Fernseher entfesselt! Mit einem Blu-ray-Player läuft ein moderner Fernseher zur Höchstform auf. Er zeigt scharfe Bilder und feinste Details, auch bei schnellen Bewegungen. Das klappt auch am Computer. Dort sichert ein Blu-ray-Brenner dazu riesige Datenmengen. Worauf Sie beim Kauf von Blu-ray-Hardware achten sollten, erfahren Sie in dieser Kaufberatung.
- Hochaufgelöste Videos
- Vorteil Blu-ray-Disc
- Kaum Nachteile
- Unterschiedliche Standards
- Blu-ray fürs Wohnzimmer
- Blu-ray für den PC
- Darauf achten
- Regionalcode
Zu den Blu-ray-PC-Laufwerken Zu den Blu-ray-Playern Zu den Blu-ray-Videos
Hochaufgelöste Videos

In vielen Wohnzimmern stehen moderne LCD- und Plasma-Fernseher, die knackscharfe und hoch aufgelöste Bilder anzeigen könnten, wenn die Fernsehsender denn entsprechende Bilder senden würden. Nach wie vor ist das Angebot an HDTV-Sendungen jedoch relativ gering. Vieles landet nur in kleiner PAL-Auflösung oder in geringer HD-Auflösung (720p) auf dem Schirm. Die meisten TV-Geräte lösen jedoch mit FullHD (1.080p) auf.
Ärgerlich ist zudem: Sendet ein Fernsehsender einen Film in höchster Auflösung, basiert dieser nicht selten auf Filmmaterial mit niedrigerer Auflösung. Diese rechnet der Sender einfach hoch, bevor er den Film in die Wohnzimmer schickt. Obendrein gibt es auch nur Halbbilder (1.080i) statt Vollbilder (1.080p). Folge jeweils: Die Fernseher können nicht zeigen, was in ihnen steckt.
Vorteil Blu-ray Glücklicherweise gibt es einen Weg, die HDTV-Technik voll auszureizen: mit einem Blu-ray-Player. Denn auf den Blu-ray-Discs, die aussehen wie eine DVD, liegen die Filme in bester Auflösung und in Vollbildern vor. Mit ihnen gefüttert, wird manch einer seinen Fernseher nicht wieder erkennen. Plötzlich sind die Bilder deutlich schärfer und detailreicher. Gleichzeitig ist der Ton klarer und prägnanter. Grund: Auch Sound behandelt die Blu-ray-Technik pfleglicher. Er lagert unkomprimiert in Mehrkanaltechnik auf dem Speicher. Hoch aufgelöste Bilder und erstklassiger Ton sind möglich, weil die Blu-ray-Technik mehr Daten auf gleichem Raum speichern kann. im Vergleich mit einer DVD etwa fünfmal so viel.
Blu-ray-Rekorder Im Wohnzimmer dominieren noch die Abspielgeräte. Doch inzwischen drängen mehr und mehr Blu-ray-Rekorder auf den Markt, die auch in der Lage sind, hoch aufgelöste Aufzeichnungen auf Blu-ray-Rohlinge zu brennen. Entsprechende PC-Laufwerke sind verbreiteter. Hier gibt es schon längere Zeit Rekorder, die mit der Blu-ray-Technik umgehen können. Auch sie spielen hoch aufgelöste Videos ab, können aber auch Videos in hoher Qualität speichern. Zudem sind sie aufgrund des hohen Fassungsvermögens auch als Backup-Lösung interessant.
Wer gerne auf Blu-ray-Technik setzen möchte, steht somit vor den Fragen: PC-Brenner und DVD-Spieler durch Blu-ray-Geräte ersetzen? Was passiert dann mit den gesammelten DVDs? Ist es egal, zu welchem Gerät man greift oder gibt es Unterschiede? Worauf muss man bei Kauf achten? Antworten auf diese Fragen finden Sie in den folgenden Kapiteln dieser Kaufberatung. (pr)
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HDTV
Vorteil Blu-ray-Disc

Den Namen hat die Blu-ray-Technik von der Farbe des Lasers. Er ist Blau-violett, im Gegensatz zum roten Laserstrahl eines DVD-Spielers. Blu-ray steht für blaue Strahlen. Die grammatisch korrekte Schreibweise müsste jedoch blue ray lauten. Um aber einen Markennamen zu kreieren, der sich mit Patent schützen lässt, wählte man die abgewandelte Schreibweise.
