Kaufberatung Desktop-PCs


  1. Moderne Rechenkraft
  2. In Teilen oder komplett?
  3. Prozessor: Der richtige Antrieb
  4. RAM: Ausreichend Arbeitsspeicher
  5. Festplatte: Viel Lagerplatz
  6. Laufwerk: CD, DVD und Blu-ray
  7. Grafikkarte: Flüssige Darstellung
  8. Soundkarte: Für guten Ton
  9. Modem-, ISDN- und Netzwerkkarte
  10. Ausreichend Erweiterungsmöglichkeiten
  11. Angepasst an den Einsatzzweck
  12. Betriebssystem
  13. Thin Clients
  14. Fazit

Moderne Rechenkraft

Zu den Desktop-PCs Ein neuer PC soll her. Der alte ist zu schwach und genügt nicht mehr den täglichen Anforderungen. Er muss der neusten Generation weichen. Vielleicht ist es aber auch der Erstkontakt mit einem Computer, der nun endlich auch auf dem eigenen Schreibtisch seinen Platz finden soll. Gründe für den Kauf eines PCs gibt es einige, doch stets gleich sind die Fragen: Welcher ist der beste für die eigenen Ansprüche? Und: Worauf muss man beim Kauf achten?

Für technisch versierte Anwender stellt sich zudem noch die Frage: Ist der fertig konfigurierte PC die bessere Wahl oder sollte man eher einen Rechenknecht aus ausgesuchten Einzelkomponenten zusammenstellen? Letzteres erfordert sehr viel PC-Wissen. Doch auch für die erstgenannte Lösung ist zumindest ein gewisses Basiswissen oder ein guter Freund erforderlich, um einen flotten Rechner von einem lahmen Ladenhüter unterscheiden zu können.

Wer obendrein genau weiß, was er mit dem PC machen möchte, kann einige Euros sparen. Denn für viele Aufgaben ist gar nicht unbedingt das absolute Spitzensystem nötig. Wir möchten Ihnen in den folgenden Kapiteln einige Tipps geben, mit denen Sie leichter den PC finden, der Ihren Bedürfnissen am besten gerecht wird. (pr)

In Teilen oder komplett?

Zu den Desktop-PCs Zu Beginn stellt sich die Frage, ob man zu einem Komplettsystem greift oder lieber alle Komponenten einzeln erwirbt und den PC selbst zusammenbaut. Beides hat Vor- und Nachteile.

Komplett-PC

Für die komplette Lösung spricht, dass man ein fertig konfiguriertes System erhält, in dem alle Komponenten einwandfrei miteinander harmonieren. Das System ist vom ersten Einschalten an funktionsfähig, Treiberprobleme sind nicht zu erwarten. Außerdem muss man sich nicht ans Zusammenschrauben wagen und umgeht somit das Risiko, die Hardware durch Unachtsamkeit zu zerstören. Auch die Fehlersuche bei Inkompatibilität der Komponenten muss man nicht über sich ergehen lassen.

Andererseits ist man bei einem fertigen System auf die verwendeten Komponenten festgelegt. Sollte einem die Grafikkarte, der DVD-Brenner oder etwas anderes nicht recht sein, muss man mit einem Kompromiss leben oder das gewünschte Teil zusätzlich erwerben und selbst austauschen. Möglicherweise sind auch Dinge integriert, die man gar nicht benötigt, was den PC unnötig verteuert.

Baukasten-PC

Wer genau weiß, was er möchte und auch keine Angst vor dem Zusammenschrauben hat, kann auch selbst Hand anlegen und Gehäuse, Netzteil, Motherboard und Co. einzeln erwerben und zusammensetzen. So ist man sicher, genau den PC zu bekommen, den man haben möchte. Gleichzeitig hat man die Möglichkeit, besonders leise Einzelteile einzusetzen und statt einem Krachmacher einen Flüster-PC zusammenzubauen. Zudem kann man auf unnötigen Schnickschnack verzichten und nur die Komponenten verwenden, die man wirklich braucht.

Wer selbst Hand anlegen möchte, sollte sich aber wirklich gut mit den Anforderungen der Hardware auskennen, denn nicht jeder Prozessor arbeitet mit jedem Motherboard zusammen. Für optimale Ergebnisse müssen alle Einzelteile ideal aufeinander abgestimmt sein. Zusätzlich sollte man bereit sein, im Notfall einige Stunden für eine eventuelle Fehlersuche zu opfern, da es mitunter zu Hardwarekonflikten und Treiberproblemen kommen kann.

