Kaufberatung Drucker


  1. Welches Gerät für welchen Zweck
  2. Für Gelegenheitsdrucker: Ein günstiger Tintenstrahler
  3. Für den Alltag: Die Tintenstrahl-Mittelklasse
  4. Für Hobbyfotografen: Spitzen-Tintenstrahler
  5. Fürs Büro: Der Laserdrucker
  6. Fürs kleine Büro: Multifunktionsgeräte
  7. Die Folgekosten

Welches Gerät für welchen Zweck

Zu den DruckernWer einen Drucker kaufen möchte, sollte zuvor genau überlegen, wofür er das Gerät hauptsächlich einsetzen möchte und wie viele Ausdrucke er im Durchschnitt machen wird. Denn ein vermeintliches Schnäppchen kann schnell zur Kostenschleuder werden, wird es häufiger als nur gelegentlich eingesetzt. Gerade wer viel drucken möchte, sollte die Leistungsdaten und Verbrauchskosten der Geräte eingehend studieren, damit er nicht beim Kauf am falschen Ende spart.

Neben dem Preis unterscheiden sich die Geräte vor allem im verwendeten Druckverfahren. Besonders Einstiegsgeräte verwenden meist die Tintenstrahltechnik. Zunehmend tummeln sich im unteren Preissegment aber auch Laserdrucker, sowohl für farbigen wie auch monochromen Druck. Soll man also lieber gleich ein paar Euro mehr investieren und zur Lasertechnik greifen? Das kommt ganz auf den Einsatzzweck an.

Welches Gerät sich für welche Zwecke am besten eignet und worauf Sie beim Kauf achten sollten, erfahren Sie in den folgenden Rubriken. (pr)

Für Gelegenheitsdrucker: Ein günstiger Tintenstrahler

Zu den DruckernWer wenig drucken möchte, nur gelegentlich mal einen Brief oder eine einfache Grafik zu Papier bringen will, kann sich beruhigt bei den günstigsten Tintenstrahldruckern umsehen. Schon für unter 50 Euro bringen diese Drucker ordentliche Ergebnisse zu Papier, die für den Briefwechsel mit den Stadtwerken oder dem Finanzamt vollkommen ausreichen. Wer hingegen gerne Bilder von der eigenen Digitalkamera ausdrucken möchte, sollte von diesen Druckern die Finger lassen. Ihre Ausdrucke können nicht mit den Farbabzügen eines Fotolabors konkurrieren.

Folgekosten bedenken

Weiterer Nachteil: Die Folgekosten sind bei Billigdruckern in der Regel recht hoch, nicht selten schlägt der Preis für einen Ausdruck mit etwa 50 Cent zu Buche. Das kommt durch den hohen Verbrauch der kostengünstigen Druckköpfe. Schnell ist eine Patrone leer. Einen Billigdrucker mit neuer Tinte auszurüsten, kann leicht seinen Wert verdreifachen. Soll heißen: Ein Satz Tinte kostet nicht selten doppelt so viel wie das Gerät selbst.

Ebenfalls Abstriche muss man in puncto Geschwindigkeit machen. Möchte man eine Seite mit aufwendiger Grafik drucken, reicht die Wartezeit nicht selten für eine ausgedehnte Kaffeepause. Fehlender Speicher in Geräten dieser Klasse führt überdies dazu, dass der Computer den Druckauftrag nicht an den Drucker abgeben kann. Der PC ist somit für die gesamte Druckzeit stark beansprucht und mitunter nicht in der Lage zeitgleich andere Arbeiten auszuführen.

Fazit: Wer wenig druckt, kann guten Gewissens zugreifen. Alle anderen: Finger weg!

Zu den Tintenstrahldruckern

Für den Alltag: Die Tintenstrahl-Mittelklasse

Zu den DruckernIm Mittelfeld der Tintenstrahlergruppe ist es recht eng. In der Preisklasse zwischen 80 und 250 Euro tummeln sich viele Geräte. Sie sind für alle interessant, die mittelmäßig viel drucken, ansprechende Druckergebnisse wünschen und die Druckkosten im Rahmen halten wollen.