Fünfmal mehr Daten Der blau-violette Laserstrahl hat einen deutlich geringeren Durchmesser als der rote DVD-Strahl und ist sehr viel kürzer – der Kopf hat einen deutlich geringeren Abstand zum Medium. Dadurch ist es möglich, mit weniger Speicherplatz auszukommen und fünfmal soviel Daten auf gleicher Fläche unterzubringen. Die Blu-ray-Disc (BD) hat die gleichen Maße wie eine DVD. Ihr Durchmesser beträgt ebenfalls zwölf Zentimeter.
Ein Standard-Rohling fasst bis zu 25 Gigabyte Daten. Das ist ein theoretischer Wert. Wirklich nutzbar sind nur etwa 23 Gigabyte. Manche Versionen bringen aber auch bis zu 27 Gigabyte in einer Schicht unter. Wie bei DVDs gibt es auch hier die Dual-Layer-Technik, also das Ausnützen von zwei übereinander liegenden Datenschichten. Dadurch verdoppelt sich das theoretische Fassungsvermögen auf 50 Gigabyte, von denen praktisch 46 Gigabyte nutzbar sind. Auch hier gibt es Versionen, die mit bis zu 54 Gigabyte mehr Daten Speicher können.
Kleinversionen Zudem gibt es Videokameras, die Aufzeichnungen direkt auf einen Blu-ray-Rohling brennen können. Aufgrund der kleineren Gehäuse sind dafür jedoch auch kleinere Blu-ray-Rohlinge nötig. Die entsprechenden Medien haben einen Durchmesser von acht Zentimetern und speichern auf einer Schicht bis zu acht Gigabyte Daten. Können sie zweilagig brennen, erhöht sich das Volumen entsprechend auf 16 Gigabyte. In stationären Blu-ray-Playern lassen sich kleinere Medien nur verwenden, wenn diese eine Schublade mit Aussparung haben, in die sich die kleinen Scheiben einlegen lassen. Laufwerke mit Einzug akzeptieren das kleine Format nicht.
HDTV mit Vollbildmodus Alle Versionen haben ausreichend Platz, um die großen Datenmengen zu speichern, die für hoch aufgelöste Videosignale nötig sind. Moderne Fernseher können so zur Höchstform auflaufen. Die bestmögliche Bildqualität kann man erwarten, wenn das TV-Gerät die volle HDTV-Auflösung unterstützt und das Siegel „HD-ready 1080p“ oder „FullHD“, also die höchste HDTV-Auflösung mit Vollbildwiedergabe, trägt. Abstriche muss man bei Geräten in Kauf nehmen, die nur Halbbilder (1080i) oder die geringere HDTV-Auflösung 720p anzeigen können.
Von der hohen Auflösung profitieren nicht nur Videos. Auch auf Blu-ray-Disc abgespeicherte Fotos glänzen mit höherer Bildqualität. Statt mit bisher 0,4 Megapixel Auflösung (PAL), wie man sie auf einer DVD ablegen kann, speichert Blu-ray die Bilder mit bis zu 2,1 Megapixel Auflösung.
24p-Kinoformat Filme, die im Kinoformat 24p-gespeichert sind, also mit 24 Vollbildern pro Sekunde arbeiten, können Blu-ray-Spieler ebenfalls ohne umrechnen zu müssen wiedergeben. Das führt zu einer höheren Bildqualität und flüssigeren Bewegungsabläufen.
High-end-Ton Der Ton gewinnt ebenfalls mit der neuen Speichertechnik. Er lässt sich unkomprimiert ablegen. Dazu hat man für die Blu-ray-Scheibe neue Tonformate entwickelt. Hier kann man in erster Linie Dolby True HD und DTS-HD Master Audio nennen. Beides sind verlustfreie Ton-Formate für Raumklang in besonders hoher Audio-Qualität. Sie unterstützen bis zu acht Tonkanäle (7.1) bei einer Auflösung von 24 Bit und einer Samplingrate von 96 Kilohertz (KHz). Zum Vergleich: Eine Standard-Audio-CD arbeitet mit 16 Bit Auflösung und einer Samplingrate von 44,1 KHz.
Netzwerkanschluss Moderne Blu-ray-Player haben zudem einen Netzwerkanschluss. Ans Internet angeschlossen lassen sich darüber Zusatzinformationen zu den Filmen abrufen und gleichzeitig einblenden. Auch Extras wie beispielsweise kleine Spielchen lassen sich aus dem Internet kopieren.