Fazit: Für Otto Normalverbraucher und Einsteiger ist ein fertig konfigurierter Komplett-PC die bessere Wahl und der Baukasten-PC nicht guten Gewissens zu empfehlen. Man ist auf der sicheren Seite und bekommt in der Regel ein System mit gut aufeinander abgestimmten Komponenten. Richtige PC-Cracks, die vor keiner Gefahr zurückschrecken, können sich dagegen aus erlesenen Einzelteilen ihren Traum-PC zusammenschrauben.

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Prozessor: Der richtige Antrieb

Zu den Desktop-PCs Den größten Anteil an der Rechengeschwindigkeit des PC hat der Prozessor. Doch ist nicht nur er alleine Garant für ein flottes System. Erst im Zusammenspiel mit leistungsfähigen modernen Systemkomponenten kann er seine volle Kraft entfalten. Daher sollte man sich nicht ausschließlich vom Prozessor und dessen Taktrate bei der Auswahl des Computers leiten lassen, sondern auch auf das Umfeld achten. Denn ein vermeintlich langsamer PC kann höher getakteten Kollegen leicht das Wasser abgraben, wenn ihm ideale Arbeitsvoraussetzungen geschaffen werden. Besonderen Einfluss haben dabei der Arbeitsspeicher, die Grafikkarte und auch die Festplatte.

Es macht also nicht immer Sinn, zu dem schnellsten Prozessor zu greifen, zumal dieser überproportional teurer ist im Vergleich zu nur wenig langsamer getakteten Varianten. Denn leider gilt: Preis und Takt steigen nicht im gleichen Verhältnis. So kann ein Top-Modell, das nur zehn Prozent schneller rechnet als sein Vorgänger, locker 30 Prozent mehr kosten. Wer also mit der Leistung des zweit- oder drittschnellsten Prozessors zufrieden ist, kann bares Geld sparen und büßt nur relativ wenig Rechenkraft ein.

Intel oder AMD

Beherrscht wird der Prozessormarkt von den Herstellern Intel und AMD. Für den Normalanwender ist es eigentlich egal, welchem Chip er den Vorzug gibt. Er dürfte keinen Unterschied feststellen. Die Prozessoren beider Lager bieten Leistung satt und stehen sich im Vergleich kaum nach. Mal hat Intel die Nase vorn, mal ist es AMD. Allerdings: Die Unterschiede offenbaren sich aber in der Regel nur bei den Leistungsspitzen der absoluten Topmodelle.

Ein Kern oder mehrere

Interessanter als die Frage des Herstellers ist die Frage nach den Prozessorkernen. So selbstverständlich wie früher ein Prozessor pro PC war sind heute solche mit zwei oder mehr Kernen. Zwar handelt es sich äußerlich immer noch um nur einen Chip, doch im Prinzip kann man mehrere Kerne mit entsprechend vielen Prozessoren gleichsetzen. Zwei Kerne bedeuten folglich: Es werkeln zwei Prozessoren auf nur einem Chip. Damit kann der Computer sehr viel schneller rechnen, weil beide Kerne unabhängig voneinander unterschiedliche Aufgaben abarbeiten können. Ist ein Programm speziell auf den Einsatz mit mehreren Kernen optimiert, können sich diese die Arbeit teilen, so dass die Software deutlich beschleunigt wird. Zu erkennen sind die Prozessoren bei Intel an Typenbezeichnungen wie Core Duo, Core 2 Duo, Core i5 oder auch Core i7. Bei AMD deuten die Zusätze X2, X3 oder X4 hinter dem Prozessornamen auf mehrere Kerne in. Dabei gibt die Zahl hinter dem X an, um wie viele Prozessorkerne es sich dabei handelt.

Noch nicht ausgedient

Noch im Programm aber doch auf dem Rückzug sind ältere Einkern-Versionen wie Intels Pentium 4 oder AMDs Athlon 64. Gleiches gilt für die abgespeckten Varianten Celeron (Intel) oder Sempron (AMD). Diese sind nach wie vor ausreichend kräftig um Standardaufgaben wie Büroarbeit, E-Mail-Verkehr und Websurfen zu erledigen. Sie eignen sich auch für gelegentliche Spiele, einfache Bildbearbeitung, DVDs brennen und MP3s konvertieren. Gegenüber modernsten Rechenkernen muss man hier jedoch mit Einschnitten wie etwa längeren Wartezeiten rechnen.

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RAM: Ausreichend Arbeitsspeicher

Zu den Desktop-PCs Genügend Arbeitsspeicher ist besonders wichtig. Damit es bei der Arbeit nicht zu Verzögerungen kommt, lagert der PC einen Teil des Betriebssystems sowie die aktiven Treiber und die gestarteten Programme im Arbeitsspeicher zwischen. Wird es dort zu eng, muss der Computer Daten auf die bedeutend langsamere Festplatte auslagern. Das bremst den Arbeitsfluss spürbar, ganz gleich, wie schnell der verwendete Prozessor rechnet. Es ist somit sinnvoller einen langsameren Prozessor einzusetzen, statt zu wenig Arbeitsspeicher in Kauf zu nehmen.

