere tausend Euro. Bei solch einer Investition ist es besonders wichtig, dass Ausstattung und Service stimmen. Anschlusskabel für sämtliche Server gehören hier zwar generell nicht mehr zum Lieferumfang, doch sollte ein aussagekräftiges Handbuch nicht fehlen. Idealerweise ist dieses, genau wie die Menüsprache des Switch, in deutscher Sprache, um die Bedienung für den Administrator zu erleichtern.

Zusätzlich sollte eine selbst durchzuführende Aktualisierung der Firmware möglich sein, um den Leistungsumfang erhöhen oder Fehler beseitigen zu können. Die Garantiezeit sollte möglichst lang sein, um das Budget von unvorhergesehenen Belastungen zu schützen. Hier gibt es große Unterschiede. Die Garantiezeit schwankt je nach Hersteller zwischen einem und fünf Jahren.

Bei der Investition ist es ratsam, schon an die Zukunft zu denken. Es sollte noch eine gute Reserve bestehen bei der Anzahl der verwaltbaren Rechner. Damit nicht beim Wachsen der Hardwareausstattung auch gleich ein neuer KVM-Switch fällig wird.

Generell gilt beim Einsatz eines KVM-Switches zu beachten, dass die Bildqualität auf dem steuernden Monitor oft nicht der entspricht, die man von einem direkt angeschlossenen PC gewohnt ist. Die Bilder sind mitunter unscharf und weisen leichte Schatten auf. Als ständiger Arbeitsplatz ist die Steuereinheit somit nicht geeignet. Der Administrator benötigt immer noch einen stationären Computer im Büro.

Hinzu kommt, dass bei der Übertragung des Monitorbildes über das Netzwerk oft Bandbreitenprobleme entstehen. Das bedeutet, die Bildauflösung ist möglicherweise geringer als vom Standardarbeitsplatz gewohnt, oder muss geringer eingestellt werden, damit das Bild flüssig dargestellt werden kann. Auch die Bildwiederholfrequenz leidet zuweilen aufgrund mangelnder Netzwerkbandbreite.

Besonders ärgerlich ist, wenn das Netzwerk ausreichend schnell für eine Vollbilddarstellung wäre, der KVM-Switch die gewünschte Auflösung und Bildwiederholfrequenz aber nicht bieten kann. Eine Kontrolle der technischen Daten ist also unumgänglich.

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