Playstation 3 Apropos Spielchen. Kaufberatungstipp: Wer gerne spielt und eine Sony Playstation 3 (PS 3) besitzt oder anschaffen möchte, bekommt die Blu-ray-Disc quasi als Bonus dazu. Denn die Spielkonsole eignet sich auch als Abspielgerät für hoch aufgelöste Filme und schlägt somit zwei Fliegen mit einer Klappe. Weiterer Vorteil: Die PS 3 lässt sich per Softwareupdate auf neue Blu-ray-Standards aufrüsten (siehe weiter unten). Das ist keine Selbstverständlichkeit und bei vielen Blu-ray-Playern nicht möglich.
Spielt auch DVDs Blu-ray-Player ersetzen zudem den DVD-Spieler. Sie können DVDs genauso abspielen wie auch CDs. Dazu beherrschen die Player neben dem effektiven MPEG-4-Kompressionsstandard auch die ältere MPEG-2-Variante, die auf DVDs zum Einsatz kommt. Genauer gesagt verwenden Blu-ray-Geräte das AVCHD-Format (Advanced Video Codec High Definition), das den MPEG-4-Codec verwendet. Kaufberatungstipp: Überprüfen Sie auch, ob das gewünschte Gerät die von Ihnen verwendeten DVD- und CD-Formate unterstützt. Nicht alle beherrschen beispielsweise das schnelle und besonders häufig wiederbeschreibbare DVD-RAM-Format.
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Blu-ray-Rohlingen •
HDTV •
Fernsehern •
DVD- und Blu-ray-Rekordern •
Spielkonsolen
Kaum Nachteile

Die Liste der Vorteile ist lang. Gibt es denn keine Nachteile? Nein, echte Einschränkungen gibt es nicht. Allerdings einige Hindernisse, derer man sich bewusst sein sollte. Die Verbreitung der Technik ist noch lange nicht so hoch wie die der DVD. Das heißt, das verfügbare Filmangebot ist begrenzter. Das gilt besonders für ältere Spielfilme. Zudem sind die Titel wie auch die Player noch teurer als die DVD-Varianten.
Bedenken sollte man vor der Anschaffung, dass die Vorteile der höheren Auflösung unbedingt einen entsprechenden Fernseher voraussetzen. Zwar lässt sich ein Blu-ray-Player auch an einen PAL-Fernseher anschließen, doch ist der auf die niedrige Auflösung festgelegt und macht die Vorteile der neuen Technik dadurch zunichte.
Wer HDTV-Sendungen aufzeichnen möchte, braucht viel Speicherplatz und somit einen digitalen Rekorder, der die hohen Auflösungen unterstützt. DVD-Rekorder beherrschen in der Regel nur das PAL-Format und kommen nicht in Frage. Voraussetzung ist ein Blu-ray-Rekorder, idealerweise mit zusätzlicher Festplatte. Darauf lässt sich eine Aufzeichnung zwischenspeichern. So kann man immer noch entscheiden, ob man diese brennen möchte oder nicht. Schneiden lassen sich die Mitschnitte nicht ohne Weiteres. So verhindern dies beispielsweise die führenden deutschen Privatsender mithilfe des verwendeten HD-Plus-Formates (HD+). Die Sender gängeln die Zuschauer noch mit weiteren Einschränkungen, etwa durch Unterdrücken von Timeshift und somit das Vorspulen in Werbepausen. Mitunter unterbinden sie auch die Möglichkeit, Filme auf Blu-ray oder Festplatte zu speichern.
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Digitalen Videorekordern
Unterschiedliche Standards

Kein Nachteil aber eine Stolperfalle: Blu-ray ist nicht gleich Blu-ray. Man unterscheidet verschiedene Versionen, die nicht alle den gleichen Komfort bieten. Zwar spielen alle Blu-ray-Player ein gekauftes oder geliehenes Blu-ray-Video ab, doch muss man bei älteren Versionen auf Zusatznutzen verzichten.
1.0 – BD-Video Die erste und somit älteste Version ist 1.0, auch BD-Video genannt. Kaufberatungstipp: Player, die nur BD-Video unterstützen, sollte man meiden. Sie unterstützen keine interaktiven Zusatzfunktionen oder Spiele. Zudem können sie keine Bild-in-Bild-Informationen anzeigen, wie etwa Produzenten- oder Regiekommentare zu bestimmten Spielfilmszenen. In der Regel lassen sich die Player nicht auf eine neuere Version aktualisieren. Dazu wäre ein Netzwerkanschluss und zusätzlicher interner Speicher nötig. Beides schreibt BD-Video den Herstellern nicht vor.