Windows XP

Abhängig ist die Speicherausstattung auch vom verwendeten Betriebssystem. So benötigt Windows Vista deutlich mehr Speicher als der Vorgänger Windows XP. Auch Windows 7 fühlt sich wohler, wenn keine Speicherknappheit herrscht. Setzt man noch auf das betagte Windows XP, sollte die absolute Untergrenze bei 512 Megabyte RAM liegen, besser wäre ein Gigabyte. Zwei Gigabyte wären schon üppig.

Windows Vista

Anders ist es bei Vista. Dieses System ist speicherhungrig und benötigt etwa doppelt so viel RAM, um flüssiges Arbeiten zu ermöglichen. Folglich gilt: Der PC sollte mindestens ein Gigabyte Arbeitsspeicher besitzen, besser gar die doppelte Menge. Vier Gigabyte wären auch nicht schlecht, doch lauert dort eine Stolperfalle. Die 32-Bit-Version kann nur maximal etwas über drei Gigabyte Arbeitsspeicher verwenden, der Rest würde brachliegen. Nur die 64-Bit-Version könnte den Speicher komplett nutzen.

Windows 7

Auch für Windows 7 gilt: Wer vier Gigabyte oder mehr einsetzen möchte, muss auf die 64-Bit-Version setzen. Diese verspricht zudem eine höhere Verarbeitungsgeschwindigkeit, wenn auch die verwendete Software im 64-Bit-Modus rechnet. 32-Bit-Programme führen die Betriebssysteme auch weiterhin aus. Probleme können aber Treiber machen. Diese müssen explizit den 64-Bit-Modus unterstützen. Darüber hinaus gilt: Windows 7 ist etwas genügsamer als der Vorgänger Windows Vista. Dennoch sollte man auf mindestens zwei Gigabyte RAM Wert legen. Denn mit ausreichend Speicher arbeitet jeder PC flotter.

Hobbyfilmer, die häufig Videos bearbeiten oder 3D-Konstrukteure, die aufwendige virtuelle Landschaften erstellen, sollten dem PC so viel Speicher wie möglich einsetzen. Möchte man beim Speicher lieber sparen und zunächst mit weniger auskommen, ist es ratsam auf freie Steckplätze für zusätzlichen Arbeitsspeicher achten. So behält man die Möglichkeit, später unkompliziert nachrüsten zu können.

Achten Sie aber nicht nur auf die Menge, sondern auch auf die Art des verwendeten Speichers. Er sollte das Kürzel DDR2 oder DDR3 (Double Data Rate) tragen, einfache DDR-Module eignen sich nur für Einstiegs-PCs.

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Festplatte: Viel Lagerplatz

Zu den Desktop-PCs Auf der Festplatte speichert der Computer alles, was man installiert, aus dem Internet oder der Digitalkamera kopiert et cetera. Hier findet man beispielsweise auch das Betriebssystem inklusive aller wichtigen Treiber sowie sämtliche Dokumente, die man am PC erstellt. An freiem Platz sollte, wie auch beim Arbeitsspeicher, kein Mangel herrschen. Denn zum einen belegen moderne Programme und Computerspiele sehr viel Raum, zum anderen scheinen auch MP3s, Digitalfotos und Videos die Gigabytes nur so zu verschlingen. Eine Festplatte kann eigentlich gar nicht groß genug sein. Wer heute einen PC kauft, sollte auf eine Festplatte mit mindestens 80 Gigabyte Fassungsvermögen achten, mehr wäre besser.

Geschwindigkeit

Neben der Größe der Festplatte sind noch zwei weitere Faktoren wichtig: die Umdrehungsgeschwindigkeit und der Zwischenspeicher, der so genannte Cache. Je schneller die Festplatte im Gehäuse rotiert, desto schneller kann sie Daten in den Arbeitsspeicher übertragen. Moderne Festplatten sollten keinesfalls langsamer als 5.400-mal pro Minute rotieren. Besser sind 7.200 Umdrehungen in der Minute. Zwar gibt es auch Festplatten, die noch schneller - mit 10.000 oder gar 15.000 Umdrehungen in der Minute - arbeiten, doch werden sie dabei so laut, dass ihr Einsatz in einem Desktop-PC kaum Sinn macht. So schnelle Platten setzt man vielmehr in Servern ein, die abgeschirmt in einem Serverraum stehen.