Fast alle Hersteller haben sogar mehrere Modelle in diesem Preissegment, was die Auswahl doppelt schwer macht. Konzentriert man sich auf die Allrounder und lässt die Spezialdrucker für den Fotodruck außen vor, lässt sich die Gruppe schon etwas eingrenzen. Weiter einschränken lässt sich das Feld durch die Tatsache, dass Drucker eines Herstellers, die der gleichen Typenreihe angehören, häufig nahezu identische Druckqualität aber unterschiedliches Drucktempo bieten. Wer ein wenig mehr Zeit mitbringt, kann leicht einige Euro sparen, ohne auf Qualität verzichten zu müssen. Interessant ist hier vielmehr, ob die Geräte mit denselben Tintenpatronen arbeiten. Bei unterschiedlichen Patronen kann es leicht zu unterschiedlich hohen Druckkosten kommen. Schauen Sie auf Füllmenge und Kosten der Patronen.

Einsatzgebiet entscheidet

Bei der Wahl der Hersteller kommt es auf das Haupteinsatzgebiet an. Im Prinzip bieten die Geräte alle gute Druckqualität. Jedoch haben beispielsweise Hersteller wie Hewlett Packard und Canon beim Textdruck oft die Nase vor Epson-Druckern. Sie drucken Text in der Regel schärfer und schneller als Epson-Printer. Diese sind wiederum der Konkurrenz oft vorzuziehen, wenn optimale Fotoqualität erreicht werden soll. Hier gilt es abzuwägen, ob mehr Text oder eher Bilder gedruckt werden sollen und wie viel Euro Ersatzpatronen für die jeweiligen Geräte kosten.

Fazit: In Sachen Druckqualität tun sich die verschiedenen Geräte verhältnismäßig wenig. Hauptunterschied liegt in der Druckgeschwindigkeit und den Kosten der Verbrauchsmaterialien.

Zu den Tintenstrahldruckern

Für Hobbyfotografen: Spitzen-Tintenstrahler

Zu den DruckernWer hauptsächlich Bilder drucken möchte, die er mit der Digitalkamera geschossen hat, kann zwischen drei Produktgruppen wählen: den reinen Fotodruckern, den Spitzenallroundern und den portablen Fotodruckern. Die beiden ersteren bedrucken Papier mit DIN-A4- oder DIN-A3-Größe, während letztere nur das Postkartenformat beherrschen. Fotodrucker bewegen sich im Preis etwa zwischen 150 und 500 Euro. Spitzenallrounder etwa zwischen 250 und 600 Euro. Portable Fotodrucker für den Privatgebrauch kosten zwischen 50 und 300 Euro.

Fotodrucker können, wie der Name schon vermuten lässt, nur eines wirklich gut, nämlich Fotos drucken. Sie sind so sehr auf die Bildausgabe spezialisiert, dass ihr Textdruck oft nicht für mehr, als den Briefwechsel mit dem Vermieter herhalten kann. Dafür sind sie gleich teuren Allroundern beim Fotodruck deutlich überlegen. Die Ausdrucke guter Geräte sind kaum noch von Abzügen aus dem Fotolabor zu unterscheiden. Überzeugende Druckqualität bieten aber auch Spitzenallrounder. Zwar fehlt ihnen beim Fotodruck noch das letzte Quäntchen, um einem Fotodrucker Paroli bieten zu können, dafür beherrschen sie aber nebenbei den Textdruck in ausgezeichneter Qualität. Bei den portablen Versionen verzichtet man komplett auf den Textdruck.