1.1 – BD-Video/Bonus View Erst die Version 1.1, auch Bonus View genannt, ermöglicht Bild-in-Bild-Informationen einzublenden. Das setzt 250 Megabyte lokalen Speicher im Player voraus. In Frage kommen dazu Festplatten, Speicherkarten, USB-Sticks und Ähnliches. Der Speicher gibt auch die theoretische Möglichkeit, den Blu-ray-Player updaten zu können. Meist fehlt jedoch der dazu nötige Online-Anschluss. Eine nachträgliche Aktualisierung scheidet somit hier auch meist aus. Moderne Blu-ray-Player unterstützen die Version 1.1 in der Regel von Haus aus.
2.0 - BD-Live Erst diese Version erlaubt es, Zusatzinformationen aus dem Internet nachzuladen. Das können Interviews, Spiele oder auch anderes sein. Dazu nötig ist die Programmiersprache Java, weshalb man diesen Standard auch unter dem Kürzel BD-J (Blu-ray-Disc Java) antrifft. Die Geräte sind entweder mit einem Ethernetanschluss oder mit einer WLAN-Antenne ausgestattet und benötigen Kontakt zum Router. Für manche Geräte ist die nötige Antenne für kabellosen Empfang nur gegen Aufpreis erhältlich. Entsprechende Blu-ray-Player sollten die DLNA-Technik unterstützen. Dann können sie nicht nur auf das Internet zugreifen, sondern auch Daten von einem Computer oder einer Netzwerkfestplatte streamen und an den Fernseher weiterleiten.
Zugriff auf Zusatzinformationen ist immer nur dann möglich, wenn die jeweilige Blu-ray-Disc eingelegt ist. Ausnahme: Der Player unterstützt die Weiterentwicklung Blu-ray-Magic. Sie erlaubt es, auch ohne eingelegtes Video die Zusatzdaten abzurufen. BD-Live setzt mindestens ein Gigabyte freien Speicher für das Zwischenlagern der empfangenen Daten voraus. Ist dieser nicht integriert, kann etwa eine Speicherkarte einspringen, wenn es einen integrierten Kartenleser gibt. Der Speicher ermöglicht auch, Updates einzuspielen, falls der Hersteller das anbietet. Wie der Vorgänger unterstützt auch die Version 2.0 Bild-in-Bild-Information.
3.0 - BD Audio Die Version 3.0 trägt den Namen BD-Audio und ist ein reines Audio-Format. Es ist für alle interessant, die Musik in allerhöchster Klangqualität genießen möchten. BD-Audio erlaubt, Ton in bis zu acht Spuren (7.1-Format) unkomprimiert abzuspeichern. Dadurch soll eine höhere Klangqualität möglich sein als bei der Super-Audio CD (SACD) und der DVD-Audio. BD-Audio beherrscht jeder moderne Blu-ray-Spieler. Zum Ausnutzen sämtlicher Klangspuren sind jedoch ein entsprechender AV-Receiver und eine Heimkinoanlage mit ausreichend vielen Lautsprechern nötig.
5.0 - BD-3D Die Version 4.0 gibt es nicht. Die Version 5.0 BD-3D müssen Blu-ray-Spieler unterstützen, um dreidimensionale Inhalte wiedergeben zu können. Da für 3D mehr Daten pro Sekunde anfallen, steigt bei BD-3D die maximale Datenrate von 48 Megabit pro Sekunde auf 72 Megabit pro Sekunde. Voraussetzung ist an allen beteiligten Geräten die Unterstützung des HDMI-Standards ab der Version 1.4. Entsprechende Blu-ray-Player geben entsprechende Filme in 3D wieder. Manche Geräte sind auch in der Lage, 2D-Filme in 3D umzurechnen. Diese Funktion schreibt der Standard allerdings nicht vor. Um 3D-Filme sehen zu können, ist ein entsprechendes Fernsehgerät und eine Spezialbrille, eine so genannte Shutter-Brille, nötig.