Nicht unwichtig ist ein kleiner Zwischenspeicher, Cache genannt. Er hilft, den wiederholten Zugriff auf die Daten zu beschleunigen. Im Cache speichert die Festplatte nicht nur die gesamte Verzeichnisstruktur, sondern auch zuletzt benutzte, respektive häufig genutzte Daten zwischen. Beides dient der schnelleren Verarbeitung. Als Minimalgröße gelten zwei Megabyte. Viele Festplatten verfügen gar über acht Megabyte. Top-Festplatten bieten bis zu 16 Gigabyte. Auch hier gilt: Mehr ist besser.

Schnittstelle

Neben Größe und Geschwindigkeit spielt auch die Schnittstelle eine Rolle. Damit meint man die Technik, die für den Anschluss und den Datenaustausch verantwortlich ist. Hier dominiert Serial-ATA (S-ATA). Immer seltener trifft man auf den älteren IDE-Standard, der eine maximale Datenübertragung von immerhin 133 Megabyte pro Sekunde bietet. Serial-ATA kann demgegenüber bis zu 300 Megabyte pro Sekunde übertragen und künftig gar bis zu 600 Megabyte in der Sekunde. Selbst die einfachste S-ATA-Version schaufelt bis zu 150 Megabyte über den Systembus.

Der Geschwindigkeitsvorteil ist aber bisher nicht für jeden PC entscheidend, denn viele Festplatten können nicht einmal 100 Megabyte in der Sekunde verarbeiten. Dafür ist IDE schnell genug. Setzt man jedoch schnelle, auf Flash-Speichertechnik basierende SSDs (Solid State Drive) ein, wird die alte Technik zum Flaschenhals. Denn SSDs können deutlich mehr Daten als herkömmliche Festplatten in gleicher Zeit übertragen. Weiterer Vorteil für S-ATA: die einfachere Verkabelung und der Wegfall des Master-/Slavemodus, der stets umständliches Umstecken winziger Jumper zur Folge hat.

Externer Anschluss

Beim neuen Anschluss nimmt jedes Gerät direkt Kontakt mit dem Controller auf. Dabei kommen wesentlich dünnere Kabel als bei IDE zum Einsatz. Das erleichtert nicht nur die Verbindung, sondern führt vielmehr zu einer verbesserten Luftzirkulation im PC-Gehäuse. Dadurch bleibt es dort drinnen kühler, so dass der Lüfter weniger rotieren muss. Die Folge: Der PC ist leiser. Zudem bietet sich mit eSerial-ATA die Möglichkeit, externe Festplatten unkompliziert an den S-ATA-Controller anschließen zu können. Diese sind in der Handhabung genauso einfach wie USB- oder Firewire-Festplatten, arbeiten aber deutlich schneller als diese.

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Laufwerk: CD, DVD und Blu-ray

Zu den Desktop-PCs Diskettenlaufwerke sucht man an modernen PCs heute oft vergebens. Dafür gehören CD- und DVD-Laufwerke und immer öfter auch Blu-ray-Laufwerke längst zum Standard. Für den schnellen Datentransport nutzt man entweder das Internet oder einen USB-Stick. Die dauerhafte Datenspeicherung übernehmen heute DVDs und Blu-ray-Medien. Denn auch reine CD-Laufwerke gehören zur aussterbenden Art.

In Einstiegs-PCs findet man mitunter DVD-Laufwerke, die DVDs nur lesen nicht aber brennen können, meist sind sie aber in der Lage CDs zu brennen. Man erkennt sie am Kürzel DVD-ROM. Ob sie auch CDs brennen, zeigt der Zusatz „Combo“ an. Üblich sind aber selbst im unteren Preissegment vollwertige DVD-Brenner. Von Combo spricht man auch, wenn ein Blu-ray-Laufwerk nur Blu-ray-Medien lesen, dafür aber DVDs und CDs brennen kann.

Speed und Format

Hier gilt es, auf zwei Dinge zu achten: die Geschwindigkeit und die unterstützen Formate. Top-Brenner beschreiben DVDs mit etwa 24-facher Geschwindigkeit. Auch Einstiegsversionen sind meist nur geringfügig langsamer. Bei der Formatfrage ist der Unterschied ebenfalls zusammengeschrumpft. Nahezu alle Brenner können mittlerweile die verbreiteten DVD Minus- und Plusformate sowohl lesen als auch schreiben. Deutlich weniger beherrschen jedoch das DVD-RAM-Format. Hauptunterschied: Die Rohlinge lassen sich bis zu 100.000-mal wiederbeschreiben, wohingegen es andere wiederbeschreibbare Formate auf maximal 1.000-mal bringen.