Unterschiede bei Ausstattung und Druckgeschwindigkeit

Innerhalb der Klassen für den Schreibtisch gibt es nur marginale Unterschiede in der Druckqualität. Sehr stark unterscheiden sich aber mitunter die Druckgeschwindigkeit, der Tintenverbrauch und die Zusatzausstattung der Geräte. So verfügen die teuersten Vertreter beider Klassen nicht selten über üppigen Speicher und bis zu drei unterschiedliche Schnittstellen für den Kontakt mit dem PC. Bei Fotodruckern ist in der Regel gar kein PC nötig, um Bilder drucken zu können. Einige Vertreter nehmen über einen Schacht die Speicherkarten der Digitalkamera auf und drucken direkt von ihr.

Portable Fotodrucker können immer ohne PC drucken. Sie nehmen direkt Kontakt zur Fotokamera auf. Alternativ steckt man die Speicherkarte in einen entsprechenden Schacht am Gerät. Die Drucker unterscheiden sich in Größe, Gewicht, Druckverfahren, Druckgeschwindigkeit und der Bildergröße. Nicht alle beherrschen das 10x15-Zentimeter-Format. Einige erreichen lediglich 7x10 Zentimeter. Manche lassen sich mit einem Akku betreiben.

Fazit: Wer Bilder in absolut bester Qualität drucken möchte, sollte zum Fotodrucker greifen. Nur etwas schlechter ist die Bildqualität von Spitzenallroundern, dafür bekommt man hier aber auch ausgezeichneten Textdruck. Portable Fotodrucker eignen sich als Zusatzgeräte.

Zu den Tintenstrahldruckern
Zu den portablen Fotodruckern

Fürs Büro: Der Laserdrucker

Zu den DruckernDer Laserdrucker ist die erste Wahl für den Büroalltag und alle, die ausschließlich und sehr viel Text drucken wollen. Schon für deutlich unter 100 Euro sind Einstiegsgeräte für Schwarz-Weiß-Druck zu bekommen. Farblaser gibt es schon für knapp über 100 Euro. Sie sind ideal, wenn man viele Mischdokumente drucken muss, also Papiere mit viel Text, Grafiken und Diagrammen. Fotos drucken viele Farblaser mit guter Qualität, erreichen aber nicht die Klasse guter Tintenstrahler. Gegenüber Tintenstrahldruckern verzichtet man hier zudem auf Randlosdruck.

Selbst Schwarz-Weiß-Versionen bieten bereits alle Hauptvorteile der Laserdrucker gegenüber den Tintenstrahlern: gestochen scharfen Text, günstige Druckkosten und kein Verwischen des Ausdrucks bei feuchten Händen. So schlägt eine Seite meist oft mit etwa ein bis drei Cent zu Buche. Doch nicht mehr immer. Seit die Preise für Laserdrucker kräftig gesunken sind und sich dem Tintenstrahlniveau mehr und mehr annähern, sind die Preise für manche Tonerkartuschen in die Höhe geschossen. Ein Vergleich lohnt.

Ausstattung entscheidet

Die Hauptunterschiede bei den Laserdruckern liegen in Druckgeschwindigkeit, Auflösung, Ausstattung und Netzwerkfähigkeit. Farbgeräte drücken übrigens deutlich langsamer als Monochromversionen. Einfache Geräte bieten in der Regel wenig Speicher für wartende Druckaufträge und sind meist nicht netzwerkfähig. Größere Modelle lassen sich dagegen im Netz von mehreren Anwendern benutzen. Sie verfügen neben ausreichend Speicher auch über einen eigenen Prozessor, der dem PC die Arbeit abnimmt und ihn freimacht für andere Arbeiten. Obendrein drucken sie sehr schnell und können ausgestattet mit mehren Papierschächten unterschiedliche Papierformate und -qualitäten bereithalten.

Fazit: Wer sehr viele Texte druckt und nicht in erster Linie Fotos ausgeben möchte, sollte zum Laserdrucker greifen.