BD-Formate Neben den Blu-ray-Versionen unterscheidet man auch die Formate der Medien. So versteckt sich hinter dem Kürzel BD-ROM ein nicht beschreibbares Medium, in der Regel also ein gekauftes Video. BD-R steht demgegenüber für einen einmal beschreibbaren Rohling und BD-RE für einen wiederbeschreibbaren. Beide gibt es in Dual-Layer-Ausführung, so dass sich zwei Schichten beschreiben lassen, was zu einer Verdopplung der Speicherkapazität führt.
Low to High Innerhalb der Formate unterscheidet man beim Produktionsverfahren zwischen den Verfahren High to Low und Low to High auch HTL und LTH abgekürzt. Bei ersterer reflektiert die Schicht hinter den unbeschriebenen Bits viel Licht. Bei Letzterer reflektieren die Bits kräftig und nicht die umliegenden Bereiche. Auf Bild und Ton hat das keinen Einfluss, aber auf die Produktion. Diese ist im Low-to-High-Verfahren günstiger. Nur moderne Blu-ray-Laufwerke unterstützen LTH, alte oft nicht.
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Fernsehern •
Funknetzwerken •
Mediastreaming •
Netzwerkfestplatten
Blu-ray fürs Wohnzimmer

Wer einen Fernseher mit HDTV-Auflösung hat, kommt an einem Blu-ray-Spieler nicht vorbei. Nur dieser ermöglicht, die hohe Bildauflösung voll auszunutzen und knackscharfe Bilder mit vielen Details anzuzeigen. Das Verwenden eines DVD-Spielers wäre nur ein fauler Kompromiss. Denn dieser liefert nur die deutliche niedrigere PAL-Auflösung. Ein moderner Blu-ray-Player rechnet das auf DVDs gespeicherte Video auf Wunsch auf die volle Auflösung hoch. Das Ergebnis ist meistens akzeptabel, doch stets sichtbar schlechter als ein Bild mit echter HDTV-Auflösung. Eine DVD-Sammlung muss man also nicht gleich im Internet versteigern. Blu-ray-Laufwerke können CDs ebenfalls abspielen.
Wer noch keinen HDTV-Fernseher hat, sondern einen Röhrenfernseher mit PAL-Auflösung verwendet, hat keinen Vorteil von der hohen Auflösung. Soll der Fernseher jedoch kurz- oder mittelfristig einem modernen Gerät Platz machen, ist die Wahl eines Blu-ray-Players heute schon sinnvoll. So lässt sich ab dem Moment, in dem der HDTV-Fernseher aufgebaut ist, die hohe Auflösung nutzen. Bis dahin spielt das Gerät am alten Fernseher DVD-Filme ab.
Allerdings kann man in diesem Fall nicht jeden Blu-ray-Player ohne Weiteres verwenden. Grund: Blu-ray-Player geben Bild und Ton in der Regel per digitaler HDMI-Schnittstelle ab. Diese fehlt jedoch alten Röhrenfernsehern. Man benötigt also entweder einen Blu-ray-Player, der auch einen analogen Ausgang hat oder einen Adapter, der das Signal wandelt und den Anschluss ermöglicht. Kaufberatungstipp: Alternativ kann auch ein AV-Receiver zwischen Fernseher und Blu-ray-Player die Brückenfunktion übernehmen.
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AV-Receivern •
Kabeln und Adaptern •
DVD- und Blu-ray-Rekordern
Blu-ray für den PC

Zu Beginn hatte sich Blu-ray im PC-Bereich schneller durchgesetzt. Deshalb war das Angebot entsprechender Laufwerke dort anfangs höher. Inzwischen ist das nicht mehr so. Die Einstiegspreise sind dort aber nach wie vor niedriger. Das liegt vor allem daran, dass die Geräte intern arbeiten, also im Gehäuse eines Computers stecken und auch dessen Stromversorgung und Anschlüsse mitverwenden können. Externe Blu-ray-Laufwerke für das Wohnzimmer benötigen ein eigenes Gehäuse.
Obwohl sich PC-Laufwerke ebenfalls zum Abspielen für hochauflösende Videos eignen, haben sie aber auch noch einen weiteren Nutzen: Sie können Daten auf Rohlinge brennen. Allerdings brennt nicht jedes Laufwerk auch Blu-ray-Rohlinge. Häufig beschränken sich diese Fähigkeiten auf das Beschreiben von DVDs und CDs, während die Laufwerke Blu-rays lediglich abspielen. Kaufberatungstipp: Möchten Sie auch Blu-ray-Rohlinge beschreiben können, achten Sie auf die Bezeichnung „Brenner“ im Namen oder auf einen entsprechenden Hinweis im Beschreibungstext.