Zwei Lagen

Um besonders viele Daten auf nur einem Rohling unterbringen zu können, sollte der Brenner diese in zwei unterschiedlichen Schichten auftragen können. Man spricht hier von Dual-Layer-Technik. Die DVD-Brenner tragen dafür das Kürzel DL. Dank dieser Fähigkeit verdoppelt sich die Kapazität für eine DVD-Seite auf 8,5 Gigabyte. Soll es noch mehr sein, kann man auf Blu-ray-Technik setzen. Die entsprechenden Formate tragen das Kürzel BD-RE oder BD-R. RE steht dabei für wiederbeschreibbar, während das R für einmal beschreibbar steht. Diese Brenner beschreiben neben DVDs und CDs auch Blu-ray-Discs. Je nachdem ob dies ein- oder zweilagig geschieht, können diese so 25, respektive 50 Gigabyte auf einen Rohling brennen.

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Grafikkarte: Flüssige Darstellung

Zu den Desktop-PCs Besonderes Gewicht sollte der Auswahl der Grafikkarte zukommen. Denn sie trägt entscheidend zum Geschwindigkeitsempfinden am PC bei, da sie für den Bildaufbau am Monitor zuständig ist. Kommt es dabei zum Ruckeln, trägt sie die Schuld und nicht der Prozessor. Daher im Zweifelsfall lieber einige Euros mehr in die Grafikkarte stecken und diese beim Prozessortakt einsparen. Deshalb ist auch für anspruchsvolle Arbeiten von auf dem Motherboard aufgelöteten Grafikchips abzuraten, zu erkennen an der Umschreibung „onboard Grafik“.

Solche Chips eignen sich oft nicht für mehr als Textverarbeitung, Websurfen und einfache Bildbearbeitung. Videos zeigen inzwischen alle flüssig an, allerdings nicht unbedingt in HD-Auflösung. Einfache Spiele sind mit solchen Lösungen auch möglich. Ungünstig ist jedoch, dass sich Grafikkarte und Betriebssystem den Arbeitsspeicher teilen müssen (Shared Memory) und die Grafik oft nur über wenig eigenen Speicher verfügt. Da wird es schnell zu eng und es kommt zu Geschwindigkeitseinbußen. Achten Sie darauf, dass entsprechende Lösungen auf mindestens 256 Megabyte eigenen Speicher zugreifen können.

Fixer Steckplatz

Damit die Daten von der Grafikkarte fix auf den Monitor gelangen, ist eine schnelle Schnittstelle im Computer nötig. Der alte Erweiterungsslot PCI ist für moderne Karten nicht mehr schnell genug. Auch der AGP-Steckplatz (Accelerated Graphics Port) hat sich inzwischen überlebt. Moderne Grafikkarten sollten in einem PCI-Express-Slot stecken (PCIe). Er bietet eine höhere Datenrate als die beiden älteren Steckplätze.

Damit eine Grafikkarte trotz schnellem Steckplatz kein Ruckeln erzeugt, braucht sie ausreichend eigenen Arbeitsspeicher, in den sie möglichst viel zwischenspeichern kann. Besonders für aufwendige Computerspiele ist viel Speicher nötig. Denn dort werden jeweils die nächsten möglichen Szenen abgelegt. Das hat den Vorteil, dass die Bilder beim Bewegen der Spielfigur umgehend auf dem Monitor erscheinen. Weniger als 512 Megabyte bieten heute kaum noch Grafikkarten. Top-Spielekarten haben ein Gigabyte eigenen Speicher oder sogar noch mehr. Auch hier gilt die Regel: je mehr, desto besser.

Viel Leistung für moderne Betriebssysteme

Besonders Windows Vista hat große Ansprüche an die Grafik. Unter 128 Megabyte Speicher kommt man zum Beispiel nicht in den Genuss der schicken Aero-Oberfläche. Damit diese auch bei großen Monitoren mit 20 Zoll Diagonale oder mehr noch flüssig dargestellt wird, braucht die Karte gar mindestens 256 Megabyte Arbeitsspeicher. Nahezu ebenso viel Speicher ist für Windows 7 nötig. Beim Einsatz einer der beiden System sollte die Grafik daher am besten auf mindestens 512 Megabyte eigenen Speicher zurückgreifen können.

ATI oder Nvidia

Ganz gleich, zu welchem Grafikkartenhersteller man greift, meist setzen diese nur Chips eines der beiden Platzhirsche ATI oder Nvidia ein. Zu den Spitzenmodellen zählen bei ATI die HD-5000- und HD-4000-Modelle und bei Nvidia GeForce GTX-295- und GTX-285-Versionen. Beide stehen sich in den Leistungen kaum nach und machen selbst bei aufwendigen Bildprogrammen und brandaktuellen Computer-Games eine ausgezeichnete Figur. Für Einstiegs-PCs, die sich auch gut für einfaches, gelegentliches Spielen eignen und ausreichend kräftig für Büro- und Webprogramme sind, eignen sich zum Beispiel ATIs HD-2000-Modelle und Nvidias GeForce 8800-Versionen.