Zu den Laserdruckern
Printserver: Netzwerkanschluss für Drucker

Fürs kleine Büro: Multifunktionsgeräte

Zu den DruckernFür kleine Büros sind Multifunktionsgeräte interessant. Sie vereinen Drucker, Scanner, Fax und Kopierer in einem Gerät. Je nach Anspruch kann man eine günstige Kombination mit Tintenstrahltechnik ab etwa 50 Euro, oder auch ein auf Lasertechnik basierendes Modell ab knapp über 100 Euro erhalten. Versionen mit Farblasertechnik sind ab etwa 200 Euro erhältlich.

Kombigeräte haben einen entscheidenden Vorteil: Sie sparen Platz. Wo sonst drei bis vier Geräte stehen müssten, findet sich nur eines. Entscheidender Nachteil: Fällt eine Komponente aus und zwingt das Gerät in die Werkstatt, steht das gesamte Büro still.

Einbußen bei Einstiegslösungen

In puncto Qualität muss man, zumindest bei den kostengünstigsten Versionen, Abstriche in Kauf nehmen. So beschränken sich Faxfunktionen, Scan-Auflösung und Druckqualität häufig auf ein Mindestmaß. Man darf weder üppigen Zwischenspeicher und ausgeklügelte Wahlwiederholungsfunktion für die Faxkomponente, noch Spitzenqualität beim Scan oder Fotodruck erwarten. Wer darauf nicht verzichten möchte, muss einiges mehr ausgeben, oder doch Einzelkomponenten erwerben.

Fazit: Eine All-in-One-Lösung kann für ein kleines Büro eine ideale Lösung sein. In Bezug auf Qualität und Ausstattung bleibt solch ein Gerät aber fast immer ein Kompromiss und leidet unter der ständigen Gefahr des Totalausfalls, wenn nur eine Komponente streikt.

Zu den Multifunktionsgeräten

Die Folgekosten

Zu den DruckernAn den Folgekosten hat sich schon so mancher graue Haare geärgert. Gerade wenn man einen günstigen Drucker gekauft hat, übersteigen die Kosten für einen Satz Nachfülltinte oder -toner häufig den Wert des Druckers um ein Vielfaches und man stellt sich die Frage: Nachfüllset oder neuen Drucker kaufen? Doch ein neues Gerät zu kaufen hilft nicht weiter, da auch dort die Tinte oder der Toner schnell versiegt. Denn die Hersteller sind dazu übergegangen, neuen Druckern nur noch „Economy-Packs“, also nur halb gefüllte oder besonders kleine Versionen, beizulegen. Sie reichen häufig nur für wenige Ausdrucke und gestatten den Herstellern die Drucker noch ein wenig günstiger anzubieten.

Wer nicht in die Kostenfalle tappen möchte, sollte schon vor dem Kauf eines Druckers den Verbrauch, sowie Preis und Füllmenge von Ersatztinte/-toner berücksichtigen. Auf Dauer kann ein teures Gerät mit niedrigen Verbrauchskosten der bessere Kauf sein.

Geld sparen

Geld kann man auch sparen, wenn man statt der Originaltinte, kompatible oder wiederbefüllte Originalpatronen von Drittanbietern kauft. Allerdings erreichen diese Tinten beim Druck nicht immer die Qualität von Originalpatronen. Das gleiche gilt für Sets zum Wiederbefüllen der Patronen. Wer diesen Weg wählt, kann für einen Bruchteil der Kosten weiterdrucken, riskiert aber auch, sich die Hände und den Schreibtisch schmutzig zu machen.

An das Papier denken

Auch die Kosten für das Papier können schwindelerregende Höhen erreichen. Zwar kann man schon für unter fünf Euro ein Paket mit 500 Blatt Normalpapier bekommen, doch lassen sich darauf nur Texte in guter Qualität drucken. Wer Bilder drucken möchte, muss zu teurem Glossy-Papier (Hochglanzpapier) greifen, was die Kasse mit etwa 50 Cent pro Blatt belasten kann. Bei dieser Sorte Papier gibt es zwar auch große Preisunterschiede, doch zeigen die Drucker ihr ganzes Können in der Regel nur auf teurem Papier desselben Herstellers.

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