Technische Hürden Für die Nutzung am PC kommt allerdings nicht jeder Computer kommt in Frage. Nur wenn dieser die technischen Anforderungen erfüllt, lässt sich Blu-ray-Technik uneingeschränkt nutzen. Wichtig ist etwa die Grafikkarte. Sie benötigt einen HDMI-Ausgang für die Verbindung mit dem Monitor. Karte und Ausgang müssen zudem das Kopierschutzverfahren HDCP unterstützen, andernfalls könnte der Bildschirm beim Einlegen gekaufter Blu-ray-Videos schwarz bleiben. Somit muss auch der Monitor einen entsprechenden Eingang haben. Als Notlösung kann man auch auf den DVI-Anschluss ausweichen, so er HDCP verarbeiten kann. Um sicherzugehen, dass beide in der Lage sind, Blu-ray-Filme anzuzeigen, sollte man auf den Webseiten des jeweiligen Herstellers nachsehen.
Potenter Prozessor nötig Für die Verarbeitung der sehr hohen Datenmengen ist darüber hinaus ein leistungsfähiger Prozessor nötig. Er sollte mindestens zwei Prozessorkerne besitzen. Besonders viel Rechenleistung ist nötig, wenn dieser mehrere Videoströme, etwa bei Bild-in-Bild-Kommentaren, verarbeiten muss. Die hohe Rechenlast führt zu höherem Stromverbrauch, was gerade für Notebooks fernab der Steckdose zum Problem werden kann. Hat man Pech, reicht der Akku nicht für einen kompletten Spielfilm. Kaufberatungstipp: Wer nicht das Netzteil mit sich herumtragen möchte, sollte unterwegs besser auf DVD setzen und Blu-ray zuhause genießen.
Um alle Vorteile der Blu-ray-Disc beim Erstellen und Betrachten nutzen zu können, wie Zusatzmenüs, Bild-in-Bild-Kommentare oder Anbindung ans Internet, sind zusätzlich leistungsfähige Softwaretools nötig, welche nicht immer intuitiv zu bedienen sind. Bedenken Sie auch: Filmabende machen am PC nur sehr wenig Spaß. Denn selbst größte PC-Monitore sind meistens noch zu klein, um die Vorteile der hohen Auflösung voll ausreizen zu können. Große Flachbildfernseher machen deutlich mehr Spaß.
Darauf achten Stellen Sie sicher, dass die Laufwerke und die verwendete Software das Abspielformat sowie die aktuellsten Blu-ray-Standards unterstützen. Daneben sollte man die Abspielsoftware stets auf dem neuesten Stand halten. Ansonsten besteht die Gefahr, dass nicht alle Filme angezeigt werden können; etwa dann, wenn man eine alte Softwareversion besitzt, die neuere Blu-ray-Formate nicht erkennen kann.
Schnelle Schnittstelle Wegen des hohen Datenstroms sollte der Anschluss in jedem Fall über Serial-ATA (S-ATA) erfolgen. Die ältere IDE-Version ist nicht guten Gewissens zu empfehlen. Für den externen Anschluss ist die moderne USB-3.0-Schnittstelle am besten geeignet. Sie garantiert höchste Datentransferraten. Ebenfalls möglich sind eSATA oder die etwas langsameren aber immer noch flotten Versionen USB 2.0, Firewire 400 und 800.
Wichtig ist auch ein großer Cache im Brenner, um Schreibunterbrechungen (Buffer underrun) zu vermeiden. Mindestens vier Megabyte sollte er betragen, je größer er ist, desto besser. Auch wenn es möglich ist, Blu-ray-Brenner mit Windows XP zu betreiben, sind Windows Vista und vor allem Windows 7 dafür deutlich besser geeignet. Grund: Die neueren Betriebssysteme belasten den Prozessor beim Abspielen von Blu-rays weniger.