Kühlung

Ebenfalls wichtig ist die Art der Kühlung, zumindest dann, wenn man sich Gedanken um die Lautstärke des Computers macht. Denn moderne Grafikkarten besitzen aufgrund der hohen Leistung in der Regel einen eigenen Lüfter, dessen Arbeitsgeräusch möglicherweise hörbar ist. Mehr Ruhe versprechen Karten, die stattdessen über Kühlrippen verfügen. Sie geben allerdings Wärme ins PC-Gehäuse ab, die der Gehäuselüfter mit bewältigen muss. Dieser muss dafür möglicherweise schneller rotieren und erhöht seinerseits den Geräuschpegel. Ideal sind PCs mit geräuschloser Wasserkühlung.

Tipp: Wenn Sie DVD-Filme über den PC am Fernseher betrachten möchten, sollten Sie eine Grafikkarte mit TV-Ausgang wählen. Ideal für HDTV-Signale ist ein HDMI-Ausgang geeignet. Alternativ lässt sich das Signal auch per DVI an den Fernseher übertragen. Ohne entsprechende Anschlüsse bleibt für den Kinoabend nur der PC-Monitor.

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Soundkarte: Für guten Ton

Zu den Desktop-PCs Für welche Soundkarte man sich entscheidet, hängt besonders vom Einsatzzweck ab. Wer lediglich akustisch auf neue E-Mail, den Terminkalender oder einen Systemfehler aufmerksam gemacht werden möchte, kommt mit dem einfachsten Soundchip zurecht, der entweder auf der Hauptplatine aufgelötet oder als einfache Erweiterungskarte eingesteckt ist.

Einsatzzweck

Für genüssliches Musikhören, professionelles Produzieren oder gar Raumklang für die DVD/Blu-ray oder das PC-Game reicht diese Lösung bei weitem nicht aus. Für solch einen Job braucht es eine erwachsene Soundkarte.

Gut Musik hören und auch produzieren kann man nur mit Soundkarten, die unverfälschten Ton bieten. Wichtig dafür: ein besonders hoher Rauschabstand und ein glatter Frequenzgang. Wer für die Musikproduktion Midi-Geräte einsetzt, muss zudem auf zahlreiche Anschlussmöglichkeiten achten.

Anschlüsse

Für Kinosound sind ebenfalls viele Anschlüsse wichtig. So muss man sämtliche Lautsprecher anschließen können. Besonders wichtig ist ein integrierter Sounddekoder, der die Töne für sämtliche Boxen korrekt - idealerweise nach Dolby-Digital-Standard - aufbereitet.

Spielefreunde sollten dagegen auf die Unterstützung von 3D-Effekten achten. Auf der sicheren Seite ist, wer eine Karte die DirectSound-Technologie oder auch den Nachfolger XAudio2 unterstützt. Wichtig ist auch die Unterstützung von Enviromental Audio (EAX) HD 4.0. Ohne 3D-Effekte besteht die Gefahr, dass man einen sich von hinten nähernden Gegner schlicht überhört.

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Modem-, ISDN- und Netzwerkkarte

Zu den Desktop-PCs Um Daten mit anderen Computern austauschen zu können, ist entweder ein Modem, eine ISDN-Karte oder eine Netzwerkkarte nötig. Mit Modem und ISDN-Karte kann man Daten über das Internet austauschen oder einfach nur im Web surfen. Allerdings sind beide Lösungen heute nicht mehr zeitgemäß und maximal für Gelegenheitssurfer oder den Faxempfang, respektive -versand interessant. Eine Netzwerkkarte braucht man, um den PC mit andern PCs vernetzen zu können. Sie ist auch Voraussetzung, wenn man per DSL auf das Internet zugreifen möchte, da ein entsprechendes DSL-Modem an den Netzwerkanschluss des PC gestöpselt wird.

Modem und ISDN-Adapter gibt es sowohl als Erweiterungskarte, die im PC-Gehäuse Platz findet, als auch als externe Geräte. Wer Platz auf dem Schreibtisch haben und Kabelsalat vermeiden möchte, sollte zur internen Lösung greifen. Bei der Netzwerkkarte gibt es diese Wahl nicht, sie ist immer intern.