Geduld beim Brennen Die Schreibdauer für Blu-ray-Medien ist aufgrund der großen Datenmenge mitunter relativ lang. Bei einfacher Schreibgeschwindigkeit muss man für eine Lage bei 25 Gigabyte Datenmenge und einfacher Geschwindigkeit etwa 90 Minuten veranschlagen. Beim Beschreiben von zwei Lagen verdoppelt sich die Zeit auf drei Stunden. Einfach beschreibbare Medien lassen sich heute mit bis zu zwölffacher Geschwindigkeit brennen. Das führt bei einlagigem Rohling zu einer Schreibzeit von etwa acht Minuten. Ein zweilagiges Medium verlangt gut 16 Minuten Wartezeit. Viele Brenner erreichen allerdings nur halb so hohe Schreibbraten und erfordern entsprechend mehr Geduld. Wiederbeschreibbare Medien lassen sich zurzeit nur mit zweifachem Speed beschreiben. Die Wartezeiten betragen also 45, respektive 90 Minuten.
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Betriebssystemen
Darauf achten

Kaufberatungstipp: Wer Blu-ray-Rohlinge kaufen möchte, sollte sich nicht von den Geschwindigkeitsangaben täuschen lassen. Liest man etwa, dass sich ein Rohling mit einfacher Geschwindigkeit (1x) beschreiben lässt, mag man leicht befürchten, dass diese deutlich langsamer arbeiten als etwa DVD-Rohlinge. Das ist jedoch nicht der Fall. Denn ein Blu-ray-Laufwerk arbeitet mit einer viermal höheren Datenrate als ein DVD-Gerät. Das bedeutet, ein 1x-Blu-ray-Rohling entspricht in der Verarbeitungsgeschwindigkeit einem vierfach (4x) arbeitendem DVD-Rohling.
DVD-Standards kontrollieren Da Blu-ray-Player auch DVDs abspielen, muss man darauf achten, dass sie auch die dort gebräuchlichen Standards erfüllen, will man nicht einen Rückschritt erleben. Dazu zählen etwa das Hochrechnen der PAL-Auflösung auf HDTV, das Abspielen von DivX-Filmen, MP3-CDs und anderes. Ebenfalls wichtig: progressive Scan. Bei dieser Technik fügt der Player Halbbilder zu Vollbildern zusammen. Ergebnis: Das Bild wird ruhiger und schärfer.
Dolby Digital Neben den neuen Tonstandards darf auch das bewährte Dolby Digital nicht fehlen, möchte man auch den Raumklang von DVDs nutzen. Wichtig für die neuen Tonformate: Um die Vorteile der höheren Tonqualität nutzen zu können, müssen Sie den Blu-ray-Player an einen AV-Receiver anschließen, der das Tonformat erkennt und verarbeiten kann. Kann er das nicht, wandelt der Blu-ray-Player das Tonformat um und der Klangmehrwert ist dahin.
Mehrwert Manche Blu-ray-Player unterscheiden sich kaum voneinander. Da kann die Wahl oft schwerfallen. Kaufberatungstipp: Schauen Sie in so einem Fall besonders auf die Zahl der Anschlüsse. Dort können Sie möglicherweise den entscheidenden Mehrwert finden. So gibt beispielsweise ein Speicherkartensteckplatz die Möglichkeit, Fotos und Videos aus Videokamera oder Fotoapparat darüber am Fernseher betrachten zu können. Analoge Videoausgänge haben den Vorteil, Filme an andere Geräte weiterzugeben und dort aufzeichnen zu können. Das gilt zumindest dann, wenn der Kopierschutz nur auf digitale Kopien begrenzt ist.
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Regionalcode

Wie bei der DVD setzt die Filmindustrie auch bei der Blu-ray-Disc auf einen Regionalcode, um die Weltmärkte gegeneinander abzuschotten. Immerhin beschränkt man sich hier auf nur drei unterschiedliche Codes: A/1, B/2 und C/3. Zum Bereich A/1 gehören Amerika, Hongkong, Japan, Korea, Südostasien und Taiwan. In den Bereich B/2 fallen Afrika, Europa inklusive Grönland und den französischen Überseegebieten, der Nahe Osten und Ozeanien, also auch Deutschland. Die restliche Gebiete, also Zentral- und Südasien, China, Indien, Nepal und Russland fallen in den Bereich C/3.
Bisher ist die Industrie aber beim Einsatz des Codes sehr zurückhaltend. Nur einen Teil der verfügbaren Filme liefert sie mit Regionalcode aus. Den Löwenanteil hat man bisher ohne diese Sperre veröffentlicht. Dennoch lassen sich einige Blu-ray-Player wie auch DVD-Player vom Regionalcode befreien. Dies funktioniert jedoch nicht mit allen Geräten. Informationen finden Sie in einschlägigen Webforen.
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