Im Web surfen

Wer im Internet surfen möchte, aber nicht weiß, welches die beste Lösung für ihn ist, kann die ersten Schritte mit einem Modem unternehmen. Das ist zwar die langsamste der genannten Alternativen, setzt aber außer einem normalen Telefonanschluss keine weiteren Installationen voraus. Mit ISDN ist man doppelt so schnell unterwegs, benötigt dafür aber einen ISDN-Anschluss. Ein normaler Telefonanschluss tut es nicht.

Wer regelmäßig im Web surfen und auch Daten downloaden möchte, sollte auf jeden Fall einen DSL-Anschluss wählen. Er ist mindestens 25-mal schneller als das Modem. Mit ihm öffnen sich Webseiten umgehend und Downloads sind schon nach kurzer Zeit abgeschlossen. Voraussetzung für DSL ist aber eine Aufrüstung des Telefonanschlusses durch die Telekom.

Alternativen

In einigen Landesteilen ist es auch möglich, über das Fernsehkabel zu surfen. Dafür ist ein spezielles Kabelmodem nötig, das es in der Regel nur als externes Gerät direkt vom Anbieter gibt. Schließt man sein Domizil drahtlos ans Internet an, ist ein entsprechender Empfänger und mitunter auch eine Netzwerkkarte im Computer nötig.

Zu Modems, ISDN- und DSL-Hardware
Zu Netzwerkkarten

Ausreichend Erweiterungsmöglichkeiten

Zu den Desktop-PCs Ganz gleich, wie gut der neue PC ausgestattet ist, man sollte darauf achten, ihn auch in Zukunft erweitern zu können. Ob mehr Arbeitsspeicher, eine TV-Karte oder anderes, es gibt immer Dinge, die man seinem PC gönnen möchte. Wenn es dann keinen Platz mehr im Gehäuse gibt, kommt schnell Frust auf. Achten Sie auf freie Steckplätze für Arbeitsspeicher und PCIe-Erweiterungsplätze. Auch Laufwerksschächte für zusätzliche Festplatten, DVD-Brenner oder Streamer sollten vorhanden sein.

USB 2.0

Obendrein sollten möglichst viele Standardanschlüsse wie USB 2.0 und Firewire vorhanden sein, um Drucker, Digicam, MP3-Player oder auch eine Videokamera anschließen zu können. Jeweils ein Anschluss ist eigentlich zu wenig und kann schnell dazu führen, dass man ständig die Kabel wechseln oder eine externe Anschlusserweiterung, einen so genannten Hub, kaufen muss. Achten Sie obendrein darauf, dass sich einige der genannten Anschlüsse vorne am PC befinden. Das macht den kurzzeitigen Anschluss der Digitalkamera oder des MP3-Players sehr viel komfortabler.

USB 3.0

Deutlich schnellere Datenübertragung als USB 2.0 erlaubt die Nachfolgeversion 3.0. Darüber fließen Daten bis zu zehnmal schneller. Das macht sie zur ersten Wahl für die Anbindung sehr schneller Festplatten und SSDs. Deren externe Gehäuse müssen selbstverständlich ebenfalls eine USB-3.0-Schnittstelle haben, um die hohe Geschwindigkeit nutzen zu können. An einen USB-3.0-Steckplatz lassen sich auch ältere USB-Geräte anschließen. Sie sind jedoch weiterhin nur mit der Höchstgeschwindigkeit der jeweiligen USB-Version nutzbar.

Zu USB- und Firewire-Hubs

Angepasst an den Einsatzzweck

Zu den Desktop-PCs Wer keinen Allrounder sucht, sondern den PC nahezu ausschließlich für einen bestimmten Einsatzzweck verwenden möchte, findet oft speziell konfigurierte Lösungen. Für den Einsatz als Wohnzimmer-PC eignen sich so genannte Mediacenter. Sie besitzen meist eine schicke Optik und passen sich somit gut ins Ambiente des Wohnzimmers ein. Sie sind klein und leise, haben aber trotzdem einen potenten Prozessor und eine kräftige Grafikkarte, um den hohen Anforderungen gerecht zu werden.

Wohnzimmer-PCs

Mediacenter sollten entweder einen Mobilprozessor besitzen, wie man ihn in Notebooks einsetzt oder einen mit doppelten Kernen. Beide Typen sind optimiert auf Strom sparen und geringe Wärmeentwicklung bei gleichzeitig hoher Leistung. Für die Verarbeitung von hochauflösenden Fernsehsignalen nach HDTV-Standard sind zwei oder mehr Kerne absolute Voraussetzung, weil hier fünfmal mehr Daten anfallen als bei der älteren PAL-Auflösung.

Highend-PCs

Für sehr anspruchsvolle Aufgaben, wie Videoschnitt, professionelle Bildbearbeitung, CAD oder 3D-Rendering eignen sich Workstations. Sie sind auf hohe Leistung und das Unterstützen professioneller Techniken, wie etwa der Bildbeschreibungssprache OpenGL, optimiert. Den hohen Anforderungen, die Spieler an den PC haben, werden die Hersteller mit speziellen Game-PCs gerecht. Sie verfügen über schnelle Prozessoren, viel Arbeitsspeicher, große und schnelle Festplatten sowie speziell für Spiele optimierte Hochleistungsgrafikkarten.

Zur Kaufberatung Wohnzimmer-PCs

Betriebssystem

Zu den Desktop-PCs Die Wahl des Betriebssystems sollte neben den eigenen Wünschen und dem Portmonee auch die eingesetzte Hardware bestimmen. Gerade auf günstigen Desktop-PCs findet man immer noch das alte Windows XP installiert. Aus gutem Grund: Denn das Betriebssystem ist lange am Markt und daher sehr ausgereift. Zudem stellt es keine allzu großen Anforderungen an die Hardware, so dass es auch mit einfacher Hardware flott zu Werke geht.

Windows XP oder Windows 7

Windows Vista ist, wie oben bereits angesprochen, deutlich leistungshungriger und setzt einen gut ausgestatteten Computer voraus. Das System gilt aber als nicht richtig ausgereift. Als das bessere und ausgereifte Vista gilt Windows 7. Das System ist moderner und stellt trotzdem geringere Anforderungen an den PC. Die Frage sollte daher lauten: Windows XP oder Windows 7? Wer sich an Windows XP gewöhnt hat und nicht umsteigen möchte, fährt mit diesem System nach wie vor gut. Allen anderen empfehlen wir Windows 7.

Alternativen

Wer kein Betriebssystem von Microsoft einsetz oder Geld sparen möchte, hat noch weitere Alternativen. Völlig kostenlos ist Linux, das man im Internet kopieren oder gegen einen Unkostenbeitrag günstig als DVD bestellen kann. Linux lässt sich auf jedem PC, der auch für Windows geeignet ist, installieren.

Anders das Mac OS X. Dieses Betriebssystem ist nur auf Apple-Computern lauffähig. Das System basiert auf Unix und gilt daher als sehr leistungsfähig. Zudem ist es sehr einfach zu bedienen. Vorteil von Apple-Computern: Neben dem Mac OS X kann man auch ein Windows-Betriebssystem installieren. Nachteil: Die Rechner sind auf den ersten Blick oft teurer als Windows-PCs.

Zu den Betriebssystemen
Zu den Apple-Computern

Thin Clients

Zu den Desktop-PCs Sie suchen einen günstigen Einstiegs-PC und finden im unteren Preissegment vermeintliche Schnäppchen, die den Ausdruck Thin Client im Namen tragen? Davon sollten Sie die Finger lassen. Das sind nämlich keine Computer im eigentlichen Sinne, sondern vielmehr Terminals, die hauptsächlich zur Dateneingabe, beziehungsweise -abfrage gedacht sind. Sie greifen über ein Netzwerk auf Server und Datenbanken zu.

Die Datenverarbeitung und -speicherung findet ausschließlich auf dem Netzwerkcomputer und nicht auf dem Thin Client statt. Ihre Hardwareausstattung ist sehr begrenzt und oftmals nicht ausreichend, um ein modernes Betriebssystem ausführen zu können. In der Regel fehlt ihnen eine Festplatte, da sie Daten nur im Netzwerk speichern. Thin Clients sind deshalb nur für Firmen interessant.

Fazit

Zu den Desktop-PCs Viele Sonderangebote verlocken heutzutage zum schnellen PC-Kauf. Solch eine Anschaffung sollte aber wohl überlegt sein. Denn nur ein PC, der die eigenen Bedürfnisse befriedigt, macht auf Dauer wirklich Freude. Für Standardaufgaben wie Texte und Briefe schreiben, die Haushaltskasse kalkulieren und gelegentliches Internetsurfen, reichen günstige Computer vollkommen aus, die nicht die höchsten Gigahertzgrenzen erreichen und eventuell von einem schwächeren aber günstigeren Prozessor angetrieben werden. Hier lässt sich viel Geld sparen.

Wer demgegenüber am liebsten seine Urlaubsvideos am PC schneidet oder komplexe dreidimensionale Welten erschafft, hat höchste Ansprüche an die Hardware. Für solche Rechenjobs sind die schnellsten Maschinen gerade gut genug. Da ist es besonders wichtig, dass keine der eingesetzten Komponenten schwächelt. Denn das würde den gesamten Arbeitsfluss bremsen.

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